Früher änderten sich Handyanschlüsse so zuverlässig wie die Jahreszeiten. Erst Mini–USB, dann Micro-USB. Dann kam bei manchen Herstellern plötzlich etwas Eigenes. Apple nannte es Lightning. Andere bauten ihre eigenen Stecker. Das Ergebnis: Kabelsalat in der Schublade und immer wieder neue Ladegeräte. Irgendwann sagte die Europäische Union: So geht das nicht. Die Begründung war einfach: zu viele verschiedene Ladegeräte, zu viel Elektroschrott und zu viel Geld für unnötige Kabel. In Europa landen jedes Jahr rund 11.000 Tonnen alter Ladegeräte im Müll. Und nun ändert sich bei Handys der Anschluss trotzdem wieder.
Handys und ihre Ladekabel: EU wollte alles besser machen
Erst Ende 2024 machte die EU Schluss mit dem Stecker-Zirkus. Seitdem müssen neue Handys und viele andere Geräte einen USB-C-Anschluss haben. Die Idee dahinter: Ein Kabel für alles. Weniger Müll, weniger nervig. Und Hersteller, die sich nicht daran halten, dürfen ihre Geräte schlicht nicht auf dem EU-Markt verkaufen. So weit, so ordentlich. Doch jetzt wird es allerdings wieder kompliziert.
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Denn auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat der chinesische Hersteller Tecno ein Smartphone gezeigt, das gar keinen Ladeanschluss mehr hat. Das Ding ist nur 4,9 Millimeter dick und verzichtet komplett auf USB-C. Kein Loch, kein Kabel. Hier haben wir uns das Baukasten-Handy angeschaut. Geladen wird stattdessen über eine magnetische Powerbank, die sich ans Gehäuse heftet. Also: kabellos.
Neue Stecker, neue Kabel, wieder Salat
Und hier kommt der juristische Kniff. Die EU-Regel sagt nur: Wenn ein Gerät per Kabel lädt, muss es USB-C haben. Wenn es gar keinen Kabelanschluss besitzt, greift die Vorschrift gar nicht. Ein Handy ohne USB-C kann also völlig EU-konform sein. Damit entsteht ein kleines Paradoxon. Jahrelang kämpfte Brüssel gegen zu viele Stecker. Und am Ende verschwinden sie einfach.
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Wobei „kabellos“ natürlich ein hübsches Marketingwort ist. Denn Strom fliegt noch immer nicht unsichtbar durch die Luft. Auch Handys ohne USB-C müssen an eine Ladestation. Nur eben über Qi-Spulen oder über kleine Metallkontakte, wie man sie von Smartwatches kennt. Das Kabel verschwindet also nicht. Es wird nur mal wieder anders.

Russischer Titel: es muss nicht „mit neuem Ladeanschluss“ sondern „ohne Ladeanschluss“ heißen. Und die „drahtlose“ Ladestation wird wie angeschlossen? Richtig, über USB-C. Also ändert sich nichts!
zuviel Elektroschrott?
aber dass ganze Museumsbestände an Elektronik illegal auf den Wertstoffhöfen entsorgt werden dürfen, hat mit Elektroschrott so rein gar nichts zu tun.
wie schön für die EU, dass Denken ein Verbrechen ist, und niemand ein Verbrecher sein will.
Denken ist dann kein Verbrechen, wenn etwas vernünftiges gedacht wird und keine NsAfd-Parolen hirnlos ins Internet geblasen werden
Dabei wäre es so einfach ein Gesetz zu schaffen, das generell alle Ladekabel betrifft, egal wo es angeschlossen wird. Anscheinend zu einfach (schwierig) für den Gesetzgeber.
Für so ein unwichtigen Post mit der Überschrift, habt ihr euch mein „de-like“ verdient! Eure Seite wird ab sofort ignoriert! Hat sowieso zu viel Werbeflächen!