Bei Lidl und Kaufland: Das ändert sich für dich beim Einkaufen

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Schon beim Wocheneinkauf hast du es vielleicht gemerkt: Da passiert gerade etwas am Schluss deiner Einkaufsrunde. Lidl und Kaufland starten eine der größten Checkout-Offensiven, die der deutsche Lebensmitteleinzelhandel seit Jahren gesehen hat.
Ein Lidl-Logo auf einem Gebäude.
Sollte jeder zu Hause haben: Lidl verkauft nächste Woche einen Akkuschrauber für unter 10 EuroBildquelle: PixelBiss, shutterstock.com

In über 1.500 Filialen der beiden Händler bekommt das klassische Kassiervorgehen einen tiefgreifenden Technik- und Verhaltenswandel verpasst. Das Ziel: deutlich kürzere Warteschlangen, mehr Daten, mehr Kontrolle, und am Ende höhere Warenkörbe der Kundschaft.

Die Kassenrevolution im Filialnetz

Bei Lidl und Kaufland werden derzeit hunderte klassische Bedienkassen durch moderne Selbstbedienungssysteme ersetzt. Lidl plant, bis Frühjahr 2026 rund jede zweite seiner über 3.250 Filialen in Deutschland mit SB-Kassen auszustatten. Das heißt: du scannst und bezahlst deinen Einkauf selbst, ohne klassischen Kassierer am Ende der Reihe.

Parallel dazu wächst auch das mobile „Scan & Go“, bei dem du Produkte bereits während des Einkaufs mit dem Smartphone oder Handscanner registrierst. So gehst du direkt zur Kasse, ohne alles einzeln wieder übers Band zu legen. Kaufland setzt ebenfalls verstärkt auf solche Self-Scanning-Systeme und hat schon über 130 seiner mehr als 780 Filialen entsprechend ausgerüstet, weitere Standorte folgen noch in diesem Jahr. 

Warum Lidl & Kaufland jetzt so viel verändern

Die Gründe für den aktuellen Checkout-Umbau sind vielschichtig und folgen einer klaren strategischen Linie. Im Zentrum steht die Effizienz: Selbstbedienungskassen sollen dabei helfen, Personalkosten zu senken und zugleich Personalengpässe abzufedern, die im Handel längst zum Alltag gehören. Gleichzeitig eröffnen neue Kassensysteme ganz andere Möglichkeiten im Bereich Kundendaten und Marketing, denn wenn Kundinnen und Kunden ihre Einkäufe selbst scannen und bezahlen, entstehen wertvolle Daten, die sich für personalisierte Angebote und gezielte Aktionen nutzen lassen.

Hinzu kommt ein verändertes Einkaufsverhalten. Händler beobachten seit Längerem, dass Self-Scanning häufig zu größeren Warenkörben führt, was den Umsatz pro Einkauf steigert. Kombiniert mit Apps, digitalen Kundenkarten und zunehmend intelligenten Erkennungssystemen entsteht so ein modernes, stark datengetriebenes Einkaufserlebnis, das den Supermarkt Schritt für Schritt in Richtung Zukunft schiebt.

Kunden zwischen Komfort und Frust

So praktisch der Self-Checkout sein kann, so kontrovers wird er diskutiert: Manche Kunden empfinden die neuen Systeme als echte Zeitersparnis, andere sehen darin einen Verlust an Service und persönlicher Interaktion. Gerade bei großen Einkaufswagen oder empfindlichen Produkten kann das Scannen selbst eine Herausforderung werden. Und am Ende steht man trotzdem vor einer Maschine, die nicht immer perfekt funktioniert.

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  • krankschreibung: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern
  • Sollte jeder zu Hause haben: Lidl verkauft nächste Woche einen Akkuschrauber für unter 10 Euro: PixelBiss, shutterstock.com
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