Immer weniger Menschen schreiben Briefe. Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt. Warum? Weil WhatsApp schneller geht, weil Mails kostenlos sind und weil Dokumente einfach als PDF im Posteingang landen. Während die Nachrichten digital werden, werden die Straßen voller. Denn Pakete sind das neue Grundrauschen. Überall Kartons, überall Lieferwagen. Allein in Deutschland werden 4,7 Milliarden Pakete pro Jahr über die Straßen gefahren und getragen. Und jetzt reagiert die Post und macht Schluss mit Briefen.
Post zieht sich zurück
Nicht irgendwann, sondern bald. Bereits 2025 soll der letzte Brief zugestellt werden. Erste Zeichen gibt es schon: Briefkästen verschwinden, einer nach dem anderen. Dort, wo sie früher standen, bleiben nun leere Flecken auf dem Bürgersteig. Warum? Weil kaum noch jemand Briefe schreibt. Als erstes europäisches Land reagiert Dänemark auf die Post-Flaute und schaltet ein jahrhundertealtes System einfach ab.
In den vergangenen 25 Jahren ist das Briefvolumen um 90 Prozent gefallen. Die Kosten dagegen steigen. Und ein neues Gesetz erlaubt jetzt, wofür man früher kaum den Mut gehabt hätte: das Ende der flächendeckenden Zustellung. „PostNord wird Ende 2025 seinen letzten Brief in Dänemark zustellen“, sagt die dänische Post. Danach will das Unternehmen nur noch Pakete bringen. Und nicht irgendwie, sondern ehrgeizig: „Unser Ziel ist es, der bevorzugte Paketdienstleister der Dänen zu werden.“
→ Jeder kann jetzt Paketshop sein: So viel Geld gibt es pro Paket
„Es wird erwartet, dass alle Briefkästen bis zum 31. Dezember 2025 vollständig entfernt sein werden“, so die dänische Post. Manche sollen ein neues Leben bekommen. Vielleicht als Kunst. Vielleicht als Müllbehälter. Vielleicht als Mahnung. Für Leute, die weiterhin Briefe verschicken wollen, wird es teuer. Ein Standardbrief kostet schon jetzt rund 4,50 Euro. Und selbst das ist bald Geschichte. Dann übernehmen private Anbieter – allerdings nur über ihre eigenen Filialen.
Immer weniger Briefe
Dänemark ist damit das erste europäische Land, das die Briefpost einstellt. Ein Land, das entschieden hat: Wenn niemand mehr schreibt, muss auch niemand mehr zustellen. Und vielleicht schauen jetzt andere Staaten ganz genau hin. Die Deutsche Post indes verspricht, sie bleibe zuverlässig. „Trotz E-Mails und Short Messages: Wenn es drauf ankommt, vertrauen die Deutschen dem Brief.“ Er schütze Informationen, sei „handfest“ und persönlich. Aber: Auch bei der Deutschen Post sind die Briefe auf dem Rückzug.
Im vergangenen Jahr hat die Post eine Milliarde Briefe weniger zugestellt als noch 2022. Und so sorgt das neue Postgesetz seit diesem Jahr dafür, dass der Standardbrief länger unterwegs sein darf. Statt einem Tag wartet man in Deutschland heute eher zwei Tage auf die Post. Auf etwas, das per E-Mail binnen Sekunden möglich ist. So wundert es auch kaum, dass Geschäftskunden 95 Prozent der Sendungen ausmachen und Privatkunden nur 5 Prozent.

Die Post wird nie ein Ablaufdatum haben !!!
Nur per Post kann man sicher stellen, dass der Empfänger die Nachricht sicher gekriegt hat.
Und auch Dänemark wird schmerzhaft lernen müssen, sobald die Menschen merken, digital bin ich unerreichbar und die Behörden können mir nichts anhaben.
@Karsten Frei in welcher Welt leben sie? Wieso sollte es sichergestellt sein das der Empfänger per Post die Sendung erhalten hat? Bei uns landet mindestens einmal im Monat eine Sendung von den den benachbarten Häusern im Kasten oder Briefe werden nicht komplett in den Briefkasten gesteckt und schauen noch heraus, da ist gar nichts sicher.
Die werden immer fauler
Typische Zeitungsente.
In dem Artikel geht es um die Dänische
Post, nicht um die Bundespost!
Briefzustellung ist u. bleibt die sicherste Zustellung. Es gibt noch viele Menschen ohne Handy o. Kenntnisse, wie was digital abläuft. Bei Stromsperre geht garnichts mehr. Terminsachen o. Behördenpost sind dann auch nicht mehr gesichert. Das bringt viele Konsequenzen mit sich u. die Verlierer sind immer die Bürger.
Die Briefzustellung ist unverzichtbar.
„Online“ liest immer jemand mit.
Das heißt vertrauliches kann man online nicht verschicken.
Auch Verschlüsselungen lassen sich entschlüsseln.
Ein Briefumschlag ist zu!
Schade um die schönen Urlaubspostkarten, Geburtstagskarten, Liebesbriefe, usw.
Muss man eben Briefe als Paket verschicken!
Die „Gaunerei“ mit „Versicherung Online abschließen“ hab ich schon mal erlebt! Da wird einem A angezeigt – und im Vertrag steht dann X
Dann muss man Widerrufen … und wie?
Per Email? – haben wir nie bekommen!
Per SMS? – haben wir nie bekommen!
Per Wotz-Sepp? – pfui deifi – durchwühlt mein Adressbuch!
Per Telegram? – brauchst erst mal eine Handy-Nummer!
Per Einschreiben – Bingo!
Nicht Briefe schreiben, sondern Briefe zustellen wird heute zum ausgesprochenen Luxus. Und um zu sparen – machen wir uns spätestens ab dem 01.01.2026 auf, um die Adressaten unserer Briefe lieber selbst zu besuchen und unsere Briefe und Päckchen höchst persönlich selbst abzugeben.
Das schmeckt nach mannigfaltigen Abenteuern am Wegesrand und intensivem Erleben. Ja – wäre diese neue Überbringungskultur nicht der Startschuss für viele neue und unverhoffte Erlebnisse unter uns allen und vielleicht sogar einer neuen, sehr unterhaltsamen Literatur ? Schliesslich heißt es ja: Wer eine Reise tut, kann was erzählen … !
Da steckt – trotz aller zu erwartenden Mühen – viel Musik drin. Ich freue mich schon auf unser neues, äusserst bewegungsfreudiges und kommunikatives Zustell – Völkchen, und das „nicht nur zur Weihnachtszeit …“