Schon wieder! Telekom-Preiserhöhung für DSL und Glasfaser

4 Minuten
Die Telekom hat ihre Preise für DSL und Glasfaser angehoben. DSL wird einen Euro, Glasfaser zwei Euro teurer. Das Datum dürfte dir bekannt vorkommen: Vor genau einem Jahr lief es nicht anders.
Das Logo der Telekom auf einem Dach
Telekom schaltet Festnetz abBildquelle: Telekom

Buchst du jetzt einen Internetanschluss bei der Telekom, zahlst du mehr als noch im September. Seit dem 1. Oktober kosten die MagentaZuhause-Tarife per DSL einen Euro mehr im Monat. Bei Glasfaser sind es zwei Euro. Aufgefallen ist die Preiserhöhung dem Vergleichsportal Verivox, das uns darauf aufmerksam gemacht hat. Die neuen Preise stehen inzwischen auch in der offiziellen Preisliste der Telekom mit Stand 1. Oktober. Für Bestandskunden gibt es erst mal Entwarnung. Wer bereits einen Vertrag hat, zahlt weiter den bisherigen Preis. Es sei denn, er wechselt den Tarif.

Einsteigertarife bleiben unverändert

Die Hybrid-Tarife, die DSL mit Mobilfunk kombinieren, kosten in den Stufen M, L und XL genauso viel wie die reinen DSL-Varianten. Sie steigen also ebenfalls um einen Euro. Ausgenommen sind laut Verivox nur MagentaZuhause Basic und MagentaZuhause Start.

An den Lockangeboten zum Vertragsstart ändert sich nichts. DSL-Tarife kosten im Telekom-Shop weiterhin 9,95 Euro in den ersten drei Monaten. Bei Glasfaser zeigt die Telekom ohne Adressprüfung 19,95 Euro für die ersten drei Monate an. Ist Glasfaser an deiner Adresse bereits verfügbar, gelten laut einer Händlerinformation die gleichen 9,95 Euro wie bei DSL. Nur in der Vorvermarktung werden 19,95 Euro fällig.

Auch beim Fernsehen dreht die Telekom an der Preisschraube. Buchst du MagentaTV SmartStream zum Internetanschluss dazu, zahlst du künftig 20 statt 17 Euro Aufpreis.

Warum ausgerechnet Glasfaser stärker steigt

Laut Verivox begründet die Telekom den Schritt mit „der aktuellen wirtschaftlichen Marktsituation“, etwa gestiegenen Energiekosten und der hohen Inflation. Mit der Preisanpassung sollen außerdem „die notwendigen Investitionen in den Glasfaserausbau gesichert werden“.

Das ist bemerkenswert. Im Februar sah es noch so aus, als wolle die Telekom ihre DSL-Kunden mit höheren Preisen Richtung Glasfaser schieben. Jetzt steigt Glasfaser doppelt so stark wie DSL. Zum Vergleich: Bisher war Glasfaser 150 drei Euro günstiger als MagentaZuhause L mit 100 Mbit/s. Jetzt sind es noch zwei Euro. Glasfaser 300 lag fünf Euro unter MagentaZuhause XL, jetzt sind es vier. Glasfaser bleibt das bessere Angebot fürs Geld. Der Vorsprung schmilzt aber.

Was sich für dich ändert

Von dieser Preiserhöhung bist du als Bestandskunde zunächst nicht betroffen. Wechselst du allerdings den Tarif, gelten die neuen Preise. Hast du einen Anschluss schon bestellt, der aber noch nicht geschaltet ist, etwa weil der Glasfaserausbau noch läuft, bleibt es laut Verivox bei den Konditionen zum Zeitpunkt der Bestellung. Allerdings könnte die Telekom jederzeit auch die Preise bei Bestandskunden erhöhen.

Bei der Telekom selbst ist es bereits die zweite Preiserhöhung in diesem Jahr. Im Februar hatte der Bonner Konzern angekündigt, ältere MagentaZuhause- und Call-&-Surf-Verträge, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, ab April um zwei Euro im Monat zu verteuern. Damals traf es die Bestandskunden, jetzt die Neukunden. Und schon zum 1. Oktober 2025 waren die Glasfaser- und MagentaZuhause-Tarife für Neuabschlüsse um einen Euro teurer geworden. Wer für die nächste Runde auf den 1. Oktober 2027 tippt, liegt nach bisheriger Statistik zumindest nicht falsch.

Tarifbis September 2026seit 1. Oktober 2026Differenz
MagentaZuhause S (16 Mbit/s)38,95 €39,95 €+1 €
MagentaZuhause M (50 Mbit/s)43,95 €44,95 €+1 €
MagentaZuhause L (100 Mbit/s)48,95 €49,95 €+1 €
MagentaZuhause XL (250 Mbit/s)55,95 €56,95 €+1 €
MagentaZuhause XXL Hybrid60,95 €62,95 €+2 €
Glasfaser 15045,95 €47,95 €+2 €
Glasfaser 30050,95 €52,95 €+2 €
Glasfaser 60060,95 €62,95 €+2 €
Glasfaser 100070,95 €72,95 €+2 €
Glasfaser 2000140,95 €142,95 €+2 €

Auch 1&1 und SIM24 sind teurer geworden

Die Telekom ist nicht allein. Wie wir bereits berichtet haben, hat auch 1&1 zum 1. Oktober die Preise für einen Teil der Bestandsverträge erhöht. Und zwar um bis zu drei Euro im Monat. Betroffen ist auch die Tochtermarke SIM24.

Und das Ende dürfte nicht erreicht sein. Verivox verweist darauf, dass ab Juli 2027 die DSL-Vorleistungsgebühren steigen. Das sind die Entgelte, die Wettbewerber an die Telekom zahlen, um deren Leitungen zu nutzen. Preiserhöhungen seien deshalb künftig auch bei anderen Anbietern nicht auszuschließen. Sein Rat: Angebote regelmäßig prüfen, vor allem nach Ablauf der Mindestlaufzeit. Ab dann kannst du ohnehin monatlich kündigen.

Apropos 1&1: Für Neukunden hat der Anbieter gerade ein echtes Exklusiv-Angebot. Die brandneue FritzBox DSL/Fiber 7-90 gibt es bei Abschluss eines neuen Vertrags für DSL oder Glasfaser komplett kostenlos. Hersteller Fritz! gibt den späteren Einzelhandelspreis mit 429 Euro an.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein