Die digitale Stille ist ohrenbetäubend. Eben noch hast du mit dem Bot über Code-Optimierung philosophiert oder dir eine E-Mail vorformulieren lassen, jetzt grüßt dich der „Bad Gateway“. Es liegt nicht an deinem Router, nicht an deinem Browser-Cache und auch nicht an deiner VPN-Verbindung. Die Meldungen häufen sich im Sekundentakt: ChatGPT ist aktuell global nicht erreichbar. Wir stecken mitten in einem Ausfall, der dich und Millionen andere Nutzer in die Zwangspause schickt. Hier erfährst du, was gerade los ist und warum dein Bildschirm leer bleibt.
502 Bad Gateway und der ewige Ladebalken
Du klickst auf „Regenerate Response“, aber der Cursor blinkt nur müde vor sich hin. Oder schlimmer: Du kommst gar nicht erst am Login-Screen vorbei, der sich in einer Endlosschleife dreht. Die Symptome sind eindeutig. Die API spuckt 500er-Statuscodes aus, als gäbe es kein Morgen, und Integrationen in Drittanbieter-Tools verweigern kollektiv den Dienst. Der Verlauf deiner letzten Chats und Projekte auf der Webseite ist verschwunden oder lädt sich zu Tode.
Ein Blick auf die Störungskarten bestätigt den Verdacht: Die Kurve der Fehlermeldungen schießt senkrecht nach oben wie ein missglückter Krypto-Chart. Egal ob du für Plus bezahlst oder die Free-Tier nutzt, die Schotten sind dicht. Die Infrastruktur scheint unter der Last oder einem internen Fehler zusammengebrochen zu sein. OpenAI hat das Problem mittlerweile auf dem Schirm, doch die „Elevated Error Rates“ auf der Statusseite verheißen vorerst nichts Gutes. Wie lange sie anhalten werden? Dazu gibt es bisher keine klare Einschätzung.
Ursachenforschung im Maschinenraum
Was genau in den Serverräumen vor sich geht, bleibt vorerst das Geheimnis der Systemadministratoren, die gerade vermutlich ziemlich schwitzen. Oft sind es fehlgeschlagene Deployments neuer Modell-Versionen oder ein Schluckauf in den Datenbank-Clustern, die das Kartenhaus zum Wackeln bringen. Vielleicht ist auch nur ein Load Balancer über seine eigenen Füße gestolpert und leitet deine Anfragen ins Nirwana statt an die GPU-Cluster weiter. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ein offizielles Statement von OpenAI, Stand 03. Februar 2026 gegen 22 Uhr, steht bisher aus.
Für dich heißt es jetzt erst einmal: Finger weg von der F5-Taste. Ständiges Neuladen hämmert nur weiter auf die bereits am Boden liegende Infrastruktur ein und beschleunigt die Lösung keinesfalls. Solche „Major Outages“ dauern erfahrungsgemäß zwischen einer und drei Stunden, bis zumindest der Basis-Betrieb wieder stotternd anläuft. Solange die Ursache dafür nicht offiziell bekannt gegeben wurde, ist jedoch alles möglich.
Wann geht es weiter?
Bis die Lichter wieder angehen, bleibt dir nur der Rückgriff auf lokale LLM-Instanzen – falls du vorgesorgt hast oder das gute alte eigene Gehirnschmalz. Sobald die Ampel auf der offiziellen Statusseite wieder auf Grün springt, werden sich die aufgestauten Anfragen durch die Leitungen drängen. Rechne also auch nach dem ersten „Fix“ noch mit hoher Latenz und zähen Antworten. Wir behalten die Logs im Auge.
Update 03. Februar 23:32 Uhr: Mittlerweile ist der Chatbot ChatGPT inklusive Webseite und Zugriff auf Projekte sowie bisherige Chats wieder verfügbar. Weiterhin treten jedoch Probleme mit dem API-Service von OpenAI auf. Diese dauern bereits seit über eine Stunde an, ein Update zur Ursache oder voraussichtlicher Dauer liegt zurzeit noch nicht vor.
Update 4. Februar 01:23: Mittlerweile ist auch die API-Anbindung von OpenAI ohne weitere Einschränkungen wiederhergestellt worden. Die Ursache des Problems wurde bisher nicht benannt. Es ist daher nicht möglich abzuschätzen, ob es sich um ein isoliertes und behobenes Problem handelt oder mit weiteren Ausfällen gerechnet werden muss.
