Oppo Reno6 5G ausprobiert: Auf dieses Handy haben viele gewartet

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Oppo hat sein neues Budget-Flaggschiff Reno6 5G vorgestellt und bringt es für unter 500 Euro auf den Markt. Warum das gar nicht so billig ist und warum das Reno6 5G dennoch für viele einen Blick wert ist, zeigen wir dir in diesem Hands-On.
Oppo Reno6 5G Front in der Hand
Oppo Reno6 5G Front in der HandBildquelle:

Das Oppo Reno6 5G hat etwas, was zurzeit selten ist auf dem Handymarkt. Es hat ein geradliniges und schlichtes Design und eine eben solche Haptik. Doch woher kommt das? Vor allem von einem kantigen Rahmen. Die aus Metall gefertigte Randung des Gehäuses ist Ton-in-Ton zum restlichen Smartphone gefärbt und macht das Gehäuse zu einem fühlbar technischen Gerät. Mit klaren Kanten liegt es in der Hand wie ein Stück Technik und nicht wie ein Stück Seife, wie es gerade so oft angestrebt wird. Auch dass die Front und die Rückseite eben nicht in den Rahmen einfließen, sondern spürbare Grenzen bilden, ist ein unerwartetes Gefühl.

Gehäuse des Reno6 5G – Fast perfekt

Zusammen mit der schmalen, aber nicht übertrieben filigranen Dicke von unter 8 mm und dem angenehmen Gewicht entsteht so eine Haptik wie die eines überdimensionalen Apple iPhone 4s. Und das ist beileibe nicht despektierlich gemeint. Denn wie das alte iPhone damals sind auch beim Oppo Reno6 5G die Taster flach eingelassen und lassen sich hervorragend erreichen. Dazu haben sie einen tollen Druckpunkt.

Noch ein paar Worte zur restlichen Optik: Die Kamera ist wie der Rahmen kantig und ohne Schnörkel in die matte Rückseite eingelassen und schmiegt sich auch Ton-in-Ton gehalten in die linke obere Ecke. So toll sich die Rückseite und der Rahmen geben, so langweilig ist die Front. Das Panel erstreckt sich über die gesamte Front, lässt jedoch oben und unten rund 2 mm und an den Längsseiten 1 mm Rahmen übrig. Schade dabei ist, dass die Display-Ecken nicht die gleichen Radien aufweisen wie die Gehäuseecke – ein verschmerzbarer Fehler.

Rückseite des Oppo Reno6 5G in der Hand
Rückseite des Oppo Reno6 5G in der Hand

Leistung und Software – Alles China oder was?

Die Leistung des Dimensity 900 und der 8 GB RAM sind zum Start der Testphase ohne großen Tadel. Alle Befehle werden flüssig umgesetzt und auch die Berechnungen von etwa Videos mit Spezialeffekten gehen flott von der Hand. Dazu gibt sich die Software wesentlich westlicher als man es von vielen chinesischen Herstellern gewohnt ist. An manchen Ecken fühlt man sich an Huawei erinnert und an einer gibt es auch eine sehr angenehme Einhand-Verbesserung. Das unter 6,5 Zoll kleine Display ist zwar fast komplett mit einer Hand steuerbar, jedoch macht Oppo es kleinhändigen Zeitgenossen per Seitenleiste noch einfacher. Sie klappt aus, wenn man an der richtigen Stelle vom Rand in die Mitte wischt. In ihr gibt es einige Schnellbefehle wie „Screenshot schießen“ oder „Audioaufnahme startet“. Doch sie kann auch mit Apps beladen werden.

Oppo Reno6 5G Rahmen in der Hand
Oppo Reno6 5G Rahmen in der Hand

Das Display zeigt sich bei alledem immer scharf, flüssig und mit schicken Farben. Gerade zusammen mit den Kamera-Ergebnissen, die es etwas mit der Farbsättigung übertreiben, spürt man aber, dass es Oppo hier etwas gut gemeint hat. Gut, dass man das Display in den Einstellungen etwas zügeln kann.

Oppo Reno6 5G – Das Vorab-Fazit

Auf das Oppo Reno6 5G haben viele gewartet. Denn ein starkes Design paart sich hier mit einer ansprechenden Optik und einer sehr angenehmen Größe. Das Ganze verpackt Technik, die wohl 98 Prozent der Anwender völlig genügen wird und auch bei starker Nutzung wenig vermissen lässt. Wie sich der kleine Akku, der Prozessor und die Kamera im Test schlagen, muss sich erst noch herausstellen. Doch die Chancen auf ein starkes Testergebnis stehen bisher hervorragend.

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