Keine sozialen Medien für unter 18-Jährige – Gesetzentwurf eingereicht

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Wenn ein neuer Gesetzentwurf durchgewunken wird, werden demnächst nur Volljährige in Teilen der USA in den Genuss sozialer Netzwerke kommen können. Doch noch bleiben noch zahlreiche Fragen offen. Nutzer stehen dem Vorhaben derweil kritisch gegenüber.
Handy kindgerecht machen
Handy kindgerecht einrichtenBildquelle: 46173 / Pixabay

Haben soziale Netzwerke einen negativen Einfluss auf Kinder und Jugendliche? Diese Frage wurde bereits in zahlreichen Studien erforscht – meist mit einem bestätigenden Ergebnis. Denn Social-Media-Websites wie TikTok oder Instagram bergen unzählige Gefahren. Diese reichen von einer Handysucht, über sexuellen Missbrauch, bis hin zur Steigerung von Ängsten und Depressionen. Letzteres bestätigen auch interne Instagram-Studien, welche sich jahrelang unter Verschluss befanden, bis sie unfreiwillig enthüllt wurden. Wohl auf diese und ähnliche Gründe stützt sich das Vorhaben eines US-amerikanischen Politikers, der soziale Medien für Kinder gänzlich verbieten möchte.

Soziale Netzwerke nur noch ab 18 Jahren

Der republikanische Staatsabgeordnete Jared Patterson äußerte nach Angaben des US-Senders Fox 4 nicht nur seine Besorgnis zu dem Thema, wie es andere Politiker und diverse Organisationen seit Jahren tun, sondern entschied sich, zu handeln. Patterson reichte einen Gesetzentwurf ein, der Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 18 Jahren die Eröffnung eines Kontos auf sozialen Plattformen untersagt. Der Politiker verglich den Schaden, den entsprechende Seiten seiner Überzeugung nach anrichten, mit dem Zigarettenkonsum vor 1964. „Einst als absolut sicher für Benutzer angesehen, hat der Zugang zu sozialen Medien für Minderjährige zu einem beachtlichen Anstieg an Selbstverletzungen, Selbstmord und psychischen Gesundheitsproblemen geführt“, so Patterson.

Bei den Nutzern scheint der neue Gesetzentwurf allerdings auf Gegenwehr zu stoßen. So hob ein Reddit-Nutzer hervor, dass ein solches Gesetz nicht ausschließlich die Kinder, sondern sämtliche Anwender dazu verpflichten würde, einen Lichtbildausweis bei der Registrierung auf sozialen Plattformen vorzulegen. Ein weiterer Nutzer glaubt derweil, die Überprüfung würde lediglich per Fragefeld und Häkchen verlaufen, wie es derzeit auf zahlreichen Websites mit sexuellen Videoangeboten der Fall ist. Eine Überprüfungsart, welche bereits seit Jahren für ihre vermeintliche Wirkungslosigkeit kritisiert wird. Wie die Umsetzung tatsächlich aussehen könnte, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Kinder vor den Gefahren im World Wide Web schützen

Sollte der Gesetzentwurf angenommen werden, könnte dies einen ernst zu nehmenden Präzedenzfall respektive ein Musterbeispiel schaffen, an dem sich auch andere Länder orientieren könnten. Allerdings bietet das Internet auch abseits von sozialen Netzwerken zahlreiche Gefahren – insbesondere für jüngere Kinder. Daher existieren bereits jetzt zahlreiche einfache Mittel und Wege, um den Nachwuchs im digitalen Raum zu schützen. Welche es sind, erfährst du in diesen Ratgebern:

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1 KOMMENTAR

  1. MackMan

    Lange überfällig

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