Test des Telekom G2 Touch

18 Minuten

T-Mobile G2 Touch

Nach dem G1 bringt T-Mobile als zweites Handy mit Andoid-Betriebssystem das G2 Touch auf den Markt. Eigentlich ein HTC Hero, verfügt das G2 Touch im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht über eine QWERTZ-Tastatur. Dafür wurde an Maßen und Gewicht eingespart und das Smartphone kommt mit einem optisch auffälligen Knick unter dem Display daher. Ultraschnelles Sufen im Internet verspricht T-Mobile seinen G2 Touch-Käufern dank 3G/UMTS und WLAN. Eine 5-Megapixelkamera soll unterwegs für scharfe Bilder sorgen. Wie sich das G2 Touch im Praxistest bewährt, erfahren Sie auf inside-digital.de.

Dass es sich beim G2 Touch um ein Gerät von T-Mobile handelt, wird schon beim ersten Blick auf die optisch eher nüchtern gehaltene Verpackung klar. T-Mobile-typisches Pink und Weiß zieren die stabile Einfassung des Zubehörkartons. Unter der Halterung befindet sich das umfangreiche Zubehör: Ein Netzteil, ein 1350 mAh-Akku, ein Stereo-Headset mit 3,5 mm Klinkenstecker inklusive Ersatzstöpseln und Klemme, ein USB-Datenkabel, ein Faltblatt mit Kurzanleitung und eine 2GB MicroSD-Speicherkarte, auf der Installations-Software für HTC Sync und Quickoffice vorhanden ist.

T-Mobile G2 Touch
T-Mobile G2 Touch

Eine kleine Aussparung an der Oberkante des G2 Touch dient der Entfernung des Akkudeckels. Hakt man hier mit dem Daumennagel ein, kann der Deckel mit kräftigem Zug aus seiner Verankerung geholt werden. Darunter kommt der große Akku zum Vorschein, unter dem sich der Simkartensteckplatz befindet. Die Simkarte schiebt man in eine hochklappbare Metallschiene. Nachdem Simkarte und Schiene wieder heruntergeklappt wurden, lassen sich diese in eine Halterung einrasten wodurch die Simkarte vor dem Verrutschen geschützt wird. Seitlich des Akkus liegt der Slot für die MicroSD-Speicherkarte. Der Akkudeckel, der zugleich die gesamte Handyrückseite darstellt, besteht zwar nur aus Plastik, macht aber dennoch einen hochwertigen und robusten Eindruck, welcher durch die leicht gummierte Oberfläche noch verstärkt wird. Diese weist allerdings schon nach kurzer Zeit der Benutzung leichte Kratzer und Fingertapsen auf.

T-Mobile G2 TouchEin solides Bild bietet auch die Front des Smartphones, welche in erster Linie durch das große anthrazitfarbene Display bestimmt wird. Mit seinen mattschwarzen Funktionstasten unter dem Display und einem milchigweißen Trackball mit Enter-Taste wirkt das Handy sehr schlicht, da auf jegliche Zierelemente verzichtet wurde. Einzig ein weißer T-Mobile-Schriftzug ziert die Frontseite. Mag der Gehäuseknick unter dem Display auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig erscheinen, entpuppt er sich spätestens bei der ersten Handhabung des Smartphones als sehr ergonomisch und bedienerfreundlich. Dank abgerundeter Kanten und einem angenehmen Gewicht von 135 Gramm liegt das 112 x 56.2 x 14,35 Millimeter große Smartphone gut in der Hand. Das G2 Touch weist sehr geringe Spaltmaße auf und ist insgesamt sehr sauber verarbeitet. Lediglich im unabgedeckten Steckplatz für Netzteil und USB-Datenkabel, auf der frei liegenden Kameralinse und in der Klinkenbuchse könnte sich auf Dauer Staub einlagern. Ansonsten wurden die Steckplätze passgenau zu den Anbauteilen gestaltet, auch hier sitzt alles bombenfest und ohne Wackler.

T-Mobile G2 TouchUnter dem Display befinden sich eine Anruf- eine Startseiten-, eine Menü- und eine Anruf beenden/Ein/Aus-Taste. Die schwarzen Tasten sind schmal gestaltet, liegen aber weit genug auseinander, um sie auch mit dickeren Fingern bedienen zu können. Eine schmale Wipptaste mit Such- und Zurück-Funktion findet man zudem neben dem mittig angesiedelten Trackball. Da alle Tasten leicht erhaben zum Untergrund sind, lassen sie sich recht gut erfühlen,. Die weißen Symbole auf den Tasten werden von unten beleuchtet, sobald auch die Displaybeleuchtung aktiviert ist, jedoch schaltet sich die Tastenbeleuchtung nach einigen Sekunden wieder ab, so dass es im Dunkeln Schwierigkeiten bereiten kann, auf Anhieb die richtige Taste zu treffen. Der milchigweiße Trackball ist sehr leichtgängig, dennoch kann man mit ihm sehr präzise durch die Menüs scrollen und einzelne Menüpunkte anwählen. Er ist nur dann beleuchtet, wenn er durch Blinken auf verpasste Ereignisse hinweist (siehe auch Display und Sensor). Auf der linken Seite des Smartphones befindet sich eine verhältnismäßig groß dimensionierte, Wipptaste zur Lautstärkeregulierung. Diese Taste kann, aufgrund ihrer Größe, beim Halten des Handys im Querformat, z.B. im Kameramodus oder beim Surfen im Internet, schnell einmal versehentlich durch den Daumen aktiviert werden – das nervt und hätte sicherlich besser gelöst werden können. Die virtuelle Telefontastatur, die bei längerem Druck auf die Anruf-Taste eingeblendet wird, ist angenehm groß gestaltet. Eine Sprachwahlfunktion oder die Möglichkeit, Menüpunkte über Sprachsteuerung aufzurufen, findet man auf dem G2 Touch leider nicht.

T-Mobile G2 Touch

Die Sprachqualität des T-Mobile G2 Touch ist von Festnetzseite aus gesehen gut. Der Gesprächspartner im Festnetz ist auch klar zu verstehen, allerdings begleitet von einem leichten Hintergrundrauschen. Die Gesprächslautstärke ist laut genug, um ein Gespräch in normaler bis mittellauter Umgebung zu führen, da man die Lautstärke über die seitliche Wipptaste anpassen kann. Für Umgebungen mit sehr lauten Hintergrundgeräuschen, wie Bahnhof oder Flugplatz, wäre eine noch höhere Lautstärkeregelung wünschenswert gewesen. Gleiches gilt für die Freisprecheinrichtung. Diese ist laut genug, um in mäßig lauter Umgebung ein Gespräch zu führen, aber nicht unbedingt für den ausschließlichen Einsatz im Auto bei hohem Verkehrslärm ringsherum geeignet. Die Sprachqualität der Freisprecheinrichtung ist hinnehmbar, könnte aber besser sein. Der Gesprächspartner auf Handyseite klingt gedrückt, der Sprecher auf der Festnetzseite etwas blechern. Der Empfang war in D-Netzen sehr gut, in E+-Netzen immer noch gut, zu Gesprächsabbrüchen oder Tonaussetzern kam es im Test nicht.

Der Hersteller gibt für das T-Mobile G2 Touch einen SAR-Wert von 1,21 W/kg an.

T-Mobile G2 TouchDas 3,2 Zoll große TFT-Touchdisplay kann bis zu 65.000 Farben in einer Auflösung von 320×480 Pixel wiedergeben. Die Darstellung erstaunlich brillant. Pixel lassen sich nur bei ganz genauem Hinsehen erkennen. Lediglich bei der Darstellung sehr kleiner Bildschirmelemente, wie zum Beispiel im Internetbrowser, bemerkt man die niedriger ausgelegte Auflösung. Wie fast immer bei glänzenden Displays ist wird die Ablesbarkeit auch beim G2 Touch durch direkte Sonneneinstrahlung fast unmöglich. Glühlampenlicht steckt es jedoch, dank variabler Displaybeleuchtung, gut weg. Wahlweise dient ein Sensor zur automatischen Helligkeitsanpassung der Displaydarstellung, wenn man es etwas heller oder dunkler mag, kann die Beleuchtung jedoch auch manuell eingestellt werden. Zwischen 15 Sekunden und ständiger Beleuchtung lässt sich in sechs Stufen die Zeitspanne einstellen, bis sich das Display ausschaltet. Sehr praktisch ist, dass sich eingehende Anrufe, entgangene Anrufe, SMS/MMS, E-Mails, Mobilboxnachrichten und Erinnerungen durch rhythmisches Blinken des weißen Trackballs, auch bei ausgeschaltetem Display, signalisieren lassen.

Da es sich beim TFT-LCD-Monitor des Smartphones um ein kapazitives Display handelt, kann dieses ausschließlich mit den Fingern und nicht mit dem Stylus bedient werden. Auf Berührung reagiert es sehr schnell und präzise. Die Anwahl von Menüpunkten auf dem Display durch Fingerberührung quittiert das Handy auf Wunsch mit einem leisen Klickton, im Nachrichtenprogramm auch durch Vibration. Dank Multitouchkönnen Bildschirminhalte mit zwei Fingern größer oder kleiner gezoomt werden. Alternativ funktioniert das Zoomen durch zweifaches Klopfen auf das Display. Ein Lagesensor bringt die Displayansicht beim Drehen des Handys, zum Beispiel zum Verfassen von Nachrichten oder Surfen mit dem Handybrowser, vom Hoch ins Querformat. Für eine genaue Einstellung und damit der Sensor nicht schon bei leichten Kippbewegungen „überreagiert“, gibt es eine G-Sensor-Kalibrierung. Dank dieser arbeitet der Sensor sehr genau, allerdings braucht das Display etwa 2 Sekunden für eine Änderung der Darstellung vom Hoch- ins Querformat.

Das T-Mobile G2 Touch verfügt über eine 5.0 Megalpixel-Kamera, mit 2.8 Blende und Autofokus. Als Sucher dient das Display. Der Trackball fungiert als Auslöser, gezoomt wird über einen virtuellen Balken auf dem Display. Ein Blitzlicht wurde der Kamera nicht spendiert, dafür gibt es die Einstellungsmöglichkeiten:

  • Auflösung (5M, 3M oder 1M)T-Mobile G2 Touch
  • Weißabgleich
  • Helligkeit
  • Selbstauslöser
  • Qualität
  • Zeitstempel
  • Breitbild
  • Fotos mit Geotag versehen
  • Auslöserton
  • Bildeigenschaften (Kontrast, Sättigung, Schärfe)
  • Effekt
  • Messmodus
  • Flimmer-Anpassung
  • Gitter

Trotz 5-Megapixel sind die Kameraaufnahmen des G2 nur mittelmäßig. Bei optimalen Lichtverhältnissen aufgenommene Fotos wirken durch die Bank weg, besonders zu den Rändern hin, leicht unscharf und blass. Durch den fehlenden Blitz sind bei Dämmerlicht oder in Dunkelheit aufgenommene Fotos gänzlich unbrauchbar, daran ändert leider auch eine höchste Helligkeitseinstellung nichts. Folglich sind die Aufnahmen eher dem Spaßfaktor zuzuordnen und qualitativ nicht mit denen einer guten Digitalkamera zu vergleichen. Der Videomodus kann entweder durch ein „Camcorder“-Icon oder einen virtuellen Schieberegler im Kameramodus aktiviert werden. Für Videoaufnahmen gibt es die Einstellungsmöglichkeiten:

  • Auflösung (176×144 bis maximal 352×288)
  • Weißabgleich
  • Helligkeitsanpassung
  • Codierungstyp (MPEG4 oder H263)
  • Aufnahmelänge
  • Mit Audio aufnehmen
  • Auslöserton
  • Bildeigenschaften (Kontrast, Sättigung, Schärfe)
  • Effekt
  • Messmodus
  • Flimmer-Anpassung

Auch die Videoaufnahmen hinken qualitativ weit hinter denen eines guten Camcorders hinterher. Selbst in höchster Auflösung aufgenommen wirken sie leicht pixelig. Kameraschwenks werden mit starken Lichtschwankungen und Rucklern quittiert.

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Auf dem T-Mobile G2 Touch arbeitet das farbenfrohe Android 1.5 Cupcake Betriebssystem. Wer sich mit Android-Handys auskennt, wird sich auch auf dem G2 Touch schnell zurechtfinden. Ein siebenseitiger Startbildschirm bietet mehr als reichlich Platz zum Ablegen der zahlreich vorhandenen und herunterladbaren Widgets und Anwendungen. Durch horizontales Streichen mit dem Finger über den Bildschirm kann man von einer Startbildschirmseite zur nächsten wechseln. Am oberen Bildschirmrand befindet sich ein Benachrichtigungsfeld, das durch längeres Drücken geöffnet werden kann und über Ereignisse, Datum, Uhrzeit und Akkuladestand Auskunft gibt. Der untere Bildschirmrand ähnelt optisch einem Cockpit und zeigt eine gewölbte Menüleiste mit virtueller Programm-Taste zum Öffnen der Programmliste, Telefon-Taste zum Öffnen des Telefon-Fensters und einer Funktionstaste, um dem Startbildschirm Verknüpfungen, Widgets und Ordner hinzuzufügen. In der rasterförmigen Programmliste befinden sich Icons für auf dem Handy installierten Anwendungen und Programme. Unter den Programm-Icons verbergen sich hauptsächlich Listenmenüs für Programm- oder Einstellungs-Unterpunkte. Um Widget-Layout und Hintergründe zu personalisieren lassen sich die Szenen HTC, Sozial, Arbeit, Spielen, Reisen oder leere Tafel einstellen.Diese bringen jeweils einen Satz Themenverwandter Widgets auf den Bildschirm. Außerdem können zahlreiche Bilder als Startseitenhintergrund oder Sperrbildhintergrund festgelegt werden. Das T-Mobile-Software-Branding beschränkt sich auf ein Logo, das kurz während des Handystarts angezeigt wird und ein web´n walk-Browser-Icon, das den Nutzer direkt auf die T-Mobile-Favoriten-Webseite bringt. Die übrige Menüansicht entspricht dem typischen HTC Sense, beziehungsweise Android-Standard.

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Da das G2 Touch nicht über eine echte QWERTZ-Tastatur verfügt, ist der Nutzer auf die virtuellen Tastaturfelder auf dem Display angewiesen. Zur Eingabe von Textnachrichten empfiehlt sich unbedingt die Displayansicht im Querformat, da die einzelnen Tasten des im Hochformat dargestellten QWERTZ-Tastaturfeldes sehr schmal und nah beieinander liegend sind, so dass sie sich selbst mit zierlichen Fingern schwer treffen lassen. Die Texteingabe auf der quer dargestellten virtuellen QWERTZ-Tastatur ist zwar nicht so komfortabel wie die auf einem realen Tastaturfeld, funktioniert aber dennoch recht gut. Lediglich mit dickeren Fingern muss man aufpassen, um sich nicht zu vertippen. Umlaute erreicht man auf der virtuellen Tastatur durch längeres Antippen eines Selbstlautes. Nummern stehen kleingedruckt mit auf den Buchstabentasten und sind über Anwahl der Hochstelltaste und längeres Halten der entsprechenden Nummerntaste oder Umschalten auf die Nummerntastatur durch eine Sondertaste anwählbar.

Zum Eintippen einer Nachricht empfiehlt es sich unbedingt, das G2 Touch im Querformat zu halten, da im Hochformat dank HTC Sense-Oberfläche zwar auch eine QWERTZ-Tastatur angezeigt, die virtuellen Tasten jedoch so klein dargestellt werden, dass diese schwer zu treffen sind. Im Querformat hat der Nutzer ein größeres Tastaturfeld zur Verfügung, das eine QWERTZ Tastatur mit ausschließlich Buchstaben anzeigt. Durch eine virtuelle Sondertaste kann zu zwei weiteren Tastaturfeldern mit Nummer- und Sonderzeichen gewechselt werden. Zur Erleichterung der Texteingabe kann man sich vorgeschlagene Wörter während des Tippens anzeigen lassen. Auch eine Rechtschreibkorrektur ist vorhanden. Einer Nachricht können Bilder, Videos, Audiodateien, Orte, Kontakte, Termine und aus dem Schreibprogramm heraus aufgenommene Foto-, Video-, Audiodateien oder Diashows angehängt werden. Je nach Anhang wandelt das Programm eine SMS automatisch in eine MMS um – zu große Dateien werden auf MMS-Größe komprimiert. Mailkonten können für mehrere Google-Mail-Adressen, Microsoft Exchange ActiveSync- oder POP3- und IMAP4- E-Mail-Konten anderer Maildienstanbieter eingerichtet werden. Für diese bietet das G2 Touch zur schnelleren Eingabe eine Liste der häufigsten Anbieter. Zum Einrichten gibt es einen Mail-Assistenten, mit dem die Konfiguration der Konten unkompliziert in zwei Schritten vonstatten geht. Alternativ können die Konten manuell eingerichtet werden. Google-Mails werden sofort und zeitgleich vom Handy abgerufen, während für E-Mail-Konten anderer Anbieter Abrufintervalle in mehreren Stufen zwischen 15 Minuten und einmal täglich eingestellt werden können.

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T-Mobile G2 TouchDie Connectivitymöglichkeiten des QuadBand GSM Smartphones sind zahlreich. Der Nutzer hat die Möglichkeit über schnelles UMTS oder WLAN im Internet zu surfen. Fehlt die Netzabdeckung oder ein HotSpot in der Nähe, stehen hierfür immer noch das langsamere EDGE oder GPRS zur Verfügung. Beim HSDPA ist man beim Download mit 7,2 MBit/s dabei. Das HSUPA bietet leider nur einen 2 MBit/s Upload, das geht heutzutage auch schon schneller. Danke Bluetooth in der Version 2.0 sollte eine schnelle Datenübertragung zwischen Handy und PC oder die Kopplung zu einem anderen Bluetoothgerät möglich sein. Die Kopplung zwischen G2 Touch, Bluetooth Headset oder Notebook klappte reibungslos, allerdings ließen sich im Test weder Daten vom PC auf das Handy übertragen, noch umgekehrt. So kam beim Übertragungsversuch vom Notebook auf das Handy die Meldung, das Handy würde nicht antworten (trotz Sichtbarkeit des Handys und eingeschaltetem Bluetooth). Beim Versuch der Übertragung von Fotos oder Musikstücken vom Handy auf das Notebook wurden als Übertragungsoptionen zwar Facebook, Flickr, Google Mail, HTC Mail, Nachrichten, Peep und Picasa angezeigt, jedoch kein Bluetooth.

Es bleiben aber noch die Datenübermittlungsmöglichkeiten via MircroSD-Speicherkarte (bis max. 31 GB) oder USB-Datenkabel. Das Handy wird vom PC als Massenspeicher erkennt, wenn es über das USB-Datenkabel angeschlossen wird. So lassen sich auch große Dateien wie Videos, Fotos oder Musikdateien auf schnellem Wege zwischen den Geräten austauschen. Im Gegensatz zur Übertragung via Bluetooth klappte das im Test reibungslos. Auf der mitgelieferten MicroSD-Speicherkarte befinden sich die Installationsdateien für die Synchronisationssoftware „HTC-Sync“ mit der Microsoft Outlook, Google- sowie Exchange-Accounts zwischen Handy und PC synchronisiert werden können. Bei der Installation der Software trat im Test ein Fehler bei der Einordnung des USB-Datenkabel-Treibers in den richtigen Zielordner auf dem PC auf, so dass das Handy nicht vom Computer erkannt wurde. Erst eine nochmalige manuelle Installation des Treibers in den richtigen Ordner ermöglichte ein fehlerfreies Funktionieren der Software.

Wie bei einem T-Mobile-Handy nicht anders zu erwarten führt der Crome-Lite-Browser den Nutzer zunächst auf die Mobilansicht der T-Mobile-Website. Sehr praktisch ist ein Lesezeichenordner auf einem der Startbildschirme, den man frei nach Wahl mit den meistgenutzten Internetadressen belegen kann, so dass eine Anwahl schnell möglich ist. Der Browser wird in Ganzseitenansicht dargestellt. Zum Öffnen der Adressleiste, Zurück- und Weiter-Button, Lesezeichen, weiterer Fenster und Einstellungsoptionen, dient die Menütaste. Im Browser können gleichzeitig mehrere Fenster geöffnet bleiben, so dass man schnell zwischen ihnen wechseln kann, ohne erneut die URL eingeben zu müssen. Scrollen durch Webseiten in klassischer Ansicht wird ab und zu zur etwas ruckeligen Angelegenheit, ebenso wie das Zoomen durch Multitouch, besonders wenn mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet sind – hier kommen 528 MHz Prozessor und 288 MByte Arbeitsspeicher ganz schön ins Schwitzen. Insgesamt ist die Geschwindigkeit des Browsers jedoch gut. Für das Öffnen einer vergleichbar komplexen Seite brauchte er bei EDGE-Verbindung 25 Sekunden. Facebook, Flickr, Google Mail, HTC Mail, Peep und Picasa sind auf dem G2 Touch schon in das Android 1.5 Betriebssystem eingebunden, so dass auf diese Dienste direkt zugegriffen werden kann. Ein Programm-Icon führt den Nutzer direkt zur Video-Plattform YouTube. Dank GPS ist man mit dem T-Mobile G2 Touch unterwegs immer auf dem richtigen Weg. Google Maps ist auf dem Handy vorinstalliert und dient der Standortbestimmung und Routenberechnung. Nimmt man an „Google Latitude“ teil, kann man hierüber ausgewählten Personen den eigenen Standort anzeigen lassen, oder den Standort dieser Personen angezeigt bekommen. Das integrierte GPS-Modul arbeitete im Test schnell, jedoch nicht immer punktgenau – innerhalb weniger Sekunden zeigte es bei Google Maps einen Standort an, der jedoch einen guten Kilometer vom tatsächlichen Standort entfernt lag. Dahingegen wurde der Standort vom HTC Corporation Wetterprogramm auf den Punkt genau bestimmt. Auch das Geo-Tagging-Programm „Footprint“ findet man auf dem G2 Touch. Hiermit lassen sich Fotos bestimmter Orte oder Sehenswürdigkeiten einem Standort zuordnen und auf einer Landkarte anzeigen.

 

Musiktitel werden auf dem T-Mobile G2 Touch in Interpreten, Alben, Wiedergabelisten (hiervon sind beliebig viele erstellbar), Titel, Genres, Komponisten und Gekauft eingeteilt. Titel aus Wiedergabelisten können wahlweise einzeln, ganz oder in zufälliger Wiedergabe abgespielt werden. Außerdem gibt die Anwendung Auskunft über Titellänge, Dateinamen, Datenträgernummer, Titelnummer, Jahr und Speicherort. Während der Wiedergabe werden Titel, Album und Interpret angezeigt. Wie von Andoid-Playern bekannt haben sich hiermit Einstellungs- und Darstellungsmöglichkeiten bereits erschöpft. Die Klangqualität ist, da recht höhenlastig, zwar nicht mit der eines Walkmanhandys zu vergleichen, aber dennoch hinnehmbar. Wesentlich besser ist der Klang über das mitgelieferte Headset, das dank Klinkenbuchse auch durch einen eigenen hochwertigen Kopfhörer ersetzt werden kann. Mit einem UKW-Radio wurde das G2 Touch leider nicht ausgestattet.

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Auf der mitgelieferten MicroSD-Speicherkarte befinden sich die Installationsdateien für eine Demo-Version von Quickoffice, mit dem Office-Dokumente betrachtet, jedoch nicht bearbeitet werden können. Auch einen PDF-Viewer findet der Nutzer auf dem G2 Touch. Eine Kalender-Anwendung zeigt Termineinträge aus dem Kalender des Handys oder dem Outlook-Kalender in Monats- oder Tagesansicht an. Ein schönes Feature ist die Möglichkeit, sich im Kalender das Wetter für den jeweiligen Tag anzeigen zu lassen. Einem Termineintrag können Terminname, Von-Bis, Ort, Beschreibung, Erinnerungszeit und Wiederholung hinzugefügt werden. Die Kontaktliste des Handys bietet Eintragsmöglichkeiten für eine eigene Kontaktkarte, Favoriten, Gruppen und Verknüpfungen zu Facebook. Einem Termin können Telefonnummern, E-Mail, Geburtstag, Jahrestag, Soziale Netzwerke (Facebook, Flickr), Postanschrift und Sonstiges hinzugefügt werden. Außerdem ist ein praktischer Taschenrechner auf dem Smartphone installiert.

Viele weitere nützliche Office-Programme können, teilweise kostenlos, aus dem Andoid-Market heruntergeladen werden. Benutzerprofile, die man den eigenen Bedürfnissen anpassen kann, gibt es auf dem G2 Touch nicht; allerdings können, nach längerem Druck auf die Beenden-Taste, Lautlos-, Vibrations- und Flugmodus sowie Mobiles Netzwerk ein/aus eingestellt werden. Die auf dem G2 Touch vorinstallierte Software ist reichhaltig, und das, obwohl es die zusätzliche Möglichkeit gibt, auf die scheinbar unerschöpflich vielen Anwendungen des Android-Market zuzugreifen. So findet man im Programm-Menü das Geo-Tagging-Programm „Footprints“, Google Talk, das Spiel Teeter, einen HTC Flash Player und Dienstprogramme wie Aktien HTC Corporation und ein optisch sehr ansprechend gestaltetes HTC Corporation Wetterprogramm mit Wettervorhersage für mehrere Tage.

T-Mobile G2 Touch

Die Verarbeitung des optisch schlichten T-Mobile G2 Touch ist, trotz fehlender Designelemente und Plastikschale, vorbildlich. Auf dem gut zu bedienende kapazitiven Touch-Display mit Multitouchfunktion macht die Arbeit mit dem Andoid 1.5 Betriebssystem und der HTC Sense Benutzeroberfläche Spaß. Kleine Mankos stellen die recht klein dargestellte virtuelle QWERTZ-Tastatur und die fehlende Möglichkeit dar, Dateien über Bluetooth an den PC schicken zu können. Die Qualität der 5-Megapixel-Kamera könnte besser sein, dafür stimmt der Umfang der auf dem G2 Touch installierten und optional über den Android-Market herunterladbaren Anwendungen. Insgesamt ist das T-Mobile Touch alias HTC Hero ein gelungenes Smartphone, das dem Anspruch zeitgemäßer Internethandys voll und ganz gerecht wird.

Pro

  • sehr gute Verarbeitung
  • reichhaltige Anwendungs-Ausstattung
  • Benutzerfreundlichkeit durch sensibles kapazitives Display und Funktionstasten
  • Zahlreiche Connectivitymöglichkeiten (UMTS/WLAN/HSDPA/HSUPA)
  • gelungene Einbindung von HTC Sense in Android 1.5

Contra

  • mittelmäßige Kameraqualität
  • Installationsprobleme beim HTC Synchronisationssoftware
  • GPS-Standortbestimmung nicht immer punktgenau

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