EU-Kommission präsentiert Vorschläge zur Gaspreissenkung

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Die deutsche "Doppelwumms" hat für viel Aufregung in der EU gesorgt. Die EU-Kommission präsentierte Vorschläge zur Gaspreissenkung. Somit sollen die Energiepreise eingedämmt und die Versorgung gesichert werden.
EU-Kommission präsentiert Vorschläge zur Gaspreissenkung
EU-Kommission präsentiert Vorschläge zur GaspreissenkungBildquelle: Axel Bueckert / ShutterStock.com

Die EU-Kommission hat neue Vorschläge zur Gaspreissenkung präsentiert, um die Energiepreise weiter einzudämmen und die Versorgung zu sichern. Das Maßnahmenpaket beinhaltet eine Art Preisobergrenze für die europäische Gasbörse TTF und einen erneuten Appell an alle Bürger, Energie zu sparen. Aber der eigentliche Fokus liegt bei dem verpflichtenden gemeinsamen Einkauf von Erdgas. Dadurch solle mehr Marktmacht erzeugt und bessere Preise erzielt werden, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel erklärte.

40 Milliarden Euro von der Kommission zur Rettung

In naher Zukunft kann dann ermittelt werden, welcher Bedarf an Erdgas gerade in den Mitgliedsstaaten besteht. Aufgrund dieser Bündelung werden entsprechend der gemeinsamen Nachfrage der EU-Länder Angebote von Lieferanten auf dem Weltmarkt eingeholt. Die Kommission sieht vor, dass für mindestens 15 Prozent der Füllung der Gasspeicher die EU-Staaten die gemeinsame Einkaufsplattform nutzen. Von der Leyen sagte: „Mitgliedstaaten und Energieunternehmen sollten gemeinsam handeln, anstatt sich hier gegenseitig zu überbieten.“

„Unser Vorschlag wird mehr als 140 Milliarden Euro für die Mitgliedstaaten bringen, um die Not unmittelbar abzufedern“, so von der Leyen in einer Grundsatzrede zur Lage der EU im Straßburger Parlament. Um Unternehmen und Bürger zu entlasten, schlug die Kommission ein 40 Milliarden Euro Paket aus dem Gemeinschaftshaushalt vor.

Das Paket war ursprünglich für die regionale Entwicklung eingeplant, jedoch wird dieser Milliardenbetrag jetzt für die Entlastung von Bürgern und Unternehmen bereitgestellt. Das Paket zur Gaspreissenkung ist noch nicht gesichert, denn die EU-Kommission und das Europaparlament müssen darüber noch verhandeln. Die Staats- und Regierungschefs befassen sich mit den Vorschlägen am Donnerstag und Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel. Am kommenden Dienstag sollen die nationalen Energieminister den Kommissionsvorschlag bereden.

Energiesparen ist wichtiger denn je

Die Brüsseler Behörde schlug vor, dass Kunden, die eigentlich geschützt sind, den „nicht wesentlichen“ Gasverbrauch begrenzen. Dazu zählen unter anderem private Haushalte und Krankenhäuser. Einer Analyse zufolge lag der europäische Gasverbrauch im September um rund 15 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Sollte es doch zu Notlagen oder gar Ausfällen kommen, wird ein Solidaritätsmechanismus Staaten zu gegenseitiger Unterstützungen verpflichten. „In den letzten Monaten haben wir immer wieder gesehen, dass die EU am stärksten ist, wenn wir zusammenstehen“, sagte die EU-Kommissionspräsidentin.

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1 KOMMENTAR

  1. Ben

    Wie wärs wenn man alle Energiepreise komplett von dieser elenden Bötse nimmt, das würde dann den Preis für Gas und Strom sofort sehr spürbar senken da keine dieser dreckigen Spekulanten mehr dazwischen hängt. Den seit Gas und Strom an der Börse gehandelt wird gehen die Preise durch die Decke. Kann man selbst checken…

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