Volvo: Kameras sollen Fahrer auf Rauschmittel scannen

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Volvo liegt die Sicherheit seiner Kunden am Herzen. Deswegen will der Hersteller Schritt für Schritt für deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Dabei helfen sollen bald auch Kameras im Innenraum von neuen Volvo-Modellen.
Armaturenbrett von Volvo
Bildquelle: Volvo

Der Automobilhersteller Volvo will einen neuen Schritt unternehmen, um das Fahren mit seinen Fahrzeugen sicherer zu machen. Im Auto installierte Kameras sollen den Fahrer zukünftig dahingehend untersuchen, ob er unter Alkoholeinfluss steht oder auf eine andere Art und Weise abgelenkt ist. Die Kameras sollen so helfen, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr zu reduzieren.

Volvo: Auf Tempo-Limit folgt Kameraüberwachung

Erst Anfang März war Volvo mit einer überraschenden Initiative an die Öffentlichkeit gegangen. Ab 2021 produzierte Fahrzeuge des schwedischen Herstellers sollen demnach nicht mehr schneller als 180 km/h fahren können. Weil sich aber nicht nur eine hohe Geschwindigkeit, sondern vor allem auch Alkoholeinfluss negativ auf die Beherrschbarkeit eines Fahrzeugs auswirken kann, geht Volvo nun noch einen Schritt weiter.

Die künftig in Volvo-Fahrzeugen installierten Kammeras sollen den Fahrer auf den Konsum von Rauschmitteln überwachen. Und sie sollen ein Eingreifen des Fahrzeugs ermöglichen, wenn ein deutlich abgelenkter Fahrer nicht auf Warnsignale reagiert. Denn dann riskiere er einen Unfall mit schweren Verletzungen oder sogar Todesopfern.

Denkbar sei, dass sich in einem solchen Fall die Fahrgeschwindigkeit nicht nur auf ein langsames Tempo begrenze, sondern sogar deutlich reduziere. Selbst das komplette Ausbremsen des Fahrzeugs sei vorstellbar, um Menschenleben zu schützen.

„Einige Leute glauben immer noch, dass sie nach einem Drink fahren können und dass dies ihre Fähigkeiten nicht beeinträchtigt. Wir wollen sicherstellen, dass Menschen nicht durch Rausch in Gefahr geraten.“ Trent Victor, Professor für Fahrerverhalten bei Volvo Cars

Kameras und Sensoren prüfen Fahrverhalten

Fahrzeuge der Zukunft könnten analysieren, wenn über längere Zeiträume kein Lenkvorgang mehr stattfinde, so Volvo. Auch seien Sensoren in der Lage, längere Zeit geschlossene Augen zu erkennen. Selbst wenn die Augen die Straße verließen, sei dies ein Alarmsignal, dass ein Auto zukünftig erkennen müsse, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen, ist sich Volvo sicher.

Die Einführung der Kameras zur Fahrerüberwachung ist bei allen Volvo-Modellen ab Anfang der 2020er Jahr bei der nächsten Generation der skalierbaren SPA2-Fahrzeugplattform geplant. Erst zu einem späteren Zeitpunkt möchte Volvo darüber informieren, wo die Kameras im Innenraum der Fahrzeuge installiert werden und wie viele im Detail zum Einsatz kommen.

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