Wahnsinn: Lufthansa lässt die Preise explodieren

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Von großen deutschen Flughäfen in den Urlaub oder auf eine Geschäftsreise zu starten, ist aktuell kein großer Spaß. Denn aufgrund fehlenden Personals kann es an der Fluggastkontrolle zu extrem langen Wartezeiten kommen. Zudem wurden bereits unzählige Flüge abgesagt – mit jetzt ganz neuen Folgen.
Heck eines Lufthansa A320neo am Flughafen.
Wer im Juli mit Lufthansa fliegen möchte und noch kein Ticket hat, muss aktuell horrende Preise bezahlen.Bildquelle: Lufthansa

Auf erfreuliche Nachrichten folgen weniger erfreuliche. Nach der Entscheidung von Lufthansa, den „Super-Jumbo“ Airbus A380 wieder zurück in der Flotte aufzunehmen, macht die größte deutsche Fluggesellschaft jetzt erneut von sich reden. Allerdings auf eine Art und Weise, die den Wenigsten gefallen dürfte. Denn nach der Streichung von Tausenden Flügen während der Sommermonate kommen jetzt horrende Preisaufschläge dazu. Sowohl auf nationalen als auch internationalen Verbindungen.

Lufthansa: Innerdeutsche Flüge für 725 Euro und mehr

Aktuell stehen Flüge für den fast gesamten Juli nur in den jeweils teuersten Buchungsklassen zur Verfügung. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur dpa. Wer zum Beispiel von München nach Frankfurt fliegen möchte, muss dafür bis Ende Juli mindestens 363 Euro bezahlen. Zum Teil werden auch mehr als 420 Euro fällig. Wohlgemerkt: nur für diese eine Strecke und nur mit Handgepäck – in der Economy-Class. In der Gegenrichtung kommen nochmals 362 Euro dazu, was in Summe für einen innerdeutschen Flug auf der genannten Verbindung hin und zurück 725 Euro entspricht.

Noch teurer sind Verbindungen innerhalb Europas. Wer noch im Juli zum Beispiel von Frankfurt nach Paris fliegen möchte, muss dafür hin und zurück in der Regel mindestens 1.040 Euro zahlen. Nur in der letzten Juli-Woche sind Verbindungen zu Preisen ab 625 Euro buchbar. Zum Vergleich: Wer zwischen September dieses und Februar kommenden Jahres auf der gleichen Strecke fliegen möchte, kann sich Hin- und Rückflug schon für gerade einmal 120 Euro sichern. Und wer im Juli mit der Bahn von Frankfurt nach Paris reist, ist ab rund 210 Euro dabei.

Screenshot einer Buchungsmaske für Lufthansa-Flüge
Flüge mit Lufthansa sind im Juli 2022 besonders teuer.

Hohe Preise sollen Kunden von Neubuchungen abhalten

Anders als die niederländische KLM, die in den vergangenen Wochen bereits mit einem vorübergehenden Buchungsstopp auf das Chaos am Flughafen Amsterdam reagierte, macht Lufthansa die Buchung von Flügen weiter möglich. Aber nur zu teilweise deutlich höheren Konditionen, sodass aktuell nur diejenigen kurzfristige Flüge buchen dürften, die auch wirklich zwingend fliegen müssen. Oder anders ausgedrückt: Um jenen Passagieren, die aktuell von einer Flugstreichung betroffen sind, eine alternative Reisemöglichkeit anbieten zu können, wurde die Verfügbarkeit von Lufthansa-Flügen für Neubuchungen im Juli erheblich reduziert.

Die kommenden Tage will Lufthansa nach eigenen Angaben nutzen, um von einer Flugstreichung betroffenen Passagieren eine alternative Verbindung anzubieten. Erst wenn das erledigt ist, sollen wieder alle Buchungsklassen freigeschaltet werden. Möglicherweise ist das bereits ab Mittwoch, 6. Juli, wieder der Fall. Vielleicht dauert es aber auch noch etwas länger.

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1 KOMMENTAR

  1. Gerhard Hofstädter

    Völlig in Ordnung. Damit wird die Bahn noch attraktiver. Die Umwelt wird‘s danken. Es muss nicht jeder für 99 Euro um den halben Erdball fliegen. Mit geförderten Kerosinpreisen, halb so teuer als der Sprit an der Zapfsäule.

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