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ESC-Voting: Warum die Online-Abstimmung keine Alternative zum Anruf ist

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Zum Finale des ESC können Zuschauer in Deutschland wieder abstimmen. Doch es gibt ein neues Limit. Und das Online-Voting ist nicht wirklich eine Alternative zum Telefon oder zur SMS. Denn jede Stimme kostet Geld – sogar mehr als per Telefon. Und sogar dann, wenn sie gar nicht gezählt wird.
Blick in ein Wohnzimmer mit dem ESC auf einem TV
ESC-Voting: Darauf musst du achtenBildquelle: KI-generiert: ChatGPT

Das Finale des Eurovision Song Contest läuft heute ab 21 Uhr im Ersten. Doch es geht beim ESC nicht nur um Musik. Auch die Abstimmung kann für Zuschauer schnell Geld kosten. Der wichtigste Punkt: Online-Voting ist keine kostenlose Alternative zum Anruf. Laut Eurovision Song Contest öffnet das Voting kurz vor dem ersten Song. Es läuft während der Auftritte weiter. Nach dem letzten Beitrag bleibt es noch rund 40 Minuten offen. Für Deutschland gibt es drei Wege zur Abstimmung: Du kannst anrufen, eine SMS schicken oder online über esc.vote abstimmen.

Anruf ist die günstigste Form der Abstimmung

Der Anruf funktioniert über 01371 3636 plus Startnummer. Im Finale reicht der Bereich von 01 bis 25. Für Startnummer 07 wählst du also 01371 363607. Per SMS schickst du nur die zweistellige Startnummer an 99599. Der günstigste Weg ist der Anruf. Er kostet in Deutschland 14 Cent. Übrigens macht es keinen Unterschied, ob du vom Festnetz oder von einem deutschen Handy aus anrufst. Eine SMS kostet 20 Cent. Aber: Auch eine Online-Stimme kostet 20 Cent. Damit ist das Online-Voting keine kostenlose Alternative. Es ist sogar teurer als ein Anruf.

Wichtig: Du darfst aus Deutschland nicht für Deutschland stimmen. Das gilt auch im Finale. Wer Sarah Engels unterstützen will, kann das aus Deutschland also nicht über das ESC-Voting tun. Die Regel kommt von der Europäischen Rundfunkunion, kurz EBU. Sie schließt Stimmen für das eigene Land aus. Die Stimme geht dann nicht ins Ergebnis ein. Wer trotzdem anruft, verschenkt bares Geld. Denn nach Darstellung der EBU können ungültige Versuche trotzdem Kosten auslösen. Das hängt vom jeweiligen Abstimmungsweg und den nationalen Telekom-Regeln ab. In der Praxis heißt das: Eine Stimme kann Geld kosten, obwohl sie nicht zählt.

Abstimm-Limit für Zuschauer

Für Zuschauer ist aber noch ein anderer Punkt wichtig: Die EBU hat auch ein Limit geändert. Dieses Jahr sind nur noch 10 Stimmen pro Abstimmungsweg erlaubt. Gemeint sind Online-Voting, SMS und Telefon. Vorher lag die Obergrenze bei 20 Stimmen. Auch hier gilt: Jede weitere SMS und jeder weitere Anruf sind technisch möglich und kosten Geld, gehen aber nicht in die Abstimmung ein.

Bildquellen

  • Zwei Jungs sehen sich Cartoons im Fernsehen an: Victoria Borodinova / Pixabay
  • ESC-Voting: Darauf musst du achten: KI-generiert: ChatGPT

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