Die Telekom stellt auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona den „Magenta AI Call Assistant“ vor. Die Idee dahinter: KI-Funktionen sollen nicht über eine separate App oder spezielle Hardware laufen, sondern direkt in das Telefonat integriert werden – also als Netzfunktion. Die Telekom spricht von einer Weltpremiere und betont, dass der Assistent „in Echtzeit“ verfügbar sein soll, ohne dass du dir zusätzliche Technik zulegen musst. Konkret heißt das: Während du telefonierst, kannst du KI-Dienste dazuschalten. Laut Telekom ist die KI dann nicht nur ein nachgelagertes Tool, das später ein Protokoll erstellt, sondern ein aktiver Bestandteil des Gesprächs – inklusive Funktionen, die dir während des Anrufs helfen sollen.
Was passiert, wenn du „Hey Magenta“ sagst
Der Call Assistant wird laut Telekom erst während des laufenden Anrufs per Zuruf „Hey Magenta“ aktiviert. Entscheidend ist dabei die Abgrenzung, die das Unternehmen in Bezug auf den Datenschutz setzt: Ohne Aktivierung sollen keine gesprochenen Inhalte gespeichert oder analysiert werden. Erst wenn du den Assistenten bewusst dazuholst, verarbeitet er das Gesagte.
Zusätzlich soll Transparenz für alle Beteiligten geschaffen werden: Gesprächspartner werden benachrichtigt, wenn der Call Assistant aktiv ist. Vor der Nutzung musst du dich laut Telekom außerdem anmelden – es ist also kein „einfach da“-Feature, das automatisch für alle im Hintergrund läuft.
Diese Funktionen sind zum Start geplant
Als erste Dienste nennt die Telekom drei Bausteine:
- Live-Übersetzung
- Gesprächszusammenfassung
- Beantworten von Fragen aller Art
Perspektivisch will die Telekom den Dienst breiter ausbauen. Innerhalb der nächsten zwölf Monate ist von Unterstützung für bis zu 50 Sprachen die Rede. Für Nutzer in Deutschland soll der Start „noch in diesem Jahr“ erfolgen.
Wenn Telefonate zu Aufgaben werden sollen
Spannender als Übersetzen und Zusammenfassen sind die langfristigen Versprechen: Der Assistent soll nicht nur „mithören und erklären“, sondern auch Dinge erledigen, die im Gespräch entstehen. Als Beispiele nennt die Telekom Reservierungen (Restaurant, Arzttermin, Reise), das Ausfüllen von Formularen oder Rückfragen wie „Wann passt es Ihnen?“ bzw. „Fenster oder Gang?“. Am Ende soll die KI Bestätigungen sauber dokumentieren.
ElevenLabs als Partner und die offene Kostenfrage
Entwickelt wird der Call Assistant in Partnerschaft mit ElevenLabs. Die Telekom stellt den Partner als führend in Sprach-KI und Audio dar und verbindet dessen Modelle mit der eigenen Netz-Infrastruktur. Das erklärt auch den Fokus auf Voice-Features wie Übersetzung und „KI-Agenten“ im Telefonat.
Konkrete Details fehlen in den Infos der Telekom, die uns bisher vorliegen, noch. Zum Beispiel: ob das Feature an bestimmte Tarife gebunden ist, was es kostet und wie die Benachrichtigung des Gesprächspartners konkret aussieht. Die Telekom setzt kommunikativ stark auf „ohne Apps“ und „auf allen Geräten“ – aber die Alltagstauglichkeit hängt am Ende an genau diesen Rahmenbedingungen. Wir werden uns den Dienst auf dem MWC in Barcelona anschauen.
