1&1 erweitert sein Netz: Anschlüsse ab April verfügbar

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1&1 wird sein Netz vergrößern. Schon ab April wird man zwei Millionen Haushalte mit Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s versorgen können, teilte der Anbieter jetzt mit. Wir zeigen dir, wo es die neuen Anschlüsse geben wird.
Das 1&1 Logo
Das 1&1 LogoBildquelle: David Gillengerten / inside digital

Schon länger ist die 1&1-Muttergesellschaft United Internet am Kabelnetzbetreiber Tele Columbus beteiligt. Jetzt wird aus der strategischen Beteiligung ein praktischer Nutzen – auch für dich als Kunde. Denn die beiden Firmen haben sich auf eine sogenannte Wholesale-Rahmenvereinbarung verständigt. Das bedeutet: 1&1 wird im großen Stil Leitungen beim Kabelnetzbetreiber Tele Columbus einkaufen und sie an dich als 1&1-Anschluss weiterverkaufen. Dadurch ist 1&1 in der Lage, mehr schnelle Internetanschlüsse anzubieten als bisher und du hast eine größere Anbieterauswahl. Bisher war das Netz von Tele Columbus nur unter der Marke Pyur verfügbar. Seit einiger Zeit vermarktet aber auch schon O2 die Leitungen zu eigenen Konditionen.

Mehr Gigabit-Reichweite für 1&1

Damit das funktioniert, hat 1&1 schon erste Schritte eingeleitet. So will man das eigene Glasfaser-Netz, das unter dem Namen 1&1 Versatel bekannt ist, mit den regionalen Stadtnetzen der Tele Columbus AG verbinden. Dieses Glasfasernetz steht vor allem Geschäftskunden für direkte Anschlüsse zur Verfügung, wird aber auch beim Aufbau des eigenen Handynetzes von 1&1 eine Rolle spielen. Anschließend kann 1&1 ab April 2023 schnelle Internetanschlüsse auch in allen Haushalten anbieten, die über einen internetfähigen Kabel- oder Glasfaseranschluss von Tele Columbus verfügen. Das Internetsignal von 1&1 werde an zahlreichen Netzpunkten von Tele Columbus eingespeist und unmittelbar in die Haushalte geleitet. Du nutzt also einen anderen Backbone als bei Pyur.

Für 1&1 bedeutet der Schritt, dass man die eigenen Festnetzprodukte mit Spitzenbandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s in mehr als zwei Millionen Haushalten anbieten kann. Vorteil für Tele Columbus: Das eigene Netz, das 2,3 Millionen Haushalte erreicht,wird besser ausgelastet. Das bedeutet auch, dass sich der weitere Ausbau des Netzes schneller  rechnen kann.

Der Anbieter hatte spät mit dem Ausbau von DOCSIS 3.1 angefangen. Dieser Standard erlaubt im Kabelnetz Gigabit-Datenraten. Zuletzt hat man den Ausbau aber forciert. Tele Columbus ist zudem Partner von vielen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft. Hier versucht Tele Columbus zunehmend, Wohnungen auch per direkter Glasfaserleitung – also FTTH – zu erschließen. Vorteil von direkten Glasfaser-Anschlüssen: Eine Überlastung wie beim Kabel ist nahezu ausgeschlossen.

Der Start des eigenen Handynetzes von 1&1 wird indes wohl noch auf sich warten lassen. Zuletzt wurde bekannt, dass die geplanten 1.000 Standorte bis Ende des Jahres nicht erreicht werden können.

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1 KOMMENTAR

  1. Lucky

    Wo habt ihr denn gezeigt wo man die Anschlüsse erhält? Nirgends…

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