Silvestergrüße per Handy schicken: Das musst du 2021 wissen

3 Minuten
Eigentlich hatte man gehofft, Silvester 2020 bleibt einmalig. Doch auch dieses Jahr ist alles anders als man es kennt. Das wirkt sich auch auf die Neujahrsgrüße aus. Wir sagen dir, was du wissen musst, damit deine Neujahrs-Wünsche ankommen.
Bildquelle: Pixabay

Ob per Anruf, SMS, WhatsApp-Nachricht oder Instagram-Post – fast jeder wünscht seinen Freunden und Bekannten in der Neujahrsnacht alles Gute. Anders als beispielsweise an Weihnachten konzentrieren sich diese Grüße aber auf die Stunden rund um Mitternacht. Jedes Jahr ist das eine echte Belastungsprobe für die Mobilfunknetze – wenngleich die teils stundenlangen Netzüberlastungen nicht mehr auftreten.

Verlagerung ins Festnetz

Allgemein ist davon auszugehen, dass die Mobilfunknetze in diesem Jahr zumindest in Sachen Datenübertragung weniger genutzt werden, als an einem normalen Silvester. Denn wenn sich alle an die Corona-Auflagen halten, dann werden sich alle zum Jahreswechsel zu Hause aufhalten und wohl das eigene WLAN nutzen, um die digitalen Grüße zu übermitteln. Das entlastetet LTE & Co.

Im Festnetz wiederum sind weder per DSL noch per Kabel Engpässe zu erwarten. Das zeigte sich auch im vergangenen Jahr. Vodafone übertrug beim Jahreswechsel 2020/2021 im Zeitraum von 20 bis 3 Uhr insgesamt 16.000 Terabyte Daten – so viel wie zwei Millionen Jahre Netflix am Stück, hieß es. Vor allem Videoanrufe seien hier gefragt gewesen. Das Datenvolumen war dabei etwa 50 Prozent höher als üblich. Wirkliche Engpässe verzeichnete aber niemand.

Konzentration auf die Minuten nach Mitternacht

Anders sieht es aus, wenn du telefonieren willst. Denn hier telefonieren die meisten Nutzer inzwischen per Handy und nicht mehr per Festnetz – selbst wenn dieses in der Nähe ist. Wenn nun kurz nach Mitternacht jeder seine Liebsten anruft, könnte es zu Engpässen bei der Gesprächsvermittlung kommen. Kein Netz der Welt ist darauf ausgelegt, dass alle Nutzer gleichzeitig telefonieren können.

Im vergangenen Jahr – also um den Jahreswechsel 2020/2021 – führten Voda­fone-Kunden rund 17 Millionen Gespräche zwischen 20 und 3 Uhr im Mobil­funk-Netz. Das seien in etwa gleich viele Gespräche wie in der Silves­ter­nacht vor einem Jahr. Bei O2 verzeichnete man sogar weniger Telefonate – die aber länger dauerten.

Dadurch, dass es auch dieses Jahr keine großen Partys gibt, die bis weit in die Nacht hinein reichen, werden die meisten ihre Neujahrsgrüße wohl wirklich kurz nach Mitternacht anstoßen. Feuerwerk auf der Straße und Umarmen der Party-Freunde fällt aus, mit Partner und Familie ist schnell angestoßen. So ist zu erwarten, dass die Traffic-Last zu diesem besonderen Jahreswechsel deutlich eher einsetzen wird. Das entlastet die Netze.

Telefonate dauern meist nur eine Minute

Wenn du doch vom Netz abgewiesen wirst, dann versuche es noch einmal. Denn das durchschnittliche Telefonat, das kurz nach Mitternacht geführt wird, dauert nach Erfahrungen aus den Vorjahren nicht länger als eine Minute. Nur für den Fall der Fälle: Den Notruf 112 kannst du immer wählen – hier fliegt dann im Zweifel ein anderer Nutzer aus der Leitung. Für die 110 gilt das nicht.

SMS als Rettungsanker

Die klassische SMS wird zwar weiterhin fleißig von deutschen Verbrauchern für Neujahrsgrüße genutzt, verliert aber gegenüber dem Siegeszug der Messaging-Dienste immer mehr an Boden. Genau diese SMS könnte aber deine Rettung sein, wenn du per Telefon nicht durchkommst und auch WhatsApp überlastet sein sollte – was nicht auszuschließen ist.

Zunächst solltest du, wenn du deinen Gruß schnell loswerden willst, darauf achten, dass du Bild und Video weglässt, wenn die Nachricht nicht rausgeht. SMS gehen aufgrund einer anderen Übermittlungsart oftmals auch dann raus, wenn Messenger keine Chance mehr haben. Die SMS-Zentralen sind längst nicht mehr so überlastet wie noch vor einigen Jahren.

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2 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Teuer genug

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  2. Stefan Nöken

    Ich weiß zwar nicht, wie ihr eure Berechnungen macht, aber bei 16PB/16.000TB komme ich auf ca. 709 Jahre – nicht 2 Millionen Jahre Netflix.

    Berechnungsgrundlage ist ein Full HD Stream bei etwa 6Mbit. 16.000TBx1024x1024 (um auf MB zu kommen) x8 (um auf MBit zu kommen) : 6Mbit : 60 : 60 : 24 : 365 = 709 Jahre.

    Verstehe nicht, wie man da auf 2 Millionen kommt.

    Antwort

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