Apple Watch könnte Gesundheits-Feature verlieren: Das musst du jetzt wissen

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Die Apple Watch könnte in naher Zukunft einen ihrer Sensoren verlieren. Aufgrund eines Rechtsstreits muss Apple jetzt umdenken und die dafür benötigte Technik anpassen. Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gesprochen.
Apple Watch Ultra
Apple Watch UltraBildquelle: Nat Weerawong / Unsplash

Seit einigen Monaten streitet sich Apple mit dem ebenfalls amerikanischen Unternehmen Masimo. Letzteres entwickelt und verkauft seinerseits medizinisches Equipment. Im Patentstreit geht es um die Funktion zum Messen des Blutsauerstoffs. Ende Dezember kündigte Apple an, dass man die eigene Watch in den USA aus dem Angebot nehmen werde. Dies war auch für kurze Zeit der Fall, allerdings durfte man nur wenig später den Verkauf bis auf Weiteres wieder aufnehmen. Dieser Fall geht nun in die nächste Runde, indem sich der iPhone-Hersteller darauf vorbereitet, die Smartwatch mit angepasster Technik zu verkaufen.

Apple Watch: Blutsauerstoffmessung vor dem Aus

Update 18. Januar 2024:
Der U.S. Court of Appeals for the Federal Circuit hat entschieden, dass der Verkauf der altbekannten Smartwatch-Modelle mit aktivem Sensor für die Blutsauerstoffmessung nicht länger erlaubt ist. Das Unternehmen wird daher eine angepasste Apple Watch in den USA verkaufen, bei der der Sensor softwareseitig deaktiviert ist. Diese haben eine geänderte Teilenummer, die in „LW/A“ endet.

Wie unter anderem Bloomberg berichtet, plant Apple die Blutsauerstoffmessung aus der Apple Watch Series 9 und Ultra 2 zu entfernen. Damit will man ein abermaliges Verkaufsverbot der jüngsten Smartwatch-Modelle umgehen. Die US-Zollbehörde hatte angekündigt, dass diese Anpassungen genügen, um einen regulären Verkauf zu erlauben.

Entsprechend modifizierte Varianten der Apple Watch sind laut der Nachrichtenagentur bereits auf dem Weg zu den Stores in den USA. Die Mitarbeiter der Läden wurden jedoch angewiesen, diese Lieferungen nicht zu öffnen oder zu verkaufen. Sie müssen auf grünes Licht aus der Chefetage warten.

Bloomberg-Reporter Mark Gurman schreibt auf X (ehemals Twitter) weiter, dass das Entfernen der Technik in neu verkauften Modellen der Apple Watch nur ein Plan B ist. Man erhofft sich bei Apple stattdessen, dass eine eingelegte Berufung Erfolg hat und man die derzeit erhältlichen Modelle für bis zu ein Jahr weiterhin verkaufen darf. Eine Entscheidung dazu könnte bereits in sehr naher Zukunft fallen.

Apple hat also derzeit zwei Eisen im Feuer. Entweder man darf die altbekannten Modelle mit der Messung des Blutsauerstoffs für einen längeren Zeitraum weiterhin verkaufen. Das gibt dem Unternehmen Zeit, um die Soft- und möglicherweise Hardware der Smartwatch anzupassen, zum Beispiel für die nächste Generation. Sollte die Berufung keinen Erfolg haben, kann man jedoch auch die neuen Modelle der Apple Watch verkaufen, bei denen diese Funktion fehlt.

Gurman geht außerdem davon aus, dass derzeitige Besitzer einer Apple Watch mit aktivem Sensor zur Pulsoximetrie das Feature dauerhaft nutzen können. Des Weiteren ist auch der Verkauf außerhalb der USA derzeit nicht in Gefahr. Deutsche Nutzer sind also bis auf Weiteres nicht betroffen.

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