E-Bike kaufen: So finanzierst du dein Fahrrad mithilfe vom Staat

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E-Autos fördert die Bundesregierung unter anderem mit einer Prämie. Wie sieht es bei E-Bikes aus? Auch hier gibt es einige Möglichkeiten, Zuschüsse zu sichern. Wie du dir dein E-Bike finanzierst und bares Geld sparst, zeigen wir dir in diesem Ratgeber.
Ein blaues E-Bike steht neben einem Busch auf einer grünen Wiese.
So kannst du dir dein E-Bike fördern lassen.Bildquelle: Pixabay

Die Verkehrswende soll kommen – egal wie. E-Autos sollen bis 2030 die Straßen beherrschen, ebenso wie E-Bikes. Letztere lassen sich nicht nur in der Freizeit nutzen, sondern sind auch praktisch auf dem Weg zur Arbeit oder dem Einkauf. Pluspunkt: Sie verstopfen die Straßen in der Stadt nicht. Doch ein E-Bike hat auch seinen Preis, sodass man für gute Modelle tief in die Tasche greifen muss.

Nicht jeder hat das nötige Kleingeld oder möchte so viel für ein Fahrrad ausgeben. Doch in diesem Punkt gibt es Abhilfe – zumindest in einigen Fällen. Denn in Deutschland gibt es keine generelle, staatliche Förderung für E-Bikes – anders als bei der Prämie für E-Autos. Einen Zuschuss kannst du dir mitunter aber dennoch sichern.

E-Bike leasen

Anders als bei E-Autos gibt es vom Staat selbst keine Förderung. Doch einige Bundesländer, Stromversorger und Arbeitgeber können den Kauf eines E-Bikes bezuschussen. Gehst du über den Arbeitgeber, kannst du dir am ehesten ein Jobrad beziehungsweise ein E-Bike leasen lassen. Das funktioniert wie bei einem Auto: Der monatliche Beitrag wird dir von deinem Gehalt abgezogen; der Leasing-Vertrag geht meist über zwei bis drei Jahre. Nach Ablauf dessen kannst du das E-Bike kaufen, wenn du willst. Der Preis ist nach der Leasing-Zeit entsprechend günstig. Ansonsten lässt sich einfach ein neues Modell über den Vertragspartner leasen.

Für Privatpersonen lohnt sich das Leasing allerdings nicht. Hier wäre es sinnvoller, ein E-Bike zu mieten.

E-Bike mieten: So funktioniert es, das musst du beachten

Lastenrad über das BAFA

Die einzige staatliche Stelle, die derzeit E-Bikes fördert, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Ein „normales“ E-Bike ist hier aber ebenfalls nicht Gegenstand des Programms, sondern ein E-Schwerlastrad. Förderwürdig sind ausschließlich gewerblich genutzte Modelle, sprich Privatpersonen können keinen Förderantrag stellen.

Günstige E-Bikes: Förderungsmodelle der Bundesländer

Auch wenn es keine generelle Förderung in Deutschland gibt, so finden sich doch vereinzelt Finanzierungsmodelle in einzelnen Bundesländern. Nordrhein-Westfalen setzt beispielsweise auf Elektro-Lastenräder. Die Räder haben eine Ladefläche integriert, auf der Gegenstände, teilweise aber auch Personen transportiert werden können. Das Land bietet eine Übernahme der Kosten von bis zu 30 beziehungsweise 60 Prozent an – aber vorerst nur bis 2023. Die Übernahme der Anschaffungskosten ist allerdings an einen Maximalpreis gekoppelt: Der liegt bei Gewerbetreibenden bei 2.100 Euro, für Kommunen bei 4.200 Euro. Die Förderung für Privatpersonen lief bereits im März 2020 aus.

Ein ähnliches Modell verfolgt auch Baden-Württemberg: Zuschuss von E-Lastenrädern von 30 Prozent beziehungsweise bis zu 3.000 Euro, allerdings ebenfalls nicht für Privatpersonen.

Elektro-Fahrrad kaufen: Angebot auf kommunaler Ebene

Vorreiter sind in diesem Punkt vor allem Städte aus dem Süden Deutschlands. Derzeit bieten München, Regensburg und Tübingen jeweils eine Förderung beim Kauf eines E-Bikes an. München hat das Programm „München mobil“ im Gepäck, mittels dessen Verbraucher mit 25 Prozent des Nettopreises beziehungsweise bis zu 1.000 Euro unterstützt werden. Das Angebot gilt für Privatpersonen, Freiberufler und Vereine.

Bis vor Kurzem bot die Stadt Tübingen eine Abwrackprämie für alte Mopeds und Co. an, wenn danach ein E-Bike oder E-Roller gekauft wurde. Die Fördermittel sind mittlerweile erschöpft. Allerdings kannst du alternativ ebenfalls einen Zuschuss absahnen, wenn du zu einem Ökostromtarif der Tübinger Stadtwerke wechselst. Stichwort Stromanbieter: Hier gibt es auch einige Anbieter, die beim Kauf eines E-Bikes unterstützend wirken. Beispiele sind neben Tübingen auch Marburg und Baden-Baden.

Mannheim, Heidelberg, Regensburg, Stuttgart, Wolfratshausen und Würzburg unterstützen derweil neu gekaufte E-Lastenräder. Je nach Stadt sind die Bedingungen unterschiedlich.

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E-Bike über die Krankenkasse finanzieren

Die deutschen Krankenkassen bieten oftmals ein Gesundheitsprogramm an, bei dem Versicherte Bonuspunkte sammeln können. Diese lassen sich jedoch nur für Kurse und Ähnliches einsetzen. Sportgeräte können über die Krankenkasse in der Regel nicht finanziert werden.

Bei der Techniker Krankenkasse könntest du hingegen Glück haben: Deine Bonuspunkte könnten für einen E-Bike-Kauf genutzt werden. Der maximale Zuschuss liegt hier bei 600 Euro – und auch nur dann, wenn das E-Bike als medizinisches Hilfsmittel anerkannt ist. Außerdem ist der Zeitraum, über den du die Punkte sammelst, recht lang: bis zu drei Jahre kann das dauern.

E-Bike über Banken und Händler erwerben

Wenn du nicht das nötige Geld für ein neues E-Bike hast und deine Stadt oder dein Bundesland keine Förderprogramme anbieten, gibt es eine letzte Möglichkeit: die Finanzierung über Banken und Fahrradhändler. Einige Banken bieten kleine Kredite an, die sich für E-Bikes und Ähnliches eigenen.

Alternativ bieten Fahrradhändler des Öfteren auch Finanzierungsoptionen an, mit denen du dein Rad beispielsweise in Raten über ein oder zwei Jahre abbezahlen kannst. Hier liegt das Sparpotenzial allerdings oftmals bei null.

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10 KOMMENTARE

  1. Leider gilt die Förderung in München nicht für E-Bikes oder Pedelecs. Lastenräder jedoch werden gefördert. Genau so wie z.B. E-Roller.

  2. Ich korrigiere. Die Stadt schreibt auf der einen Seite, dass E-Bikes und Pedelecs nicht gefördert werden, dann aber wiederum dass Fahrzeuge der Klasse L1e gefördert werden. Darunter fallen Pedelecs etc.

  3. So dumm…. Es wird wiedermal an falscher Stelle gefördert. Fahrräder, die nun echt mal zur Entlastung beitragen würden, nicht. Der Körper dankt es einem auch.

  4. Warum dumm? Viele fahren mit nem EBike anstatt das Auto zu benutzen. Zudem gibt es die Förderung, weil die Bikes teurer als normale Bikes sind. Würde es eher bevorzugen, die Drosselung aufzuheben.

  5. Ich selbst habe mir ein E-Bike (Haibike Sduro – Preis 1990,00 Euro) über das Arbeitsamt finanzieren lassen. Nennt sich Vermittlungsbudget, wenn man darlegt, dass man das bike zum erreichen des Arbeitsplatzes nutzt. Auch die ARGE bezahlt bis zu 2000 Euro. Dort nennt sich dieses Mobilitätsbeihilfe. Einfach mal nachfragen

  6. Ich setze mein E-bike komplett von der Steuer ab d.h. nicht über die 1% Regelung. Dazu habe ich einen Transponder (GPS) unter den Sattel montiert, der mit einer Fahrtenbuch APP gekoppelt ist. Vorher war der in meinem Dienstmotorrad und das wurde auch durch das Finanzamt akzeptiert. Abends trage ich dann die Kundenbesuche in die Fahrtenbuch APP.

  7. Falls ich mit dem Rad MTB mal langsamer bin als mit dem E-Bike steige ich vielleicht auch um.
    Solange freu ich mich für euch und die E-Bike Unterstützung. Nicht nachvollziehbar für mich.
    Mein aktuelles Rad kostet übrigens 5000€ und das ist Mittelklasse. Soviel zu E-Bike ist teurer.
    Wenigsten ist als Jobrad auch ein Bio Bike möglich.
    Gruß und Kette rechts

  8. Jobrad hört sich schön und gut an, aber dass dadurch der Bruttogehalt sinkt, man z.B. weniger in die Rentenkasse einzahlt; aufgrund der Steuerersparnisse dies eigentlich wieder nachzahlen muss bei der Steuererklärung; der Händler IMMER den teuersten Preis nimmt bei der Rechnung, darüber spricht niemand..

  9. Aktuell bekommst du eh kein Rabatt. Glücklich wer noch ein Rad bekommt. Bei der IG Metall gibts z.B. freie Tag oder Geld, da spricht niemand über den Rentenverlust und nimmt die Tage. Was macht das denn an Rente aus bei 5000€ verteilt auf 3 Jahre. Bei 51 Beittragsjahren und mit 67 kann ich mir das glaube ich leisten.

  10. Also ich habe mein E-Bike über Bikeleasing geholt und muss sagen das ich bis jetzt noch keine Steuer nachzahlen musste und an der Rente macht es auch nur Cent Beträge aus. Ich habe das Volle Versicherungspaket genommen und bin bei 80,-€ im Monat die ich zahle nach drei Jahren kann ich es wieder hinstellen oder ich löse es für 680,-€ aus.
    Das Bike kostet 5500,-€ wenn ich es aus löse habe ich zum Kauf auch nochmal Geld gespart. Wenn ich was habe gehe ich zum Händler und lasse reparieren und zahle keinen Cent ist alles in den 80,-€ mit drin.

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