Pakete zu Weihnachten: DHL & Co stehen unter Beobachtung

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Zwei Jahre lang kam DHL & Co. Aufgrund der Lockdowns eine wichtigere Rolle zu als üblich. Und das klappte überraschend gut. Jetzt, wo die Geschäfte wieder geöffnet sind, gibt es Probleme. Die Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur nimmt die Paketdienste nun unter die Lupe.
Eine DHL-Zustellerin neben ihrem Zustellfahrzeug
Eine DHL-Zustellerin neben ihrem ZustellfahrzeugBildquelle: DHL

Die Bundesnetzagentur hat die großen Paketdienstleistungsunternehmen zu ihren Planungen und Maßnahmen für die Weihnachtszeit befragt. Damit will die Behörde schon im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts schon einen Überblick haben, wie gut die Dienstleister vorbereitet sind. „Weihnachtspakete sollen pünktlich zugestellt werden. Es ist wichtig, dass sich die Paketdienstleister auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft gut vorbereiten“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Wenig verwunderlich ist, wie DHL & Co antworten. „Die Unternehmen melden uns, dass sie insgesamt gut vorbereitet sind. Es wäre erfreulich, wenn sich das so bewahrheitet. Wir werden die Situation auf dem Paketmarkt weiter im Blick behalten.“ Auskünfte zur Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft hat die Bundesnetzagentur von Deutscher Post DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS erhalten. Amazon Transport beteiligte sich nicht an der Befragung. Die Unternehmen sehen sich trotz der angespannten Fachkräftelage auf dem Arbeitsmarkt gut auf die zu erwartenden hohen Sendungsmengen vorbereitet.

So wollen DHL & Co. Weihnachten schaffen 

Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben die Unternehmen angekündigt, ihr Personal erheblich aufzustocken. Zahlreiche Neueinstellungen seien zwar bereits erfolgt, gleichzeitig sei die Rekrutierung neuer Kräfte vor allem in den Ballungsgebieten schwieriger als in den Vorjahren. Außerdem haben die Paketdienste weitere Vorkehrungen vorgesehen. Das sind Änderungen an den Zustelltouren und Zustellfahrzeugen in größerem Umfang als bisher. Auch einen Ausbau der Öffnungszeiten in Filialen und Paketshops sowie zusätzliche Ausgabestellen oder regionale Lagerzentren haben die Paketdienste als Maßnahmen vorgelegt.

Gleichzeitig hat die Bundesnetzagentur nach eigenen Angaben erstmals valide Daten zu Paketlaufzeiten und zur Zustellqualität von Paketen innerhalb Deutschlands veröffentlicht. Dabei geht es um Pakete aus dem Zeitraum von Juli 2021 bis Juni 2022. Das Ergebnis: „Im Jahresdurchschnitt wurde ein Großteil der Pakete spätestens am zweiten Werktag nach der Einlieferung zugestellt. Damit sind die gesetzlichen Vorgaben erfüllt“, so Präsident Klaus Müller. „Die Qualität der Paketzustellung in Deutschland ist insgesamt erfreulich. Umso wichtiger ist es, dass auch die derzeitigen Zustellmängel im Briefbereich zügig behoben werden.“

Bundesweit wurden 80 Prozent der Pakete bereits am ersten, auf den Einlieferungstag folgenden, Werktag ausgeliefert. In allen zehn Postleitzonen in Deutschland wurde mit über 95 Prozent im Jahresdurchschnitt die gesetzlich geforderte Mindestquote von 80 Prozent für die Zustellung am übernächsten Werktag übertroffen.

Paketempfängerinnen und -empfänger waren insgesamt zufrieden mit der Zustellung ihres Pakets. Unter 5 Prozent der Paketempfängerinnen und -empfänger gaben Beanstandungen bei der Zustelldienstleistung an.

Zwei Drittel der Pakete: Zustellung an die Hausadresse

Fast zwei Drittel der Pakete wurden an die Hausadresse durch Übergabe an die Empfängerin bzw. den Empfänger zugestellt. 4,3 Prozent der Pakete wurden in einer Postfiliale oder einem Paketshop hinterlegt. Die meisten Pakete werden zwar nach wie vor von Hand zu Hand übergeben, jedoch nutzen die Kundinnen und Kunden mittlerweile für rund ein Fünftel der Paketsendungen ebenso die Möglichkeit, Paketsendungen dauerhaft örtlich oder zeitlich umzuleiten.

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