Die Kassierer bei Lidl und Aldi galten in den 90ern als „Hochleistungssportler“ an der Tastatur. Ein geübter Mitarbeiter konnte bis zu 80 Artikel pro Minute über die Tasten jagen und kannte hunderte Artikelnummern und Preise auswendig. Bis 2002 die Scannerkassen kamen. Der Hauptauslöser war die Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002. Da sich alle Preise änderten, wäre das Auswendiglernen für das Personal extrem mühsam gewesen. Vor wenigen Jahren folgte der nächste Schritt: Selbstbedienungs-Kassen (SB-Kassen). Doch die sorgen zunehmend für Probleme.
Was bei Lidl jetzt passiert und eigentlich nicht passieren sollte
Vergessene Artikel, falsch gescannte Waren, absichtliche oder versehentliche Umgehung des Systems sind nur einige Beispiele dafür, dass SB-Kassen bei Lidl und Co. bei den Betreibern für Ärger sorgen. Besonders beliebt: das günstige Brötchen statt der teuren Backware eintippen. Der technische Fortschritt brachte neue Formen des Kleindiebstahls hervor. Nun reagiert Lidl. Mittags, wenn die Pausenglocken läuten, füllen sich bestimmte Filialen schlagartig. Schülergruppen strömen hinein, zielstrebig, laut und hungrig. Klar, die Zeit ist knapp. Also direkt zu den Schnellkassen. Schnell rein, schnell raus. Doch offenbar nicht immer korrekt. Immer wieder seien Unregelmäßigkeiten aufgefallen, sagt eine Mitarbeiterin einer Filiale in Berlin. Drei Brötchen in der Tüte, eines auf dem Display. „Wir haben da ja ein Auge drauf“, sagt sie. Aber nicht alles werde bemerkt.
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Die Konsequenz: eine neue Regel. Bestimmte Kundengruppen dürfen die Selbstbedienungs-Kassen nicht mehr nutzen. Wer gemeinsam und in Schulzeit kommt, wird an die reguläre Kasse geschickt. Mindestens zwei Berliner Lidl-Filialen haben dieses Verbot eingeführt. Offiziell klingt das anders. Eine Sprecherin von Lidl Deutschland erklärt gegenüber der Bild: „In unseren Lidl-Filialen existiert kein Verbot für Schüler oder andere Kundengruppen bezüglich der Nutzung von Scan&Go-Kassen.“ Man setze stattdessen auf intelligente Warenkorbkontrollen und Ausgangsschranken. Gelbe Sicherheitsetiketten sollen verhindern, dass Ware unbemerkt verschwindet. Wer sie nicht entfernt, löst Alarm aus.
Die neuen Methoden der Supermärkte
Ladendiebstahl ist längst kein Randphänomen mehr. Der Schaden für den deutschen Einzelhandel lag 2024 bei rund drei Milliarden Euro. Und damit so hoch wie nie zuvor. Vor 25 Jahren waren es noch nicht einmal halb so viele. Der Trend zeigt steil nach oben. Doch war es früher die Jackentasche, in der Dinge verschwanden, ist es heute der falsch bediente Touchscreen.
Aktuell befindet sich Lidl in einer massiven Ausbauphase. Ziel ist es, bis zum Frühjahr 2026 etwa jede zweite der rund 3.250 deutschen Filialen mit SB-Kassen auszustatten. Und um den Diebstahl einzudämmen, stattet Lidl seit 2026 viele SB-Kassen mit Kameras aus, die mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisch erkennen, ob man etwa Bio-Bananen oder konventionelle Bananen auf die Waage legt. Der nächste Schritt: Scan & Go. Über die Lidl Plus App können Kunden in immer mehr Filialen die Ware schon während des Einkaufs mit dem eigenen Smartphone scannen und am Ende nur noch einen QR-Code am Terminal vorzeigen. Und wer jetzt denkt, dass der Diebstahl hier noch einfacher funktioniert, täuscht sich.
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Das Herzstück der Diebstahl-Prävention ist das kontrollierte Re-Scanning. Wenn man zum Bezahlen an das Terminal geht, entscheidet ein Hintergrund-Algorithmus, ob man überprüft wird. Zunächst entscheidet das Zufallsprinzip: Jeder kann jederzeit getroffen werden. Dann folgt das Risikoprofil. Neue Nutzer, Kunden, die sehr teure Artikel scannen, oder solche, die Artikel auffällig oft wieder aus dem digitalen Warenkorb löschen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Nachkontrolle. Wenn man mehrmals korrekt gescannt hat, sinkt die eigene Kontrollquote. Gab es Unstimmigkeiten, wird man künftig fast immer kontrolliert.

Na ja, ich sehe in Selbstbedinungskassen ein anderes Problem, die Ladendiebe ist ein geringeres Problem.
Jede Kassirerin, die an der Kasse sitzt, zahlt Beiträge in Sozialversicherungen.
Sei es Kranken oder Renten oder Pflegeversicherung, die Sozialkassen werden finanziert und die Geselschaft profitiert davon.
Welche Beiträge zahlen denn die Selbstbedinungskassen?
In wie fern profitiert die Geselschaft davon?
Zahlen die Betreiber von Selbstbedinungskassen Beiträge an die Sozialkassen und wenn ja, nach welche Formel ?
Kann die Redaktion uns, den Lesern, die Informationen nachreichen?
Die Kassierer hatten damals nicht die Preise eingetippt, sondern den 8 stelligen Artikelcode. Und das ging wirklich schnell.
Wer sich diesem Affenzirkus aussetzt und ihn damit zunehmend auch allen anderen aufzwingt, ist nicht mehr ganz bei Trost…
Nieder mit den dämlichen SB-Kassen!!
Ich gehe nicht mehr an die SB-Kassen. 1. möchte ich nicht als verdächtig gelten, diesen Verdacht bestrafe ich. 2. bin ich nicht so schnell, die Kassierenden sind so schnell, dass es sich nicht lohnt, das selber machen zu wollen. 3. wer bestraft die Supermarktbetreiber, die haben schon oft zu hohe Preise in der Kasse gehabt, und das habe ich erst zu Hause bemerkt. 4. möchte ich die Arbeitsplätze nicht gefährden, was das wichtigste für mich ist.
…das jst drr Anfang vom Ende die SB Kassen dienen nur dazu uns mehr Zwangsjacken zu verpssse,und das Bargeld langsam zu verbannen.
Meine Bitte wäre an alle…keine Zahlung mit Handy /Smartwath und Co…
darunter auch die SB Kasse die nur noch mit “ Karte “ funktioniert.
Sonst haben wir alle bald verloren denn Bargeld heisst Freiheit in jeder Form
Wenn ich nur zwei Artikel habe und die Reihe recht lang ist oder Kunden mit ziemlich viel Einkauf vor mir sind, dann gehe ich auch mal zur SB- Kasse und zahle mit Karte. Denn nur das können die SB- Kassen. Ich Zahle lieber in Bar und das ist dann mal die Ausnahme. So oft wie diese Kassen Fehlerhaft sind habe ich auch schon mitbekommen. Da stehen die Kunden dann und müssen abbrechen und sich an die Kasse stellen. Da sehe ich nicht den Sinn und die Dinger können eigentlich auch weg.