E-Scooter gesucht? Wichtige Tipps vor dem Kauf

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E-Scooter sind eine attraktive Ergänzung zum ÖPNV und haben in der Coronazeit stark an Beliebtheit gewonnen. Sie sind kleiner und leichter als ein Fahrrad und lassen sich zudem einfacher transportieren. Wir zeigen dir, worauf es beim E-Scooter Kauf ankommt.
Ein Mann fährt auf einem E-Scooter
E-Scooter gesucht? Diese Tipps solltest du vor dem Kauf beachtenBildquelle: Marcel Strauß/ Unsplash

Seit Sommer 2019 sind E-Scooter in Deutschland als legale Verkehrsmittel zugelassen. Beim Kauf kannst du zwischen bekannten Marken wie Ninebot, NIU, Xiaomi oder SoFlow wählen, oder zu einer der unzähligen anderen Hersteller greifen. Vor dem Kauf gibt es jedoch ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Ist der E-Scooter straßenzugelassen?

In jedem Land gelten andere Regeln für das Fahren mit einem E-Scooter. In Deutschland muss die Geschwindigkeit der Gefährte auf 20 km/h begrenzt sein und es müssen zwei Bremsen und eine Beleuchtung mit einer vorgeschriebenen Helligkeit vorhanden sein. Beim Fahren und Abstellen gelten für E-Scooter dieselben Regeln wie für Fahrräder.

Beim Kauf musst du unbedingt darauf achten, dass dein E-Scooter straßenzugelassen ist. Also dass alle Anforderungen an die Gesetzgebung erfüllt und ein entsprechendes Zertifikat vom Hersteller vorliegt. Ob ein Roller straßenzugelassen ist, wird von allen seriösen Anbietern und Verkäufern angegeben. Ist dein Roller nicht zugelassen, darf er nur auf Privatgelände verwendet werden.

Unerlässlich ist auch eine Haftpflichtversicherung mit einem Versicherungskennzeichen. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben, kann online bei allen gängigen Versicherungen abgeschlossen werden und kostet rund 20-30 Euro pro Jahr. Einige Händler wie MediaMarkt oder Saturn verkaufen die Versicherung gleich mit, sodass du direkt losfahren kannst. Auch bei vielen Versicherungsunternehmen können die Kennzeichen vor Ort bezahlt und gleich mitgenommen werden. Gegen Aufpreis ist auch eine Teilkaskoversicherung möglich, die Schäden am Roller mit abdeckt. Dies ist gerade bei teureren Scootern eine gute Option.

Wie möchtest du den E-Scooter verwenden?

Alle anderen Kriterien beim Kauf sind abhängig von der geplanten Verwendungsweise und deinen Vorlieben. So spielt Gewicht, Reichweite und Flexibilität eine wichtige Rolle beim Kauf.

Gewicht

Das Gewicht spielt insbesondere eine Rolle, wenn du den E-Scooter aufladen musst. Wohnst du in einer Wohnung ohne Fahrstuhl und musst den Roller zum Aufladen in die Wohnung oder ein Kellerabteil tragen, spielt das Gewicht eine große Rolle. Kann der E-Scooter in einer Garage parken und auch dort geladen werden, ist das Gewicht möglicherweise weniger relevant für dich. Bei manchen Modellen kann der Akku zum Laden auch entnommen werden. Sehr leichte Modelle wie der Street One von Maginon (gelegentlich für unter 200 Euro bei Aldi zu haben) wiegen gerade einmal 11 Kilogramm, andere Modelle können bis zu 30 Kilo schwer sein. Ein geringeres Gewicht bringen jedoch oftmals einen schlechteren Fahrkomfort und eine geringere Reichweite mit sich.

Reichweite

Die benötigte Reichweite hängt stark von deinen Anforderungen an den E-Scooter ab. Da die Reichweite stark von Wetterbedingungen und der Bodenbeschaffenheit abhängig ist, solltest du zur Sicherheit rund 30 Prozent von der Herstellerangabe abziehen. Zudem geben die meisten Hersteller die Reichweite auf geraden Straßen und mit einem Körpergewicht von 70-75 Kilo an. Bei einem höheren Gewicht reduziert sich die Reichweite entsprechend.

Planst du deinen Scooter nur für sehr kurze Strecken einzusetzen, um Zeit gegenüber dem Laufen zu sparen, kann ein günstiges Modell mit kleinem Akku und wenig Fahrkomfort angemessen sein. Die meisten dürften jedoch mit etwas mehr Akku besser aufgehoben sein.

20-25 Kilometer bei einem Gewicht von rund 14-15 Kilo ist ein guter Kompromiss aus Gewicht und Reichweite und für kürzere Strecken absolut ausreichend. Ein gut geeignetes Modell ist hier der Xiaomi Scooter 3. Wenn du sehr lange Strecken komfortabel mit dem Roller zurücklegen möchtest, lohnt sich ein teureres Modell mit 40-65 Kilometer Reichweite wie beispielsweise der Ninebot Max G30D, Xiaomi Scooter 4 Pro oder NIU KQi3

Komfort

Der Komfort beim Fahren eines E-Scooters hängt von drei Faktoren ab: Stabilität, Federung und den Reifen. Nur wenige sehr klobige E-Scooter verfügen über luftgefüllte Reifen wie ein Fahrrad. Stattdessen kommen größtenteils sogenannte Honeycomb-Reifen, also Vollgummireifen mit einem weichen Kern, zum Einsatz. Diese können keinen Platten bekommen und sind daher im Alltag deutlich praktischer. Mit einer guten Federung (insbesondere an dem Vorderreifen) kann dennoch ein guter Fahrkomfort erreicht werden.

Eine Schwachstelle bei vielen günstigen E-Scootern ist der Klapp-Mechanismus. Bei günstigen Modellen wackelt dieser ein wenig, was zu einem etwas unsicheren Gefühl beim Fahren führen kann. Wer seinen E-Scooter viel benutzen möchte, sollte hier ähnlich wie bei einem Fahrrad lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und nicht zum billigsten Angebot greifen. Oder man nimmt ein nicht-klappbares Modell.

Transport

Der Klapp-Mechanismus ist jedoch beim Transport eine große Erleichterung. Zusammengeklappt gelten E-Scooter bei der Deutschen Bahn und den meisten regionalen Verkehrsunternehmen als Gepäckstück. So kannst du deinen Roller kostenfrei in Bus und Bahn mitnehmen. Bei aufgeklappte E-Scootern, oder Modellen ohne Klapp-Mechanismus, musst du wie bei einem Fahrrad ein entsprechendes Ticket lösen.

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