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Tribit FlyBuds 1 & 3 im Test: Stärken und Schwächen der 50-Euro-Earbuds

6 Minuten
Zwei neue Kopfhörer von Tribit sind da: die Tribit FlyBuds 1 und die FlyBuds 3 folgen dem kabellosen In-Ear-Trend. Beide Ohrhörer sind für unter 50 Euro erhältlich – doch wie sieht es mit der Leistung aus? Wir haben den Test gemacht. Vorweg: Es gibt einige sehr praktische Highlights.
In-Ear-Kopfhörer
Tribit FlyBuds 1 & 3Bildquelle: Artem Sandler / inside digital

Nachdem Smartphone-Hersteller zuletzt scharenweise auf die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse verzichtet haben, wurden kabellose Bluetooth-Kopfhörer besonders attraktiv. Wer viel unterwegs ist und dabei nicht auf Musik, Hörbuch oder Podcast verzichten möchte, greift oft zu handlichen In-Ear-Kopfhörern. Denn diese lassen sich in der Regel nicht nur gut verstauen, sondern bleiben je nach Modell auch beim Sport sicher an ihrem Platz im Ohr. Zu dieser Art zählen auch die beiden Tribit-Kopfhörer FlyBuds 1 und FlyBuds 3.

Tribit- FlyBuds im Überblick

Im Lieferumfang findet sich neben den Kopfhörern und auswechselbaren Silikon-Ohrspitzen sowie Ohrhaken (letztere nur bei den FlyBuds 3) vor allem jeweils ein Ladeetui. Als handlich kann man beide Varianten zwar nicht gerade bezeichnen – dafür ist die Ladebox der Tribit FlyBuds 1 ein echter Hingucker und auch sehr gut verarbeitet. Beim Ladeetui der FlyBuds 3  ist die Qualität nicht ganz so hoch. Hier sind die Highlights aber an anderer Stelle umso deutlicher.

Tribit Kopfhörer
Tribit FlyBuds 1

Nun zum Tragekomfort: Pauschal lässt sich die Frage nach dem Komfort nicht beantworten, da Ohren bekanntlich keine universelle Größe oder Form aufweisen. Dennoch haben die FlyBuds 3 hier die Nase vorn, denn diese wurden zusätzlich mit Ohrhaken versehen, sitzen dadurch sicherer und können nicht rausfallen. Das besonders Schöne dabei ist, dass sich die FlyBuds 3 auch nach längerem Tragen nicht unangenehm anfühlen. Die FlyBuds 1 sitzen ebenfalls recht fest, doch es ist kein Vergleich zum 3er-Modell. Dafür weisen die beiden Ohrhörer der FlyBuds 1 die gleiche Form auf. Somit musst du nicht darauf achten, welcher Kopfhörer nun der rechte und welcher der linke ist.

Tribit FlyBuds: Schnell verbunden, leicht bedienbar

Viel leichter als bei den FlyBuds 1 und 3 lässt sich die Kopplung mit einem Smartphone kaum gestalten. Nutzer müssen lediglich das Ladeetui öffnen oder die Kopfhörer herausnehmen und schon befinden sich die Ohrstöpsel im Kopplungsmodus und können mit nur wenigen Klicks über das Bluetooth-Menü im Smartphone verbunden werden.

Die Steuerung läuft in beiden Fällen über eine einzelne Taste pro Ohrhörer ab. Allerdings ist diese bei den FlyBuds 1 mechanischer Natur, während die Bedienung bei den FlyBuds 3 per Touch-Steuerung abläuft. Beides funktioniert ausgezeichnet. Etwas störend ist, dass Funktionen zum Verstellen der Lautstärke und für das Navigieren zum vorangegangenen Song fehlen.

 Musik abspielen / pausierenAnruf annehmen / auflegenAnrufe abweisenNächstes LiedSprachassistentAusschaltenEinschalten
FlyBuds 1Kurzes DrückenKurzes DrückenDoppelt drückenDoppelt drückenDreifach drückenFünf Sekunden gedrückt haltenDrei Sekunden gedrückt halten
FlyBuds 3Doppelt drückenDoppelt drückenZwei Sekunden gedrückt haltenDreifach drückenZwei Sekunden gedrückt halten

Technisch wird für die Verbindung jeweils die Technologie Bluetooth 5.0 genutzt. Das ist allgemein akzeptierter und vor allem hoher Standard – auch wenn der Nachfolger schon bereitsteht. Die Verbindung war im Test stets sehr stabil. Eine vollends tadellose Verbindung ist wohl nur bei kabelgebundenen Kopfhörern möglich.

Tribit Kopfhörer Zubehör
Tribit FlyBuds Zubehör

Soundqualität: So gut sind die Tribit-FlyBuds-Kopfhörer

Dieser Punkt könnte für viele potenzielle Käufer der wichtigste sein. Denn wenn die Musik schlecht klingt, nützt auch der ganze Tragekomfort nichts. Und eben hier wirken die beiden Tribit-Geschwister eher wie Fremde. Denn die Tribit FlyBuds 1 sind auf Bass getrimmt. Entsprechend ist der Bass für In-Ear-Kopfhörer sehr gut, allerdings können die Mittel- und Hochtonbereiche nicht mithalten. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Zudem sind recht starke Hintergrundgeräusche hörbar, wobei das bei Kopfhörern in diesem Preissegment leider keine negative Ausnahme ist.

Umso beeindruckender ist darum, dass die Hintergrundgeräusche bei den Tribit FlyBuds 3 nahezu komplett fehlen. Und auch die Soundqualität ist für mittelpreisige In-Ear-Kopfhörer erstaunlich gut. Selbst im direkten Vergleich mit den viel teureren Samsung Galaxy Buds+ musste sich das 3er-Modell nicht verstecken.

Akku: 6 Stunden Audiogenuss ohne Aufladen

Abseits der Tonqualität stellt die Akkulaufzeit den wichtigsten Faktor bei Bluetooth-Kopfhörern dar. Denn sobald der Akku bei Null ist, stellt sich die Frage nach der Soundqualität nicht mehr. Mit einer vollen Tankladung können die Tribit FlyBuds 1 bis zu sechs und die FlyBuds 3 bis zu fünf Stunden Musik abspielen. Allerdings nur, wenn man sie nicht in die jeweiligen Ladeboxen verfrachtet. Hier können die Kopfhörer wieder aufgeladen werden, sodass sie im Endeffekt bis zu 30 Stunden funktionieren (FlyBuds 1). Das ist schon ganz gut, allerdings hat die 3er-Version noch viel mehr auf dem Kasten. Genug, um die entsprechende Angabe aus dem Akku- in den Highlight-Bereich zu verschieben.

Tribit FlyBuds: Highlights und Schwächen

Kommen wir also zu den Tribit FlyBuds 3 samt Ladeetui. Wenn man die Kopfhörer regelmäßig wieder in die Ladebox verfrachtet, reicht die Akkukapazität laut Herstellerangaben für sagenhafte 100 Stunden. Das liegt daran, dass das Ladeetui eine eigene Akkukapazität von 2.600 mAh bietet. Wie viel das eigentlich ist, wird erst klar, wenn man die Kapazität mit jener der Samsung Galaxy Buds+ vergleicht. Die Samsung-Ladebox verfügt nämlich lediglich über 270 mAh. Kein Wunder also, dass man das Tribit-Ladeetui auch als Powerbank nutzen kann – um beispielsweise das Smartphone unterwegs wieder mit etwas Energie zu versorgen.

Tribit Kopfhörer
Tribit FlyBuds 3

Währenddessen findet sich das Highlight der Tribit FlyBuds 1 an einer ganz anderen Stelle. Die Kopfhörer verfügen nämlich über eine IPX8-Zertifizierung und sind somit selbst gegen dauerhaftes Untertauchen im Wasser geschützt. Laut Hersteller könnten die Kopfhörer sogar beim Schwimmen genutzt werden. Die Tribit FlyBuds 3 bieten derweil Schutz gegen zweiteiliges Untertauchen (IPX7).

Das steckt hinter den IP-Zertifizierungen

So viel zu den Highlights. Leichte Schwächen weisen die beiden Kopfhörer-Modelle ebenfalls auf. Zu nennen ist hier die Tatsache, dass der Hersteller keine passende App bereitstellt. Somit können Nutzer weder die Tastenbelegung anpassen noch einen angepassten Equalizer einstellen. Zudem fehlt auch ein Modus für Umgebungsgeräusche.

Fazit

Unterm Strich stellen sowohl die Tribit FlyBuds 1 als auch die Tribit FlyBuds 3 in ihrer Gewichtsklasse (knapp 40 und 46 Euro) gute Optionen dar. Wer In-Ear-Kopfhörer mit einem stylischen Ladeetui und einer IPX8-Zertifizierung bevorzugt, sollte zu den FlyBuds 1 greifen. Allerdings ist hier die Tonqualität nicht gerade überragend. Die FlyBuds 3 bieten dagegen einen echt guten Klang und ein Ladeetui mit Powerbank-Funktion. Dafür ist die Verarbeitung der Ladebox nicht ganz so gut und beim Schwimmen sollte man die Kopfhörer auch lieber im Spind lassen.

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Bildquellen

  • Tribit FlyBuds 1: Artem Sandler / inside digital
  • Tribit FlyBuds Zubehör: Artem Sandler / inside digital
  • Tribit FlyBuds 3: Artem Sandler / inside digital
  • Tribit FlyBuds 1 & 3: Artem Sandler / inside digital
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