Bittere Nachricht: Elektroauto zu Hause laden wird wieder teurer

3 Minuten
Keine guten Nachrichten schwappen aus Frankfurt/Main durch die Republik. Denn die KfW Bank hat angekündigt, dass es ab sofort keine Förderung mehr gibt, wenn man sich eine Wallbox für das Elektroauto zulegt.
Wallbox von Audi in einer Garage.
Ab sofort gibt es (erst einmal) keine Förderung für Wallboxen mehr.Bildquelle: Audi AG

Immer mehr Menschen entscheiden sich unter anderem wegen steigender Rohölpreise für ein Elektroauto und den Kauf einer Wallbox. Allein im September 2021 wurden nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts 33.655 Elektroautos neu zugelassen. Das ist zwar nach wie vor nur ein kleiner Teil, wenn man berücksichtigt, dass insgesamt in Deutschland fast 200.000 Pkw-Neuzulassungen zu verzeichnen waren. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die E-Mobilität im Pkw-Segment immer stärker Fahrt aufnimmt.

Wallbox-Förderung der KfW ist ausgelaufen

Denn im Verlauf des Kalenderjahres 2021 wurde bereits fast 237.000 E-Autos in Deutschland eine Neuzulassung erteilt. Im gesamten Jahr 2020 waren es hingegen nur rund 194.000 E-Auto-Neuzulassungen. Getrieben wird der Absatz an elektrifizierten Fahrzeugen durch eine hohe staatliche Förderung. Nicht nur die Anschaffung eines E-Autos wird über einen Umweltbonus mit bis zu 9.000 Euro finanziell unterstützt. Auch der Kauf einer Wallbox für das Aufladen eines Elektroautos zu Hause. Zumindest bisher.

Denn jetzt zeigt sich, dass die bisher gewährte KfW-Förderung beim Kauf einer Wallbox nicht mehr erhältlich ist. Auf der entsprechenden Internetseite zur KfW-Förderung 440 heißt es wörtlich: „Bitte keine Anträge mehr stellen – die Fördermittel sind erschöpft.“ Bisher war es möglich, sich beim Kauf einer Wallbox für das Elektroauto finanziell unterstützen zu lassen. Pro Ladepunkt an einem privat genutzten Stellplatz war ein Zuschuss von 900 Euro vorgesehen. Allerdings nur unter einer Voraussetzung. Die Gesamtkosten für Wallbox und die damit verbundene Installation mussten eine Investition von 900 Euro überschreiten.

Der KfW-Zuschuss in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanziert. Und diese Förderung war überaus erfolgreich. So erfolgreich, dass die zur Verfügung stehenden Mittel jetzt vollends ausgeschöpft sind. Insgesamt standen 800 Millionen Euro zur Verfügung. Rein rechnerisch für die Förderung von 888.888 Wallboxen. Ob es in eine Verlängerung geht? Dazu gibt es aktuell keine Informationen.

Neue Bundesregierung muss über weitere Förderung entscheiden

Denn aus dem Verkehrsministerium ist zu vernehmen, dass über eine Verlängerung der KfW-Förderung für Wallboxen die neue Bundesregierung entscheiden muss. Sollten sich SPD, Grüne und FDP in ihren aktuell noch laufenden Koalitionsverhandlungen einigen, dürfte das Thema Wallbox-Förderung aber wohl recht schnell wieder zu einem Thema werden. Denn schon allein hinsichtlich des Klimaschutzes ist eine Stärkung der E-Mobilität unabdingbar. Und genau den hatten sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen ja groß auf die Fahnen geschrieben.

Bereits laufende Förderanträge will die KfW übrigens wie versprochen abarbeiten. Sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, erhalten Wallbox-Käufer in den kommenden Tagen eine Antragsbestätigung. Damit ist der Zuschuss für eine bereits gekaufte Wallbox gesichert.

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18 KOMMENTARE

  1. Alfred Becker

    Super! Unsere Regierung besteht aus Menschen die ihre hoch dotierten Posten einfach nur absitzen. Hier müsste das Volk mal nach Berlin fahren und denen die Stühle heiß machen damit die ihre Hintern bewegen und endlich mal was fürs Volk machen

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  2. Wolfgang Steffen

    Genau so ist es! Nur leider ist die Schmerzgrenze hierfür noch lange nicht erreicht. Die Franzosen sind in diesen Dingen konsequenter. Die machen ihren Politikern die Hölle wirklich heiß.

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  3. Nils Groß

    Wovon reden Sie beiden denn bitte genau. Das hat ja null Themenbezug. Sind Sie echte Menschen die kommentieren oder einer dieser Bots die nur schlechte Stimmung machen?

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  4. Gustav Gnödkens

    Die Meldung ist wieder falsch übertitelt. Nicht das LADEN wird teurer, sondern die Installation einer Wallbox (die man im übrigen nicht zwingend braucht – es gibt ausreichend gute – auch dreiphasige – „mobile“ Ladeboxen für ’n Apple und kein I). An den LADEKOSTEN ändert das gar nichts – und dass Förderungen auslaufen (die, wie diese hier, sogar schon einmal verlängert wurden), ist nicht verwunderlich. Es sind ja neue/weitere Förderungen geplant (warum liest man DAVON nichts in der Meldung???).
    Wieder eine „News-Seite“, die auf meine Sperrliste beim News-Aggregator kommt. Ausdünnen spart Zeit 🙂

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    • Und was bedarf es für das Laden? Einer Wallbox, genau. Und ohne Förderung kostet sie mehr, also (indirekt) auch das Laden.

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      • Ron Revog

        Nein, es bedarf nicht zwingend einer Wallbox um sein Auto zu Hause zu laden und für diejenigen die schon eine Wallbox besitzen wird es auch nicht teurer.
        Typische clickbait Schlagzeile. Ironie: Mit Schlagzeile „Wallbox Förderung abgelaufen“ wäre wahrscheinlich sogar mehr zu holen gewesen.

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      • Kizna von Löwe

        Ne normale Schuko Steckdose reicht zum Laden. Und ist sogar mehr als ausreichend für fast alle Szenarien. Die einzigen die an der Schuko über Nacht nicht voll laden sind Leute die Langstrecke fahren, weil die in der Regel dann doch etwas mehr Strom verbraucht haben.

        Aber der typische Pendlerwege von bis zu 60 km ist kein Problem.

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        • John Doe

          Doch, eine Wallbox ist eine feine Sache. Als unserAuto neu war, habe ich zwei Mal an der Steckdose geladen und habe danach ganz schnell eine Wallbox bestellt. (übrigens noch ohne Förderung) Nicht wegen der Ladezeit, sondern weil am Auto nur noch 210V angezeigt wurden. Das war mir dann doch zu heiss. (20V * 13A = 260W im Kabel !)

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  5. Tobias Herfurth

    Hayo,
    „Wieder teurer“ kann es nur werden wenn es mal billiger war. Also wenn man mal billiger geladen hätte dann hat man ja schon die Infrastruktur gehabt.

    Wer aber schon lädt der hat sie ja schon.

    Es wird genaugenommen nichtinmal der Ausbau teurer da die Kosten gleichgroß bleiben.
    Es ist hier ja nur jemqnd anderes der es zahlt. Da die Förderung ohnehin erfordert hat dass ein ladepunkt mindestens 900 euro kosten muss um förderfähig zu sein so denke ich wird es nun wieder zu normalen kosten weitergehen wo leute sich für möglichst günstig einen Ladepubkt kaufen. Und dann sinken die tatsächlichen Kosten der Ladeinfrastruktur.
    Eine passendere Überschrift hätte lauten Können „Das erstellen neuer Ladepunkte wird für Endkunden teurer“

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  6. Hagen

    Die ersten beiden Kommentare sind ja wohl voll daneben. Nebenbei glaube ich nicht, dass es das ziel sein sollte, Straßenkriege wie die Franzosen anzufangen, nur um die Verhandlungen zu Gehältern und Arbeitsbedingungen zu untermauern.
    Und ja, diese reißerische Titel nerven echt. Aber wo kommt das wohl her. Wenn man sachlicher titelt. Und nicht so reisserisch dann liest es keiner. Ergo fehlen Werbeneinnahmen.
    Also sind wir alle bisschen selbst schuld das wir uns grade von diesen Titeln so leiten lassen.

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  7. Dirk Nölle

    Ihr schreibt auch einen Müll. Gleigeschaltet mit den anderen Medien. Für den Klinaschutz ist E-Mobilität unabdingbar. Das Co2 das bei der Herstellung einer Batterie verbraucht wird, kann ich einen Diesel schon mal 160.000 km fahren. Was ein Blödsinn den ihr schreibt.

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  8. Richard Roth

    Mann sollte halt schon genau lesen bevor man einen Kommentar abgibt. Außerdem kann man an einer ganz normalen Steckdose laden. Dauert halt lange aber es geht.

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  9. Schwarzes Tigerle

    Ich kann mir ein E-Fahrzeug leisten, und dann kommt es auf die 900€ an die ich für die Ladebox bekomme…

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  10. Walter Unger

    Ich rate von der Installation einer wallbox im Privathaushalt ab. England machts vor, bei Stromknappheit wird von staaatswegen die ladezeit eingeschränkt, als nächstes wird der Staat die Autobatterien als öffentlichen Stromspeicher nutzen und die eigene Batterie wieder entladen. Dann lieber über eine Starkstromsteckdose mit max 11 kW über Nacht laden

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    • John Doe

      Falsch. Nur geförderte Wallboxen unterliegen dem öffentlichen Lastmanagement. Wer auf die 900€ verzichtet, hat keinerlei Einschränkungen bei Lastabwurf und Stromtarifwahl, aber alle Vorteile einer Wallbox (Sicherheit, Bequemlichkeit, ggf. Steuerbarkeit und Stromzähler)

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  11. Peter Kornstaedt

    …Aus reisserischen Überschriften werden reisserische Kommentare, dann, wenn genug Kommentare da sind, eine verbindliche Meinung und ihr alle wundert Euch, wenn es nicht voran geht in Deutschland. Ich möchte mittlerweile in Deutschland nichts mehr investieren. Alles wird kaputt diskutiert –
    nur noch ein Volk von Bedenkenträgern, Skeptiker und fake-news-gläubigen…

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  12. Florian

    Es wurden 200.000 E Autos zugelassen und fast 900.000 Boxen vergeben?

    Es war nie notwendig die olle box zu fördern! Die übertrieben Preise für die lächerliche Technik in einer Wallbox müssen sinkend aber das werden sie nicht solange der Staat den Quatsch noch fördert.
    Eine Wallbox sollte nicht mehr als 100 Euro kostet, vom Wert der technischen Teile darin!

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  13. Mac

    Man braucht keine Wallbox zuhause. Wer täglich lädt braucht kaum mehr als 5-10kWh pro Tag nachladen. Bei 3kW 1phasig ist der Akku in weniger als 4h wieder voll. Selbst übernacht mit 8h würde das Auto 21kWh tanken.
    Es wird lediglich ein 230V Anschluss mit 20A Sicherung und 3x 2.5m² Kabel als Zuleitung benötigt.

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