Dieser Mobilfunk-Anbieter verschwindet nach 20 Jahren vom Markt

2 Minuten
Seit mehr als 25 Jahren ist das Handy der Begleiter der meisten Deutschen. Jetzt verschwindet ein Mobilfunkanbieter, der seit 20 Jahren auf dem Markt war - also weitere Teile des Marktes begleitet hat. Das Markensterben auf dem Mobilfunkmarkt geht weiter.
Bildquelle: Timo Brauer

Die Münchener eteleon hat das Neukundengeschäft eingestellt. Das berichteten die Kollegen von teltarif diese Woche. eteleon wurde im Jahr 2000 gegründet und brachte im Laufe der Jahre Handymarken wie discoSurf, fastSIM oder discoTel hervor. Gegründet haben die Firma die Brüder Julian und Tobias Valdenaire, die den Mobilfunkanbieter schon vor mehr als zehn Jahren an die Drillisch AG verkauft haben.

eteleon war Brancheninsidern seinerzeit immer wieder durch fragwürdige Aktionen und wenig nachhaltigen Kundenservice aufgefallen. 2015 wurde eteleon mit Drillisch verschmolzen, das Geschäft lief aber weiter. Mittlerweile ist Drillisch wiederum mit 1&1 zusammengegangen. Jetzt kommt der Schritt der Einstellung des Neukundengeschäftes der eteleon und der entsprechenden Marken.

Die Anzahl der Marken der Drillisch wird damit etwas kleiner, bleibt aber immer noch umfangreich. Mit Marken wie PremiumSIM, winSIM, maxxim oder simplytel ist 1&1 Drillisch weiterhin aktiv. Hier versucht der Anbieter mit nahezu wöchentlich wechselnden Tarifen Kunden zu finden, die Interesse an absoluten Discounttarifen haben. Diese Kunden sollen die Kundenbasis für das neue, eigene Mobilfunknetz der 1&1 bilden, das 1&1 in diesem Jahr aufbauen wird.

eteleon-Kunden können Verträge weiter nutzen

Zurück zu eteleon und den Kunden: Diese können ihre Handyverträge auch nach dem Aus der eteleon und der entsprechenden Marken weiterhin ganz normal nutzen. Der Zugang zum Kundenmenü ist unter mein.eteleon.de möglich. Dort kannst du als Kunde der Marken auch weiterhin Tarife und Optionen buchen.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sind immer wieder einst beliebte und bekannte Marken in der Versenkung verschwunden. Aus Viag Interkom wurde O2, simyo ging zunächst in E-Plus und inzwischen in O2 auf und Quam stellte sein Geschäft komplett ein. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren noch weitere mehr oder weniger namhafte Anbieter folgen werden.

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3 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Vielen Dank für die Informationen.

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  2. Boris Johnson

    Was heißt „Dieser Mobilfunk-Anbieter verschwindet nach 20 Jahren vom Markt“?
    REAL ist es doch egal ob ein NAME verschwindet, denn gibt es sowieso nur noch 3 Anbieter auf dem DE Markt. Und die teilen sich im großen und ganzen in 3 Gebiete auf und können im Prinzip alles machen was sie wollen solange der Schein gewahrt bleibt.
    Und das tun sie auch. Wer vergleicht sieht schnell das man REAL nirgends mehr Sparen kann. Überall kostet es fast gleich viel. In der Gesamtsummer werden nur noch 5 bis 30 Euro hin und her geschoben und das war es dann auch schon.

    Die ganzen „kleinen“ Fake-Anbieter dienen doch nur mehr als NEBELWÄNDE um die Kartellämter (die von sich aus sowieso nicht tätig werden wollen) auf Abstand zu halten.
    Genauso wie es mit den Strom, Wasser, Öl und Gas-Anbietern der Fall ist.
    Guckt man nämlich ein wenig weiter als üblich hinter die Kulissen von diesen ganzen Firmen, dann stellt sich immer ganz schnell heraus das es sich dabei nur noch um kooperative Partnerschaften und zum teil sogar 100%tige Tochterunternehmen der 3 GROSSEN handelt.
    Alles nur noch BESCHISS & BETRUG – ober besser noch:
    SCHON LANGE IST ES NICHTS ANDERES MEHR ALS NUR NOCH BESCHISS & BETRUG!

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    • Timo Brauer inside digital Team

      Du verwechselst hier Mobilfunkanbieter an Mobilfunkprovider. Es gab schon immer nur 3-4 Mobilfunknetze in Deutschland. Und ja, alle drei Mobilfunkprovider haben Tochterunternehmen, um den preiskritischen Markt abzudecken (Blau, Congstar und Otelo). Es kann aber auch jedes andere Unternehmen einen Vertrag mit einem der Mobilfunkprovider abschließen und so selbst Mobilfunk anbieten. Dass die Preise und Konditionen im günstigen Segment alle ähnlich sind, liegt höchstwahrscheinlich an den geringen Margen und dass trotzdem alle gewinnbringend arbeiten wollen. Also kein großer Beschiss, Betrug oder sonstige Verschwörung 😉

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