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Soundcore Liberty 2 im Hands-On
In puncto Verpackung und bei den Beilagen zu den Anker-Kopfhörern kann man nun wirklich nicht meckern. Neben der üblichen Ausstattung wie einer Bedienungsanleitung und einem USB-Typ-C-Kabel legte das chinesische Unternehmen auch sage und schreibe sechs zusätzliche paar Ohrstöpsel und zwei zusätzliche paar Ohrhalterungen in die Box. Da diese jeweils unterschiedlichen Größen vorweisen, dürfte selbst Dumbo ohne Probleme die passende Kombination für sich finden können. Diese Artenvielfalt gehört zu den größten Vorzügen der Soundcore Liberty 2 gegenüber einem Großteil der Konkurrenz und ist auch durchaus ein wichtiger sowie unterschätzter Faktor bei der Auswahl von In-Ear-Kopfhörern.Wie gut sitzen die Kopfhörer?
Da ich auch privat kabellose In-Ear-Kopfhörer nutze, ist mir das einhergehende Gefühl in den Ohren bestens vertraut. Darum stellte der Umstieg auf die Soundcore Liberty 2 keine Probleme dar. Ich musste nur ein paar Minuten investieren, um die richtigen Ohrstöpsel und Ohrhalterungen herauszusuchen. Die ursprüngliche Konstellation passte nämlich überhaupt nicht. Aber dafür sind die Wechselteile ja im Lieferumfang enthalten. Im Endeffekt saßen die Ohrhörer so gut, dass ich sie kaum spürte. Dennoch musste ich nicht befürchten, dass sie bei sportlichen Aktivitäten wie während des Joggens herausfallen. Perfekt sind die Anker-Kopfhörer allerdings auch nicht. Aufgrund ihrer Form erinnern sie seitlich gesehen an Pilze, die aus den Ohren sprießen. Von Ästhetik kann hier keine Rede sein. Wobei Geschmäcker bekanntlich verschieden sind.Anker-Kopfhörer im Einsatz
Wer schon mal Bluetooth-Geräte mit einem Smartphone verbunden hat, dürfte auch die Liberty 2 problemlos mit dem Mobiltelefon koppeln können. Du musst lediglich darauf achten, dass sich die Kopfhörer in der Ladebox befinden, und dass der Deckel aufgeschoben ist. Für diejenigen, die es etwas genauer wissen wollen, hat Anker ein kurzes Tutorial-Video angefertigt:Empfohlener redaktioneller Inhalt
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Die eben erwähnte Anwendung hört auf die Bezeichnung Soundcore und lässt sich sowohl aus dem App- als auch im Play-Store von Apple beziehungsweise Google herunterladen . Befindet sich diese auf dem Smartphone, haben Nutzer Zugriff auf drei Bereiche. Einer davon reguliert die Belegung der Kopfhörer-Tasten, in einem weiteren Bereich können die Akkustände der einzelnen Kopfhörer geprüft werden und im dritten Bereich lässt sich der Sound anpassen. Im letzteren kann der Nutzer zwischen unterschiedlichen vorprogrammierten Equalizer-Typen wählen oder die Kopfhörer „personalisieren“.Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.Wie gut ist der Klang?
Grundsätzlich decken die Soundcore Liberty 2 den Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz ab. Für diejenigen, denen das nichts sagt: Das ist nahezu das gesamte hörbare Spektrum – zumindest, wenn man vom Menschen ausgeht. Hinzu kommt der aptX-Audio-Codex von Qualcomm. Dieser komprimiert die eigentlich bereits komprimierte MP3-Datei vor dem Verschicken noch einmal, und dekomprimiert sie dann vor Ort. Die Qualität soll dabei nicht abnehmen. Zusammen mit Bluetooth 5.0 wird so eine unterbrechungsfreie Verbindung sichergestellt. Und tatsächlich war die Wiedergabe während des Tests stets stabil. Das sollte sie allerdings auch sein, denn einen internen Speicher – um Musik auch ohne Smartphone abspielen zu können – bieten die Kopfhörer nicht. Dafür sind die Ohrhörer IPX5-zertifiziert. Das bedeutet: Schutz gegen Staub bieten die Liberty 2 zwar keinen, dafür sind sie aber gegen Strahlwasser geschützt. Unerwarteter Regen stellt also kein Problem dar.Ohrgasmus bleibt aus
Was den Klang angeht: Trotz des breiten Frequenzspektrums, der vorprogrammierten Equalizer und der personalisierbaren HearID-Funktion, ist der Klang eher durchschnittlich. Wer nur die bestmögliche Soundqualität haben muss, wird darum mit Sicherheit enttäuscht sein. Der größte Kritikpunkt ist allerdings nicht der Klang selbst, sondern das sehr laute Grundrauschen. Es ist bei kabellosen Kopfhörern stets vorhanden, die Lautstärke unterscheidet sich jedoch von Modell zu Modell. Und bei den Soundcore Liberty 2 ist das Rauschen so laut, dass es nicht nur während des kurzen Augenblicks, bevor ein Lied startet, klar hörbar ist, sondern auch während der Wiedergabe selbst – zumindest bei geringer Lautstärke.
An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen, dass viele True-Wireless-Kopfhörer den gleichen Makel haben. Es gibt allerdings auch Konkurrenzprodukte, bei denen ich das Grundrauschen überhaupt nicht wahrnehmen konnte, wie die True-Wireless-Kopfhörer Samsung Gear IconX (2018). Beim Telefonieren stellt das Grundrauschen hingegen kein Problem dar. Hier ist die Hauptsache, dass man den Gegenüber gut verstehen kann – und das ist hier definitiv der Fall. Auch der Gesprächspartner hört die eigene Stimme laut und klar. Allerdings wirkt diese etwas monoton.
Beim Musikhören die Zeit vergessen
Ein großer Nachteil der True-Wireless-Kopfhörer gegenüber ihren kabelgebundenen Pendants ist die begrenzte Laufzeit. Sie hängt vor allem von der verfügbaren Akkukapazität ab – bei den Soundcore Liberty 2 sind es jeweils 65 mAh pro Ohrhörer. Die Kapazität soll laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu acht Stunden gewährleisten. Bei In-Ear-Kopfhörern befindet sich dieser Wert im oberen Bereich. Die Ladebox birgt zudem weitere 500 mAh. Insgesamt soll sich der Musikgenuss so auf bis zu 32 Stunden erstrecken können.
Fazit
Es gibt wohl kaum jemanden, der die Anker Soundcore Liberty 2 als perfekte Kopfhörer bezeichnen würde. Das Design ist nicht allzu ansehnlich (wenngleich bequem), die Bedienung ist nur Mittelmaß und von einem Ohrgasmus kann aufgrund des lauten Grundrauschens auch keine Rede sein. Zudem sorgen kleine Schwächen bei der Handhabung für weitere Minuspunkte. Einige Nutzer werden sich beispielsweise sicherlich daran stören, dass die Wiedergabe nicht automatisch pausiert wird, wenn man die Kopfhörer aus den Ohren herausnimmt. Und dennoch: Für einen Preis von knapp 100 Euro (UVP) erhalten Käufer ein solides Gesamtpaket ohne große Mängel. Je nachdem was einem wichtiger ist – ob eine lange Akkulaufzeit, eine IP-Zertifizierung oder eine bequeme Steuerung – kann man für den gleichen Preis ohne großen Aufwand allerdings auch passendere Kopfhörer finden.



















Wurde auch das Pro Modell getestet? Mich würde interessieren ob das Grundrauschen bei diesem Modell besser ist.
Hallo Julian, das Pro-Modell haben wir leider nicht getestet.
Schade, denn das Pro Modell sind die besten EarPods die ich je hatte. Ich fand und finde den Sound sensationell. Mein Apple Air Pods 2 sind gleich auf EBay gelandet. Ich hatte aber auch davor einige andere teuere und günstigere Earpods ausprobiert und keine haben mich so überzeugt.