Das lästigste Mähroboter-Problem ist gelöst: Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro im Test:

5 Minuten
Zwei rotierende Mähteller, kein Begrenzungsdraht und noch dazu ein integrierter Trimmer für den Kantenschnitt. Der Goat A1600 Lidar Pro von Ecovacs hat das Potenzial, einer der spektakulärsten Mähroboter des Jahres zu werden.
Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Denn für 1.500 Euro bietet Ecovacs ein Gesamtpaket, das kein anderer Mähroboter auf dem Markt von sich behaupten kann. Wie schlagen sich die ganzen Innovationen und wie praktisch ist der integrierte Trimmer wirklich? Wir haben den 1.499 Euro teuren Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro getestet.

Einrichtung des Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro

Rein optisch hat sich beim Goat A1600 Lidar Pro nichts getan. Vieles erinnert an frühere Generationen des Herstellers. Er ist nach IPX6 wasserdicht. Erneut setzt Ecovacs auf zwei rotierende Mähteller. Außerdem gibt es im Lieferumfang erneut eine Station, die 74 × 54 × 29,8 cm misst.

Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Der Trimmer an der rechten Seite Image source: inside digital / Thomas Kern

Als App-Anbindung steht dir die Ecovacs-Home-App zur Verfügung. Für die Einrichtung benötigst du deine WLAN-Daten und deine Mailadresse für die Registrierung. Das Beste an der Installation des Mähroboters? Keine Navigations-Beacons, keine RTK-Station. Im Prinzip ist es Plug&Play. Dementsprechend geht die Einrichtung in der Praxis schnell. Schnell geht auch die Kartierung des Gartens. Hier hilft dir Ecovacs mit zahlreichen Tipps und Kurzvideos, um wirklich keine Fehler zu machen.

Screenshot aus der Ecovacs-Home-App
Ecovacs-Home-App Image source: inside digital / Thomas Kern

Genial ist zudem, dass der A1600 Lidar Pro deinen Garten automatisch scannen kann. Hierfür musst du den Roboter an eine Gartenbegrenzung deiner Wahl fahren und kannst dann die automatische Kartierung starten. Solltest du dich doch dazu entscheiden, deinen Garten für die Kartierung selbst abzufahren, musst du dich auf ein ziemlich hohes Fahrt­tem­po einstellen. In einigen Momenten war das fast schon zu schnell, sodass eine punktgenaue Erfassung nicht möglich war. Aber auch das ist kein Problem, denn du kannst während des Prozesses jederzeit einen gescannten Teil der Karte wieder löschen und neu abfahren.

Mähleistung des Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro

Ausgehend von der Station kannst du festlegen, in welcher Richtung die Bahnen verlaufen sollen. Dementsprechend linear ist auch das Schnittbild. Diese Mähleistung ist dabei solide. Auch bei hohem Gras hat der Roboter keine Probleme. Zumal dir Schnitthöhen von 3 bis 9 cm zur Verfügung stehen. Die Mähgeschwindigkeit liegt bei 0,4 bis 0,7 m/s. Ganze 400 m²/h schafft der Goat laut Herstellerangabe. Außerdem soll der Roboter Steigungen von bis zu 50 Prozent, was laut Ecovacs 27° entspricht, meistern können.

Screenshot aus der Ecovacs-Home-App
Weitere Einstellungen in der Ecovacs-Home-App Image source: inside digital / Thomas Kern

Hinzu kommt, dass Ecovacs wie schon beim Goat A1600 RTK (Test) auf zwei Mähteller setzt. Für die Navigation sind derweil ein Dual-LiDAR-Navigationssystem mit 360° rotierendem LiDAR und ein 3D-ToF-LiDAR zuständig. Klingt nach purem Hightech. Heißt aber nur, dass der Mähroboter immer über eine Rundumsicht dank zahlreicher Lasersensoren verfügt. Somit klappt die Navigation auch im Dunkeln, wenn jemand den Roboter, im unwahrscheinlichen Fall, noch nach Einbruch der Dunkelheit arbeiten lässt.

Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Das 360-Grad-Lidarsystem des Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro

Insgesamt klappen die Navigation und Hinderniserkennung in der Praxis gut. Nur einmal hat der A1600 Lidar Pro ein Hindernis mit dem verbauten Trimmer berührt. Alles in allem zeigt sich der Roboter in dieser Hinsicht von einer guten Seite.

Wie gut funktioniert der integrierte Trimmer?

Mähroboter tun sich vor allem in einer Sache besonders schwer, dem kantennahen Schnitt. Für gewöhnlich lassen Mähroboter immer einen großzügigen Abstand zu Gartenbegrenzungen. Ecovacs hat in der neuen Goat-Generation einen neuen Ansatz gefunden, der das Problem löst. Und zwar verbaut der Hersteller im A1600 Lidar Pro einen Trimmer-Aufsatz an der linken Seite. Diesen musst du vorab am Gerät festschrauben. Zusätzlich gibt es eine Bürste, um gewisse Gartenbegrenzungen vom Trimmer zu verschonen.

Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Natürlich gibt es für den Notfall ein Stopptaste Image source: inside digital / Thomas Kern

Nach der Kartierung deines Gartens kannst du dann entscheiden, ob der Roboter den gesamten Garten entlang an den Kanten trimmen soll oder ob du ihm bestimmte Begrenzungen vorgibst. Erst dann und nur dann kommt der Trimmer zum Einsatz. Das bedeutet, der Mähroboter wird deinen Rasen aus Sicherheitsgründen nicht mähen und gleichzeitig trimmen.

Screenshot aus der Ecovacs-Home-App
So aktivierst du den Trimmer in der App Image source: inside digital / Thomas Kern

Im Test funktioniert alles einwandfrei mit dem Trimmer. Die vorgegebene Fläche wird zuverlässig getrimmt. Erstaunlich ist, dass der Ecovacs-Roboter sehr vorsichtig arbeitet. Damit meine ich, dass der Roboter im Test zweimal den Trimmer stoppt, weil er dachte, Menschen vor sich zu haben. Stell dich zudem auf eine Menge Lärm ein, denn der Trimmer ist wirklich unglaublich laut. Hier wirst du definitiv auf Ruhezeiten achten müssen. Zudem kannst du den Einsatz des Trimmers nicht in Mähpläne einbinden. Natürlich ist das etwas unpraktisch, weil man ihn immer selbst aktivieren muss. Aber das ist vermutlich aus Gründen der Sicherheit nicht anders möglich.

Ansonsten hat uns die kurze Ladedauer in Staunen versetzt. Der Goat A1600 Lidar Pro ist in absurd kurzer Zeit nach dem Mähvorgang wieder vollgeladen. Dank des integrierten 113,4-W-Schnellladens ist der Roboter in gerade einmal 50 Minuten einsatzbereit.

Fazit: Lohnt sich der Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro?

Ja, denn dank des integrierten Trimmers löst Ecovacs ein Problem, das kein anderer Mähroboter bislang gelöst hat: den Kantenschnitt. Dabei hat der Hersteller auch besonders an alle Sicherheitsaspekte gedacht. Denn der Aufsatz kommt nur zum Einsatz, wenn du ihn vorher aktivierst und eine Gartenbegrenzung vorgibst.

Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro beim Mähen Image source: Thomas Kern / inside digital

Abseits davon kann der Mähroboter in fast allen Belangen überzeugen. Einzig bei der Navigation unterlaufen dem Roboter wenige Fehler. Zugegeben, aber nichts, was den guten Gesamteindruck schmälert. Dafür überzeugt der Roboter bezüglich der Mähleistung. Denn ähnlich wie der A1600 RTK (Test), der im Test überzeugt hat, hat auch der neue A1600 Lidar Pro die gleiche Ausrüstung fürs Mähen an Bord. Der Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro ist bereits im Handel erhältlich und kostet nach unverbindlicher Preisempfehlung 1.499 Euro.

Testsiegel Ecovacs Goat !600 Lidar Pro
Testsiegel Ecovacs Goat !600 Lidar Pro / Bildquelle: inside digital

Vorteile:

  • Kinderleichte Einrichtung
  • Kein Kabel, keine RTK-Station notwendig
  • Funktionsreiche App
  • Trimmer kann voll überzeugen

Nachteile:

  • Vereinzelte Navigationsschwächen

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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Ecovacs. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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1 KOMMENTAR

  1. Nutzerbild Markus

    Funktioniert nicht bei Mauern ( und schon gar nicht mit weniger als 10 cm)! Ich habe noch keine Einstellung gefunden, die auch nur annähernd die Kanten trimmt. Entweder will der Mäher drüberfahren (sieht nach 3 – maligem Einsatz aus als wäre er 3 Jahre alt) oder fährt so dicht an der Mauer entlang das das Trimwerk sich abschaltet oder bleibt so weit weg, das es keinen Sinn macht. Die Schutzbürste an der Seite verstärkt das noch, da die über der niedrigen Mauer steht wenn der Mäher ranfährt und der Mäher dadurch quasi geführt wird und / oder aufsetzt!

    Für mich momentan ein Fehlkauf!!!! Leider für den gedachten Einsatzzweck ungeeignet!

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