Schon wieder! Pakete in Deutschland werden teurer

3 Minuten
Beim privaten Paketversand stehen 2026 Änderungen an. Welche Sendungen und Ziele betroffen sind, hängt vom Anbieter und der Abgabeart ab. Wenn du regelmäßig verschickst, lohnt ein genauer Blick auf die kommenden Tarife.
Päckchen werden im Paketshop abgegeben
Hermes erhöht die PreiseBildquelle: Hermes

Der Versand von Paketen wird wieder einmal teurer. Dieses Mal trifft es vor allem die kleinen Pakete und damit insbesondere jene Kunden, die viel bei Kleinanzeigen & Co verkaufen. Hermes hebt zum 2. März die Preise im nationalen Privatversand und beim EU-weiten Privatversand an. Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem Investitionen ins Logistiknetz, Ausgaben für Nachhaltigkeit und Technologie sowie gestiegene Personalkosten – besonders auf der „letzten Meile“.  Die Erhöhung des Mindestlohns dürfte hier das Stichwort sein.

Hermes: Preiserhöhung für Pakete ab März

Schon im Frühjahr 2025 hatte Hermes die Preise angehoben.  Damals betraf es laut Hermes alle Standard-Paketklassen, während EU-Privatversand und einige Zusatzleistungen ausgenommen waren. Im Inland trifft es dieses Mal nicht alle Pakete. Ab dem 2. März 2026 steigen nur die Preise für Hermes-Päckchen und S-Pakete. Die M-, L- und größere Standardklassen bleiben hingegen unverändert.

Diese Preise ändern sich

PaketShop-zu-PaketShop (Online-Label)

  • Päckchen bisher 3,70 Euro, künftig 3,99 Euro (+29 Cent)
  • S-Paket bisher 4,50 Euro, künftig 4,89 Euro (+39 Cent)

Haustür-Zustellung, online bezahlt

  • Päckchen bisher 4,89 Euro, künftig 5,19 Euro (+30 Cent)
  •  S-Paket bisher 5,49 Euro, künftig 5,79 Euro (+30 Cent)

Haustür-Zustellung, im PaketShop bezahlt

  • Päckchen bisher 4,95 Euro, künftig 5,25 Euro (+30 Cent)
  •  S-Paket bisher 6,45 Euro, künftig 6,79 Euro (+34 Cent)

Wer den Paketschein online erstellt, fährt also weiterhin günstiger als beim Kauf im PaketShop. Die günstigste Option bleibt „Shop-to-Shop“ – allerdings nur mit online erstelltem Label.

Auch EU-Versand wird in zwei Zonen teurer

Diesmal zieht Hermes auch beim EU-Privatversand an – aber nur in den Zonen 1 und 2. Zone 1 umfasst Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, die Niederlande, Polen und Tschechien. Zone 2 umfasst Portugal, Spanien, Luxemburg und Monaco. In diesen beiden Zonen steigen laut Hermes die Online- wie Offline-Preise über die Standardklassen hinweg; die Erhöhungen liegen je nach Paketklasse zwischen 9 Cent und 59 Cent.

Für die EU-Zonen 3 bis 5 bleibt das bisherige Preisgefüge bestehen. Hermes ordnet dort unter anderem Länder wie Dänemark, Schweden (Zone 3), Bulgarien, Kroatien (Zone 4) sowie Griechenland, Irland oder Finnland (Zone 5) ein.

Was du als Privatkunde daraus mitnehmen kannst

Wenn du nur gelegentlich verschickst, spürst du die Änderung vor allem bei kleinen Sendungen (Päckchen, S-Paket). Immerhin: Hermes sagt, dass Sendungsverfolgung und Haftung weiterhin ohne Aufpreis enthalten sind – national wie EU-weit. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem DHL-Päckchen, wo es weder Sendungsverfolgung noch Versicherung gibt. Das ändert aber nichts daran, dass sich der Privatversand Schritt für Schritt verteuert.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein