WLAN-Studie enthüllt: Deutschlands freie WLAN-Hotspots sind zu langsam

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Darüber, wie frei sich die Internetnutzung in manchen Ländern gestaltet, lässt sich bekanntlich streiten. Weniger jedoch über die konkrete Anzahl an verfügbaren kostenlosen WLAN-Hotspots, wie eine neue WLAN-Studie von vpnMentor enthüllt. Laut der Studie liegt Deutschland auf Platz 7 im Vergleich.
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WLAN-StudieBildquelle: vpnMentor

Eine WLAN-Studie von vpnMentor enthüllt, wie viele kostenlosen WLAN-Hotspots in Ländern in Europa zur Verfügung stehen. Deutschland sichert sich dabei zwar einen Platz in den Top 10, liegt jedoch nur auf Platz 7 der Wertungen. Damit bleibt Deutschland sogar hinter Ländern wie Russland und der Ukraine zurück.

WLAN-Studie – welche Kriterien wurden bewertet?

Neben der Anzahl an verfügbaren kostenlosen Hotspots wurde ebenso die durchschnittliche Fläche pro Hotspot wie auch die durchschnittliche Anzahl an Personen pro Hotspot untersucht. Betrachtet man die Geschwindigkeit der einzelnen Verbindungen, sind die Länder mit den schnellsten WLAN-Geschwindigkeiten alle in Europa angesiedelt. Hier finden sich Litauen sowie Kroatien auf den ersten Plätzen. Andere Kandidaten wie Italien schaffen es nicht in diese Liste. Überraschend war bei der Ermittlung der verfügbaren WLAN-Hotspots, dass sich Russland hier Platz 1 sicherte. In dem Land, das häufig für seine Internetbeschränkungen in der Kritik steht, stehen über 275.000 öffentliche Netzwerke zur Verfügung.

Litauen hingegen hat mit mehr als 4.000 WLAN-Hotspots eine der mengenmäßig schlechtesten Versorgungen in Europa. Damit reiht sich das Land auf Platz 24 von 26 ein. Die reine Anzahl der Hotspots ist jedoch relativ zur Größe des Landes zu sehen. Anders sieht das bei der Geschwindigkeit aus. Denn eben jene 4.000 Hotspots verfügen über Geschwindigkeiten von bis zu 15 Mbit/s.

Deutschland sicherte sich Platz 7 dieser Rangliste mit über 56.000 WLAN-Hotspots. Damit bleibt Deutschland nicht nur knapp hinter Nachbarn Frankreich auf Platz 6 mit über 57.000 Hotspots. Die Deutschen liegen auch hinter Portugal, Italien sowie Spanien. Die Ukraine thront mit über 120.000 Hotspots auf Platz 2 direkt hinter Russland. Doch nicht nur die Anzahl an Hotspots in Deutschland lässt im Vergleich zu anderen Ländern noch zu wünschen übrig. Auch die Geschwindigkeiten der WLAN-Hotspots sind ernüchternd. Denn in dieser Wertung hat es Deutschland nicht einmal in die Top 10 der Länderliste geschafft.  

Wie sieht es mit WLAN-Hotspots weltweit aus?

Laut vpnMentor gab es im Jahr 2021 weltweit etwa 542 Millionen WLAN-Hotspots. Die Untersuchung zeigte jedoch, dass diese WLAN-Hotspots keineswegs gleichmäßig verteilt sind. Gerade in Ländern, die weniger Hotspots bieten, ist es schwieriger einen Zugang zu erhalten, da die Netzwerke so durch die an Personen, die sie nutzen möchten, schnell ausgereizt sind. Andere Länder hingegen bieten landesweit eine sehr große Anzahl an Hotspots, vor allem im Vergleich zur Bevölkerungszahl, sodass der Bedarf an zugänglichen Verbindungen gedeckter ist. Betrachtet man die Menge der weltweiten Hotspots jedoch im Vergleich zu der Anzahl, die in Europa und gerade in Deutschland vorhanden sind, wirkt die Zahl ernüchternd. Selbst die Menge an Hotspots aller Top 10 Länder dieser Liste zusammengefasst, macht nur einen geringen Teil der weltweiten Hotspots aus.

Diese deutschen Städte schnitten am besten in der WLAN-Studie ab

Zu den drei Städten, die die meisten kostenlosen WLAN-Hotspots in Deutschland zur Verfügung stellen, zählen neben Berlin auch Hamburg und München. Berlin bietet mit über 5.000 Hotspots dabei mehr als doppelt so viele Zugangspunkte wie Hamburg oder München. Hamburg erobert mit über 1.800 Hotspots Platz 2, während München sich mit über 1.500 Hotspots Platz 3 sichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer dieser drei Städte also Zugang zu einem kostenlosen WLAN-Hotspot erhält, ist um einiges größer als in anderen deutschen Städten. Da im Verhältnis jedoch noch immer viele Menschen auf einen Hotspot in Deutschlands Städten kommen, sollte man seine Erwartungen herunterschrauben und nicht mit schnellen Verbindungen rechnen.

In den meisten Fällen werden die mobilen Datentarife der eigenen Mobilfunkverträge schnellere Verbindungen liefern als örtliche WLAN-Hotspots. Wer also über ein ausreichendes mobiles Datenvolumen verfügt, ist im Zweifelsfall damit besser bedient. Für Nutzer, die jedoch wenig mobile Daten haben, können WLAN-Hotspots eine vielversprechende Möglichkeit sein, um unterwegs Datenvolumen einzusparen. Dabei sollte jedoch niemals vergessen werden, dass öffentliche Hotspots weniger sicher sind. Der Schutz der eigenen Daten darf dabei also nicht vernachlässigt werden.

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