iPhone 12 Pro: Dieser Trick soll das Nachfrage-Dilemma beenden

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Vor allem das iPhone 12 Pro ist derzeit nur mit langen Lieferzeiten zu bekommen. Apple will das Nachfrage-Chaos jetzt mildern. Dazu greift der US-Konzern zu einem cleveren Trick. Das iPad muss im Gegenzug Opfer bringen.
iPad pro LiDAR Scanner
Der LiDAR Scanner misst den Abstand zu Objekten in der Umgebung in einer Entfernung von bis zu fünf Metern.Bildquelle: Apple

Wenn du in diesen Tagen vor der Entscheidung stehen solltest, dir das neue iPhone 12 Pro zu kaufen, ist ein kleines Dilemma unausweichlich. Denn kurzfristig wirst du dein neues iPhone in aller Regel nicht in den Händen halten können. Der Grund: lange Lieferzeiten. In vielen Online-Shops musst du dich aktuell drei bis vier Wochen gedulden, wenn du das iPhone 12 Pro heute bestellst. Auch Apple selbst ist das ein Dorn im Auge. Deswegen will der US-Konzern jetzt offenbar zu einem Trick greifen, um die langen Lieferzeiten aus der Welt zu schaffen oder zumindest zu verkürzen.

Mehr iPhones weniger iPads

Apple selbst gibt auf seiner Homepage aktuell an, dass das iPhone 12 Pro in sämtlichen verfügbaren Varianten frühestens am 25. November geliefert werden kann. Media Markt und Saturn listen die Pro-Modelle des neuen iPhones gar mit einer frühestmöglichen Lieferung am 9. Dezember. Eine Marktabholung ist bei den beiden Elektronik-Markt-Ketten nicht vor dem 11. Dezember möglich. Da muss man als Apple-Fan erst einmal durchatmen, um nicht vollständig der Verzweiflung zu erliegen. Das „normale“ iPhone 12 ist hingegen deutlich schneller lieferbar. Offenbar hat Apple die Nachfrage am iPhone 12 Pro deutlich unterschätzt – und steuert jetzt dem Vernehmen nach gegen.

Wie Nikkei Asia Review unter Berufung auf zwei nicht näher genannte Quellen berichtet, sollen einige, eigentlich für das iPad bestimmte Bauteile in den kommenden Wochen für die Produktion der neuen iPhone-12-Modelle genutzt werden. Davon seien rund zwei Millionen iPad-Einheiten betroffen. Die Kapazitäten bei der iPad-Fertigung fahren in Konsequenz dessen vorübergehend zurück. Um welche Bauteile es konkret geht, schreibt Nikkei Asia Review nicht.

Gerüchten zufolge soll vor allem der im iPhone 12 Pro verbaute LiDAR-Scanner derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Dieses Bauteil kommt auch im neuen iPad Pro zum Einsatz. Entsprechend wäre Apple in der Lage, den Warenfluss aus den iPad-Produktionsstätten in die iPhone-Fabriken umzuleiten. Gleiches gilt für Chips, die für das Power-Management des iPhone benötigt werden. Auch hier könnte sich Apple beim Warenbestand der iPad-Produktion bedienen, um die Fertigungen des iPhone 12 Pro auszuweiten.

Ältere iPhones sollen Lücken schließen

Schon jetzt geht man bei Apple offenbar zudem davon aus, dass man das iPhone 12 Pro und möglicherweise auch andere aktuelle iPhone-Modelle in vielen Regionen der Welt vor allem im Weihnachtsgeschäft nur eingeschränkt zur Verfügung stellen kann. Die Folge: Ältere iPhone-Modelle sollen stärker produziert werden als bisher geplant. Um leere Verkaufsregale zu vermeiden, habe Apple seine Lieferanten gebeten, mehr iPhone 11-, iPhone SE– und iPhone XR-Modelle zu produzieren. Die Rede ist von mehr als 20 Millionen Einheiten dieser eigentlich schon ausrangierten Modell-Generationen.

Nicht mehr produziert werden hingegen das iPhone 11 Pro und das iPhone 11 Pro Max. Ziel: Eine Verknappung des Angebots. Denn diese beiden Modelle würden die Nachfrage am iPhone 12 Pro zu stark beeinflussen, heißt es in asiatischen Medienberichten. Allerdings müssen Nutzer in den kommenden Monaten noch keine Engpässe beim iPhone 11 Pro erwarten, sollten sie mit einem Kauf liebäugeln. Es dürften noch ausreichend Einheiten dieses Modells in den Lagern liegen.

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