Google Pixel 3 (XL) oder Pixel 3a (XL): Welches Smartphone kaufen?

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Google hat neue Smartphones vorgestellt und prescht mit dem Pixel 3a (XL) zum ersten Mal seit dem Nexus-Ende wieder in Preissphären der besseren Mittelklasse – sprich: unterhalb von 500 und 400 Euro – vor. Aber wann lohnt sich der Kauf und worin unterscheiden sich Pixel 3 und Pixel 3a?
Google Pixel 3 Schriftzug

Google geht wieder in die Mittelklasse. Nachdem die ersten beiden Pixel-Generationen ausschließlich teure Flaggschiff-Smartphones hervorgebracht hatten, gibt es nun – mit einem halben Jahr Wartezeit – günstige Schwestermodelle von Pixel 3 und Pixel 3 XL. Die Flaggschiffe aus dem Herbst sind in dieser Zeit aber auch deutlich günstiger geworden. Lohnt sich also eher die Investition in eines der brandneuen Pixel 3a oder Pixel 3a XL oder sind die Flaggschiffe für die aktuellen Straßenpreise das lohnendere Kaufziel?

Google Pixel 3 oder 3a: die Kaufberatung

Das Pixel 3a startet mit einem Preis von 399 Euro, das Pixel 3a XL kostet zum Start 479 Euro. Im Vergleich mit den Startpreisen von Pixel 3 und Pixel 3 XL sind die neuen Modelle geradezu lächerlich günstig und eben nicht so viel schlechter. Aber: Pixel 3 und 3 XL unterliegen einem stetigen Preisverfall. Erst kürzlich gab es das Google Pixel 3 für 499 Euro und damit für nicht viel mehr als das Pixel 3a XL.

Angebot schlägt Neuware

Tatsächlich sind dank der Preisstruktur entweder das neue Pixel 3a oder eben das ältere Pixel 3 zum Angebotspreis zu empfehlen. Das Pixel 3a XL liegt genau inmitten dieser Preisstaffelung und kann sich dadurch nicht wirklich behaupten.

Das Pixel 3 XL ist ohne Zweifel das ausgefeilteste aller vier Geräte. Allerdings auch das teuerste. Im Angebot – zuletzt für unter 600 Euro – ist aber auch das Modell einen Blick wert. Zudem ist es das einzige Pixel-Smartphone mit einer Notch. Ob das ein Vor- oder ein Nachteil ist, bleibt letzten Endes dem Kunden überlassen.

Display-Notch des Google Pixel 3 XL mit Lineal
Die Ein-Zentimeter-Notch des Pixel 3 XL

Wie schnell sinkt der Preis?

Am Beispiel des Google Pixel 3 XL zeigt sich eindrucksvoll, wie schnell und wie tief der Preis eines fast 1.000 Euro teuren Smartphones sinkt. Der bisherige Tiefstpreis wurde demnach im März erreicht und mit 579 Euro beziffert. Nur knapp mehr als die Hälfte des einstigen Startpreises.

Preisverlauf des Google Pixel 3 XL im Mai 2019
Schon im Dezember 2018 war das Pixel 3 XL um 200 Euro günstiger als beim Start. Im März war es bislang am günstigsten.

→ Preisvergleich Google Pixel 3
→ Preisvergleich Google Pixel 3 XL

Von einem derart raschen Preisverfall um fast 50 Prozent ist beim günstigen Pixel 3a nicht auszugehen. Allerdings dürfte der freie Handel das Smartphone recht schnell in Angebots-Aktionen unterbringen. Ein Preisschild um die 300 Euro zum Weihnachtsgeschäft ist nicht unwahrscheinlich.

Preisvergleich Google Pixel 3a
Preisvergleich Google Pixel 3a XL

Pixel-Smartphones mit Vertrag kaufen

Ursprünglich behielt sich Google vor, die Nexus- und Pixel-Smartphones teils exklusiv und nur über den eigenen Store zu verkaufen. Mittlerweile gibt es die Geräte nicht nur im Elektronikhandel – etwa bei Media Markt oder Saturn – sondern auch mit Vertrag zu kaufen. Jedoch sind die Möglichkeiten rar gesät.

Die Media Markt Tarifewelt hat derzeit alle Pixel-Smartphones der dritten Generation – auch das Pixel 3a (XL) – im Angebot. Im Vertrag kosten die Smartphones mindestens 1 Euro – je nach Tarif und Einmalzahlung gibt es die Geräte ab 20 Euro im Monat samt Vertrag zu kaufen.

Der Provider mobilcom-debitel listet die aktuellen Pixel-Smartphones auch in seinen Angeboten. Hier gibt es die Handys – Pixel 3 oder Pixel 3a sowie ihre XL-Versionen – ab 1 Euro zu kaufen. Die Tarife dahinter kosten aber mindestens 44,99 Euro pro Monat. Bei einer höheren Einmalzahlung sinkt auch die monatliche Grundgebühr.

Pixel 3 vs. Pixel 3a: Die Geräte im Vergleich

Ein prüfender Blick auf die technischen Daten zeigt: Google hat nicht zu viel versprochen. Die Daten der neuen Pixel-3a-Geräte lassen sich insofern sehen, als dass sie nur in einigen Punkten von den ausgewiesenen Pixel-3-Flaggschiffen abweichen. Insbesondere bei der Kamera kommt augenscheinlich identische Hardware zum Einsatz.

 Google Pixel 3 (XL)Google Pixel 3a (XL)
Material und FarbenGlasrückseite
Weiß, Schwarz, "Not Pink" (Effektfarbe)
Polycarbonat-Gehäuse
Weiß, Schwarz
Display5,5 Zoll FHD+ OLED
(6,3 Zoll QHD+ OLED)
5,6 Zoll FHD+ OLED
(6 Zoll, FHD+ OLED)
Speicher
(Arbeitsspeicher + interner Speicher)
4+64 GB, optional 128 GB
Unbegrenzter Cloud-Speicher für Fotos
4+64 GB
Unbegrenzter Cloud-Speicher für Fotos
ProzessorQualcomm Snapdragon 845
Pixel Visual Core
Titan M-Sicherheitsmodul
Qualcomm Snapdragon 670
Titan M-Sicherheitsmodul
Kamera12,2 Megapixel, f/1.812,2 Megapixel, f/1.8
Frontkamera8+8 Megapixel, f/2.28 Megapixel, f/2.0
BetriebssystemAndroid 9 PieAndroid 9 Pie
Akku2.915 mAh
(3.430 mAh)
3.000 mAh
(3.700 mAh)
Drahtlos-Laden (Qi)JaNein
FunktionenActive Edge (Seiten-Drucksensor)Active Edge (Seiten-Drucksensor)
WasserdichtJa, IPX8Nein
AnschlüsseUSB-CUSB-C
3,5-mm-Klinkenstecker
Einführungspreis849 Euro
(949 Euro)
399 Euro
(479 Euro)

Die neuen Geräte bieten also fast alles, was auch die Flaggschiffe aus dem vergangenen Herbst bieten. Der Prozessor mag etwas schwächer sein. Bei den Parametern zu Speicher und Kamera sind die Smartphones aber auf Augenhöhe. Die Spreu vom Weizen trennt sich dann bei den Details – die können aber wichtig sein.

Wer sein Handy drahtlos aufladen will, kommt um den Kauf eines Pixel 3 beziehungsweise Pixel 3 XL nicht herum. Gleiches gilt für den Prozessor: Der Snapdragon 845 im Pixel 3 (XL) ist dem Snapdragon 670 im 3a technisch gesehen überlegen. Wer also die beste Performance sucht, greift zum Flaggschiff. Großes Aber: Für die allermeisten Anwendungen auf dem Smartphone reicht der Snapdragon 670 aus.

Daneben haben die neuen und nominell schwächeren Smartphones aber auch Vorteile: Der Akku ist jeweils ein wenig größer, bei den 3a-Geräten ist sogar noch ein klassischer Klinkenstecker als Audio-Eingang mit dabei.

Die Kameras – wirklich identisch?

Bereits beim Pixel 3 (XL) konnte Google mit einer hervorragenden Kamera glänzen. Diese wurde durch den per Software-Update nachgerüsteten Nachtmodus „Night Sight“ nochmals verbessert. All diese Funktionen, von der Hardware des Sensors über die Blende bis hin zur Software sind auch beim Pixel 3a (XL) anzutreffen.

Kleines, aber feines Detail: Auf den Bildprozessor Pixel Visual Core verzichtet Google beim Pixel 3a. Was das heißt? Im Pixel 3 wird dieser Prozessorabschnitt für die schnellere HDR-Berechnung und auch für den Nachtsicht-Modus verwendet. Dennoch ist der Modus „Night Sight“ auch im Pixel 3a mit von der Partie. Laut Google sind die steuernden Komponenten hier auf die anderen Prozessor-Bestandteile aufgeteilt.

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