Test des Sharp Aquos Phone SH-80F

14 Minuten

Sharp Aquos Phone SH-80F

Wie schon LG und HTC bringt auch Sharp mit dem Aquos Phone SH-80F ein Smartphone auf den Markt, welches die dreidimensionale Betrachtung von Bildern und Videos ohne Brille ermöglicht. Damit nicht genug, erlaubt das Android 2.3.4-Gerät die Aufnahme von 3D-Videoclips und- Bildern über eine 8 Megapixel-Stereokamera sowie das Live-Streaming von 2D-Inhalten ins 3D-Format. Ob das Aquos Phone die Konkurrenz vom 3D-Treppchen schubsen kann, ist im Praxistest auf inside-digital.de nachzulesen.

Das Aquos Phone wird in einer mattschwarzen Schachtel mit Aufdruck des Smartphones ausgeliefert. Handy und Zubehör liegen in Abteilungen aus nicht sehr ansprechend wirkendem braunem Pappkarton. Zum Lieferumfang gehören: Ein 1240 mAh Akku, ein MicroUSB-Datenkabel mit Netzteiladapter, ein Stereo-Headset mit Klinkenstecker, eine 4 Gigabyte MicroSD-Speicherkarte und eine Bedienungsanleitung. Ein HDMI-Adapter und eine Schutztasche wären bei einem Einführungspreis von immerhin 649 Euro wünschenswert gewesen.

Sharp Aquos Phone SH-80F

 

Sharp Aquos Phone SH-80F

Eine Rille, in welche mit dem Fingernagel zum Abheben der Akkuabdeckung eingehakt werden kann, sucht man beim SH80F vergebens. Am besten lässt sich der Deckel entfernen, indem zunächst die MicroUSB-Abdeckung am unteren Handyrand geöffnet und der dadurch entstandene Freiraum zum Hochhebeln des Akkudeckels genutzt wird. Der MicroSD-Kartensteckplatz liegt gut erreichbar neben dem Akku, zum Einstecken der SIM-Karte muss die Kraftzelle jedoch zunächst entfernt werden.

Optisch wirkt das Smartphone in Klavierlackoptik sehr plastiklastig und kantig. Auch die Haptik erinnert nicht gerade an einen Handschmeichler. Nichts desto trotz ist das SH80F insgesamt robust verarbeitet mit akzeptablen Spaltmaßen. Bei festerem Druck auf den Akkudeckel ist ein leichtes Knarzen zu vernehmen. Obwohl es mit Außenmaßen von 127.0 x 64.0 x 11.9 Millimetern recht groß ausfällt, bringt das Smartphone inklusive Akku nur 135 Gramm auf die Waage. Die Linsen der Stereo-Kamera liegen ungeschützt, jedoch leicht versenkt, auf auf der Rückseite des Aquos Phone. Die Front wird vom großen Display beherrscht, über welchem der Lautsprecher, die Frontkameralinse, Helligkeits- und Näherungssensoren auszumachen sind. Neben einer 3.5 Millimeter Klinkenbuchse ist der Steckplatz für das MicroHMDI-Kabel unter einer Abdeckung am oberen Geräterand angebracht.

 

Sharp Aquos Phone SH-80FUnter dem Display des Sharp SH80F liegen Tasten zur Anwahl von Menü, Homescreen und Zurück-Funktion. Die Tastatursymbole liegen unter einer durchsichtigen Plastikoberfläche, was nicht sonderlich hochwertig wirkt und werden bei Nutzung weiß beleuchtet. Am linken Geräterand befindet sich der Ein/-Ausschalter. Etwas gewöhnugsbedürftig fällt die sehr kleine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung aus, die über einer Sperr- und der Kamera-Taste am rechten Gehäuserand angebracht ist. Diese lässt sich während eines Telefonates kaum erfühlen.

Die virtuelle QWERTZ-Tastatur zur Texteingabe fällt im Querformat sehr groß aus, so dass auch dickere Finger alle Buchstaben treffen dürften. Über den Buchstaben dargestellte Zahlen und Symbole können über längeres Halten der Buchstabentaste angewählt werden. Alternativ gibt es eine Symboltaste, unter der sich weitere Symbole verbergen. Texte lassen sich wahlweise klassisch über das Antippen einzelner Buchstaben oder via Swype über das Ziehen mit dem Finger von einer Taste zur anderen eingeben. Der Finger wird hierbei während der Eingabe eines Wortes nicht abgehoben. Ein netter Effekt ist das blaue Aufleuchten der virtuellen Drücker beim Antippen.

Sharp Aquos Phone SH-80FÜber die Empfangsqualität des 3D-Phones lässt sich nicht meckern – sowohl in O2– als auch in D-Netzen zeigte es in netzstarken Gebieten durchgehend einen guten bis sehr guten Empfang. Befindet man sich in der Homezone wird ein kleines Häuschen in der Statusleiste des Homescreens angezeigt. Die Gesprächsqualität bei Telefonaten ist sowohl auf der Festnetz- als auch auf der Smartphoneseite mittelmäßig. Stimmen klingen leicht verzerrt und wenig authentisch. Beim Einschalten der Freisprechfunktion ist der Gesprächspartner nur sehr leise über den Handylautsprecher zu hören.

Laut Hersteller hält der 1240 mAh-Akku bis zu 410 Stunden im Standby und bis zu 5.3 Stunden bei Gesprächen durch. Im Test machte der Akku einen recht guten Job: Bei dauerhaft aktiviertem WLAN und GPS und moderater Nutzung von MP3-Player, Kamera und Gaming sowie einer halben Stunde Gesprächszeit, hielt er knapp zwei Tage durch. Für den SAR-Wert gibt der Hersteller 0,63 W/kg an. Damit liegt das Handy im mittleren Bereich.

Sharp Aquos Phone SH-80FDas 4,2 Zoll große LCD TFT-Display stellt bis zu 16,7 Millionen Farben in einer Auflösung von 540 x 960 Pixel dar, womit es über der Auflösung des LG Optimus 3D-Touchscreens und auf gleicher Augenhöhe mit dem HTC Evo 3D liegt. Die Darstellung ist sehr brillant und scharf. Die Helligkeit wird wahlweise automatisch durch einen Lichtsensor oder manuell geregelt. Der kapazitive Touchscreen reagiert präzise und sensibel auf die Fingereingabe. Wie fast alle großen Touch-Displays spiegelt die Oberfläche des Monitors stark, so dass eine Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung kaum mehr möglich ist.

Im Gegensatz zu den beiden Smartphones der Konkurrenz lassen sich 3D-Bilder und -Videos auf dem Screen des Aquos Phone nicht nur im Quer-, sondern auch im Hochformat darstellen. Das Display arbeitet mit der so genannten Parallaxenbarriere-Technologie: Sowohl dem linken als auch dem rechten Auge wird jeweils ein Bild aus je einer anderen Perspektive zugesendet. Das Gehirn fügt diese Bilder zu einem Bild mit 3D-Effekt zusammen. Der Screen des Sharp SH80F ist mit einer LCD-Schicht mit lichtblockierenden Schlitzen versehen. Diese wie ein Filter wirkende Schicht ermöglicht, dass die Augen die dargestellten Bilder jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen und für den Effekt keine Brille benötigt wird. Je nach Sehstärke und Augengesundheit wird der 3D-Effekt jedoch von jedem Menschen anders und als mehr oder weniger angenehm wahrgenommen. Da die Augen generell schneller ermüden als bei der Betrachtung von zweidimensionalen Bildern, empfiehlt es sich, bei 3D-Spielen oder –Videos zwischendurch mal eine Pause einzulegen. Für die Stärke des 3D-Effekts lassen sich vier verschiedene Parallaxen-Stufen einstellen. Außer Videos und Fotos können sowohl Startscreen als auch App-Menü-Ansicht wahlweise zwei- oder dreidimensional dargestellt werden.

Eine weitere Besonderheit bietet VeilView, mit dem die Displaydarstellung so konfiguriert werden kann, dass nur bei direkter Draufsicht der tatsächliche Displayinhalt sichtbar ist: Schaut man von der Seite auf das Display, ist nur ein vorkonfigurierbares Muster zu sehen – das schützt vor neugierigen Nebenstehenden. Der 3-Achsen Bewegungssensor des Aquos Phone dreht die Displaydarstellung von Hoch- ins Querformat. Dieser reagierte beim Testmodell nahezu verzögerungsfrei. Ein nicht allzu präzise arbeitender Näherungssensor schaltet das Display ab, wenn das Handy während eines Telefonates ans Ohr gehalten wird – im Test kam es einige Male während des Telefonates trotzdem zur Aktivierung des Displays.

 

Das Highlight des Sharp SH80F stellt die acht Megapixel-Stereokamera mit Fotoleuchte dar, mit der nicht nur zweidimensionale Fotos und Videos, sondern auch Bilder und Filmchen in 3D aufgenommen werden können. Der Auslöser wird wahlweise über die Kamerataste oder einen virtuellen Button auf dem Bildschirm bedient. Der Fokus lässt sich optional mit dem Finger auf einen bestimmten Bildabschnitt legen. Zum Scharfstellen des Bildes benötigt der Auslöser je nach Motiv und Lichtverhältnissen knapp zwei Sekunden. Die Kamera verfügt über die Einstellungsmöglichkeiten:

  • Sharp Aquos Phone SH-80FBildgröße (240×320, 480×640, 540×960, 1200×1600, 1080×1920, 1536×2048, 1944×2592, 2448×3264)
  • Wechseln 2D/3D
  • Szene (Auto, Standard, Portrait außen, Portrait innen, Portrait bei Nacht, Lächeln, Schlafmodus Gesicht, Karaoke, Geburtstag, Sportarten, Baby, Landschaft, Nacht, Blume, Essen, Text, Meer, Rote Blätter, Schnee, Dämmerung, Silhouette, gegen die Sonne, Feuerwerk, Haustier, Sepia, Monochrom)
  • Kamera wechseln
  • Selbstauslöser (Aus, 10, 5, 2 Sek.)
  • Fokuseinstellungen (Gesicht automatisch, Zentrum automatisch, Makro automatisch, Makro fixiert, Unendlich, Fortlaufend automatisch, Dynamisch, Markierungs-Muster)
  • Kameraverschluss-Einstellungen (Einmal-Berührungsverschluss, Kameraverschluss-Geräusch)
  • ISO Sensibilität (Automatisch 200, Automatisch 1600, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200)
  • Bildqualität (Normal, Fein, Hohe Qualität)
  • Weißausgleich (Automatisch, Wolfram, Fluoreszent, Tageslicht, Wolke/Schatten)
  • Belichtung
  • Stoßreduzierung (Automatisch, Aus)
  • Bild (3D-fähig)
  • D-Bereich (Ein/Aus)
  • Einstellungen speichern
  • Handy Licht (Ein, Automatisch, Niedriges Licht, Aus)
  • Hilfe
  • Verlauf zurücksetzen

Die Videokamera beinhaltet nahezu dieselben Einstellungsoptionen. Als Bildgröße lässt sich zwischen HD, QHD, VGA und QVGA wählen. Im 3D-Modus können Bilder bis maximal 1080×1920 Voll-HD aufgenommen werden. Fotos in 2D weisen eine akzeptable Schärfe und kräftige Farbdarstellung auf. 3D-Aufnahmen gelingen sogar besser als beim Konkurrenten LG Optimus 3D. Der dreidimensionale Effekt ist wirklich verblüffend. Als nicht ganz so überzeugend präsentierte sich das Fotolicht des Testgerätes. Zum einen dürfte es gerne etwas heller leuchten und zum anderen wurde es trotz Automatikeinstellung im Test in dunkler Umgebung nur sporadisch ausgelöst.

In höchster Auflösung aufgenommene zweidimensionale Videos gelingen kontrastreich, farbtreu und flüssig. Videoaufnahmen in 3D machen mit dem Sharp SH80F richtig Spaß – Vordergrund-Motive springen einem förmlich entgegen. Dagegen erwies sich die 2D- zu 3D-Live-Streaming-Funktion eher als enttäuschend. Zwar wurden sowohl auf dem Handy gespeicherte als auch YouTube-Videos anstandslos gestreamt und umgewandelt, der tatsächliche 3D-Effekt hielt sich aber in Grenzen – ebenso bei umgewandelten Fotos.

 

 

Auf dem Sharp SH80F läuft Android in der Version 2.3.4, dem der Hersteller die Benutzeroberfläche TapFlow mit eigenem Lockscreen und einem mehrseitigen App-Menü mit hellgrauem Hintergrund verpasst hat. Die Statusbar am oberen Bildschirmrand des Startscreens lässt sich ausziehen und gibt den Blick auf zwei Statusleisten, Benachrichtigungen und weitere Infos über Batterieladestand, Empfangspegel, Simkarte und WiFi-Empfang frei. Dem werkseitig fünfseitigen Homescreen können neue „Blätter“, sprich Seiten, hinzugefügt werden. Außerdem ist er mit verschiedenen Hintergründen, Widgets und Verknüpfungen zu bestücken.

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Das App-Menü ist aufgeteilt in die Kategorien: Grundfunktion, Medien & Video, Sozial, Reisen & Lokales, Spiele und Werkzeuge. Weitere Seiten, beziehungsweise Kategorien, lassen sich hinzufügen. Per Bildschirmbutton werden Startscreen und App-Menü in den 3D- oder 2D-Modus geschaltet. Ein langer Druck auf die Home-Taste öffnet einen Taskmanager, über welchen geöffnete Apps verwaltet oder geschlossen werden können. 

Über die komfortable virtuelle QWERTZ-Tastatur lassen sich Nachrichten gut und schnell eintippen. Einer Nachricht können Bilder, Videos oder Audiodateien, die auch direkt aus dem Nachrichtenprogramm heraus aufnehmbar sind sowie Diashows angehängt werden. Angehängte Dateien werden automatisch in Multimediagröße konvertiert. Außerdem lassen sich witzige Smileys in die Nachricht einfügen.

 

Zum Versenden und Empfangen von E-Mails stehen Google Mail und das obligatorische Android-typische E-Mailprogramm zum Anlegen beliebig vieler POP3-, IMAP- und Exchange-Konten bereit. Das Fenster zum Erstellen neuer Nachrichten umfasst neben dem Textfeld eine Adress- und eine Betreffszeile sowie optional Cc und Bc. Einer Nachricht können Dateien aus der Galerie oder dem Inhalt-Manager sowie Musiktracks und über den Soundrekorder aufgenommene Nachrichten angehängt werden.

 

Sharp Aquos Phone SH-80FBeim Sharp SH80F handelt es sich um ein GSM Triband-Handy. Ins Internet gelangt der User wahlweise über über WiFi 802.11 b/g/n oder UMTS mit HSPA. Bei Verbindung mit dem PC via USB-Datenkabel lässt sich die MicroSD-Karte als Massenspeicher nutzen. Alternativ funktioniert die Datenübertragung über Bluetooth 2.1. Dank Micro-HDMI und DLNA können Multimediainhalte auf kompatible Geräte und Monitore übertragen werden. Vom zwei Gigabyte großen internen Speicher werden über eine nachträglich installierte Systemsoftware 1.1 Gigabyte als für den Nutzer frei verfügbar ausgewiesen. Der Speicherplatz kann durch MicroSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. Angetrieben wird das Aquos Phone von einem 1,4 Gigabyte Qualcomm DualCore-Prozessor, der von einem 512 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Das Scrollen durch Menüeinträge und Öffnungen von Anwendungen und auch Spiele wie NFS Shift liefen damit im Test flüssig.

Der Internet Browser des Sharp SH80F benötigte im Test bei W-lan knapp 30 Sekunden, um die inside-digital.de Startseite in klassischer Ansicht zu öffnen. Dies ist wahrlich kein Spitzenwert. Zoomen per Multitouch und Scrollen funktionieren flüssig und ohne Ruckler. Über die Anwahl der Menü-Taste wird eine Menüleiste zum Öffnen von Lesezeichen, Verlauf, Downloads, Homescreen, Seiteninfos, neuer Fenster, Startbildschirm-Verknüpfungen, Textauswahl sowie zum Aktualisieren, Seiteninhalte durchsuchen, Beenden und Weitergeben von Seitenlinks eingeblendet. YouTube-Videos werden über ein Browser-Plugin im Mediaplayer geöffnet.

Zur Navigation dient dem Android-Smartphone die kostenlose Google Navigation Software. Diese unterstützt die sprachgeführte Fußgänger- und Fahrzeugnavigation. Überzeugen konnte der A-GPS Empfänger des Handys. Dieser ermittelte den eigenen Standort im Test sogar innerhalb geschlossener Räume innerhalb weniger Sekunden.

Der MP3-Player des Smartphones unterteilt Musik in die Genres Interpreten, Alben, Titel und Playlists. Neben den klassischen Bedienelementen weist der Player ein Party-Shuffle, Zufalls- und Reihenwiedergabe auf. Einen Equalizer oder Klangeinstellungsmöglichkeiten sucht man vergebens. Ernüchternd flach und leise ist der Klang über die Handylautsprecher. Besser, jedoch nicht optimal, präsentiert sich der Player über das mitgelieferte Headset. Zum optimalen Musikgenuss sollte in hochwertigere Kopfhörer investiert werden. Über ein UKW-Radio verfügt das Sharp SH80F nicht.

 

Sharp Aquos Phone SH-80F
Sharp Aquos Phone SH-80F
Sharp Aquos Phone SH-80F
Sharp Aquos Phone SH-80F

In Punkto Organizer verfügt das Aquos Phone werkseitig über eher wenige Anwendungen. Im obligatorischen Google Kalender lassen sich Termine und im Kontaktordner Kontakte anlegen. Diesen können Daten wie Name, Telefon, E-Mail, Postanschrift, Firma, Chat, Notizen, Alias, Website und Internetanruf hinzugefügt werden. Sowohl der Kalender als auch der Kontaktordner lassen sich mit dem Google Account synchronisieren. Ferner verfügt das Smartphone über einen Inhalt Manager, ein Diktiergerät, eine Sprachsuchfunktion, einen Taschenrechner, Notepad sowie News & Wetter. Profile zum automatischen Anpassen der Klingelton- oder Nachrichtensignal-Lautstärke gibt es nicht, dafür lassen sich allerdings ein Flug- sowie ein Lautlosmodus einstellen.

Die Spiele NFS Shift und The Sims 3 sind auf dem Sharp SH80F schon vorinstalliert. Weitere Spiele und Apps können teilweise kostenlos oder kostenpflichtig aus dem Android Market heruntergeladen werden. Die Hersteller-Aussage, 2D-Spiele könnten in 3D gespielt werden, scheint etwas irreführend: Laut Kurzbeschreibung sollten auch 2D-Spiele in den Spiel 3D-Einstellungen des Smartphones dementsprechend konfiguriert werden können. Die daraufhin zu Testzwecken installierten Games Angry Birds und Defender erschienen jedoch nicht in der entsprechenden Spieleliste der Einstellungsoption. Jedoch ließen sich die werkseitig bereits vorinstallierten Spiele sowohl in 2D- als auch in 3D zocken.

Sharp Aquos Phone SH-80F

Wo Licht ist, da ist auch Schatten – so trifft es jedenfalls auf das Sharp Aquos Phone SH80F zu. Überzeugen konnte es im Test durch sein großes brillantes Display und beeindruckende 3D-Funktionen. Auch die Stereo-Kamera produziert sowohl im zweidimensionalen als auch im 3D-Sektor sehr ansprechende Bilder und Videos. Lediglich die 3D-Live-Streaming-Funktion ließ, die Endergebnisse betreffend, zu wünschen übrig. Die optische Gestaltung des Aquos Phone ist Geschmackssache – schick geht jedenfalls anders. Auch in Punkto Lautsprecherqualität bestünde Verbesserungsbedarf, sowohl die Telefonfunktion als auch die Musikwiedergabe betreffend. Gut gefallen haben sowohl VeilView als auch die gut bedienbare herstellereigene Tap Flow-Benutzeroberfläche. Eine gute Empfangsstärke bewies das 3D-Phone in Punkto A-GPS. Insgesamt präsentiert sich das Sharp Aquos Phone SH80F als spannendes Handy für 3D-Liebhaber, die kleine Abstriche hinnehmen können.

Pro

  • Gelungene 3D-Features und Darstellungen
  • VeilView
  • Benutzerfreundliche Tap Flow-Oberfläche
  • Empfangsstarkes a-GPS
  • Qualitativ hochwertige 8 Megapixel-Stereo-Kamera

Contra

  • 3D-Live-Streaming mit enttäuschenden Ergebnissen
  • unzuverlässig arbeitender Näherungssensor
  • Schlechte Lautsprecher-Qualität sowohl bei Musik als auch bei Telefonaten
  • Winzige, ungünstig angebrachte Lautstärke-Wipptaste

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