Helmpflicht für E-Scooter? Diese Forderung hat Sprengkraft

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Wenn du heute mit einem E-Scooter fahren willst, kannst du ihn dir spontan per Smartphone ausleihen und losfahren. Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn es gibt Forderungen nach einer Helmpflicht für E-Scooter.
Mann fährt E-Scooter
Mann fährt E-ScooterBildquelle: Marcel Strauß - Unsplash

Nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) tragen Fahrer von E-Scootern „Wesenszüge der Anarchie in den Straßenverkehr“. Mit dem Aufsteigen auf den E-Scooter blenden viele Verkehrsteilnehmende grundlegendste Regeln des sicheren Miteinander im öffentlichen Verkehrsraum aus, heißt es von Michael Mertens, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Auf dem 61. Deutschen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar forderte der Verkehrsexperte der GdP jetzt, E-Scooter-Nutzer „an die kurze Leine zu nehmen“.

Ein Drittel der E-Scooter-Unfälle sein Alleinunfälle

Mertens forderte die Fahrer von E-Scootern auf, mehr Augenmerk auf die eigene Sicherheit zu legen. Aus Zahlen der Unfallstatistik werde deutlich, dass Unfälle häufig durch die Fahrer selbst verursacht werden. Alkoholkonsum und zum Beispiel das Fahren auf Gehwegen spielten dabei eine übergeordnete Rolle. Bei 37 Prozent der Unfallereignisse handele es sich um Alleinunfälle, auch bei den drei von insgesamt fünf verstorbenen Unfallopfern. Der Gewerkschafter schlug daher vor, eine Helmpflicht für die Benutzung von E-Scootern intensiv zu prüfen.

Besonders problematisch ist Mertens zufolge der oft hohe Alkoholpegel bei der Fahrt mit dem E-Scooter. Vielen der Fahrer seine nicht bewusst, dass für die Nutzung der elektrischen Roller die gleichen Alkoholgrenzwerte gelten wie beim Autofahren. Er bezeichnete die überall verfügbaren E-Scooter als eine „Scheinlösung für einen schnellen Transport unter Alkoholeinfluss“. Dieser sei jedoch bei weitem kein Freibrief für die Missachtung geltender und wichtiger Verkehrssicherheitsparagrafen.

Gleichzeitig forderte er, die Überwachung und Bestrafung entsprechender Verkehrsvergehen konsequent durchzusetzen. Dies sei jedoch angesichts einer ausgedünnten polizeilichen Verkehrsüberwachung nur eingeschränkt möglich. „Das Risiko, beim Übertreten von Verkehrsregeln erwischt zu werden, ist hierzulande generell viel zu niedrig. Unsere Kolleginnen und Kollegen bringen alles, was sie können, auf die Straße. Aber sie können leider nicht so breit überwachen, wie sie gerne würden und wie es nötig wäre“, so der Gewerkschafter.

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2 KOMMENTARE

  1. Philipp

    Als leidenschaftlicher Anarchist sage ich: Was ein Wichser!
    Die Grundidee zu sabotieren, ein ganz toller deutscher Vorschlag.
    Helmpflicht, völliger Unfug!

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  2. Klee

    Schwachsinn, bei 20 kmh.
    Es hat jeder Selbstverantwortung, ob er sich hinlegt oder nicht.

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