Dein WLAN hat zwei Passwörter: Eines solltest du sofort ändern

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Zwei Passwörter, ein Gerät. Aber die meisten kennen nur eines. Das WLAN-Passwort bringt dich ins Funknetz. Das Router-Passwort öffnet die Schaltzentrale. Beide haben nichts miteinander zu tun. Und ausgerechnet das wichtigere lautet bei manchen Geräten immer noch „admin“.
Ein WLAN-Router mit WLAN-Symbol, im Hintergrund ein verzweifelnd wirkender Mann
WLAN-Router: Achte auf deine PasswörterBildquelle: Shutterstock / Kamil Urban

Wenn jemand dein WLAN-Passwort hat, surft er über deine Leitung mit. Ärgerlich. Mehr aber in der Regel nicht. Wer aber dein Router-Passwort hat, übernimmt das Gerät: DNS-Server umbiegen, Portfreigaben einrichten, Datenverkehr mitlesen, Firmware manipulieren. Das BSI weist darauf hin, dass das WLAN-Passwort nicht identisch mit dem Router-Passwort ist. Das WLAN-Passwort diene allein dem drahtlosen Zugang ins lokale Funknetz.

Router-Passwort 1234: Schlimmer geht immer

Das Funknetz ist meist der harmlosere Teil. Ab Werk vergeben die Hersteller in der Regel einen zufälligen WLAN-Schlüssel mit 20 Zeichen, der genauso bleiben kann. Theoretisch zumindest. Denn auch hier schadet es sicherlich nicht, das Passwort zu ändern. Immerhin hast du aber schon ab Werk ein individuelles Passwort.

Beim Zugang zur Konfigurationsoberfläche sieht es anders aus. Zwar liefern einige Hersteller inzwischen individuelle Gerätepasswörter aus. Laut BSI gibt es aber weiterhin Router mit Standard-Zugangsdaten wie „admin“ oder „1234“. Das BSI empfiehlt für die Oberfläche mindestens acht Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Fürs WLAN mindestens 20 zusammenhanglose Zeichen.

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Richtig brenzlig wird ein schwaches Gerätepasswort erst in Kombination mit einer zweiten Einstellung. Ist die Oberfläche deines Routers auch aus dem Internet erreichbar, reicht ein Skript, das reihenweise IP-Adressen durchprobiert. Was dann passieren kann, hat das BSI nicht erfunden, sondern im Frühjahr mitsamt Geheimdiensten dokumentiert: manipulierte DNS-Einträge, umgeleiteter Datenverkehr. Deshalb rät die Behörde, den Fernzugriff auf den Router abzuschalten, wenn du ihn nicht brauchst.

So kommst du ran

Bei der Fritzbox rufst du fritz.box auf und gehst auf System, FRITZ!Box-Benutzer, FRITZ!Box-Kennwort. Beim Telekom Speedport Smart 4 tippst du speedport.ip ein und findest den Punkt unter System, Gerätepasswort ändern. Bei der Vodafone-Station erreichst du die Oberfläche über die IP-Adresse auf dem Geräteaufkleber. Dort steht auch das Kennwort ab Werk.

Wenn du schon drin bist: WPA3

Ein Klick weiter liegt die Verschlüsselung. Das BSI rät zu WPA3, mindestens aber WPA2. Bei der Fritzbox steht das unter WLAN, Sicherheit; beim Speedport unter Netzwerk, WLAN-Einstellungen, Name und Verschlüsselung. Ältere Geräte kommen mit reinem WPA3 manchmal nicht klar. Dann nimmst du den Mischbetrieb aus WPA2 und WPA3.

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