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„Brandgefährlich“: Warum dein Laptop-Ladekabel jetzt zur Gefahr wird

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Kein Ladekabel mehr beim neuen Laptop dabei? Das wird jetzt wie USB-C zum neuen Standard. Doch welches Netzteil, welches Kabel kann ich für mein neues Notebook verwenden? Mit dieser Frage solltest du dich eingehend beschäftigen, sonst wird es in der Tat brandgefährlich für dich.
Ein Laptop, der geladen wird, doch das Ladekabel fängt an der Buchse an zu qualmen. Der Laptop steht auf einem Schreibtisch mit Lampe, Tasse und Unterladen. Im Hintergrund sieht man noch ein Bücherregal und eine Mehrfachsteckdose auf dem Boden.
Dein Laptopladekabel kann zur Brandquelle werden, wenn du nicht aufpasst.Bildquelle: mit KI erstellt

Nicht nur Smartphones, sondern auch Laptops kommen ab sofort häufiger ohne Ladekabel. Grund dafür ist der USB-C-Ladestandard, der ab dem 28. April 2026 innerhalb der EU greift. Ab dann dürfen nur noch Notebooks und Laptops verkauft werden, die über einen USB-C-Ladeanschluss verfügen. Zudem werden Anbieter dazu verpflichtet, die Geräte ohne beiliegendes Ladegerät zu verkaufen, um Elektroschrott zu verhindern. Der heimische Kabelberg wird dadurch zwar nicht weiter aufgetürmt, doch müssen Käufer nun selbst sicherstellen, dass Kabel, Netzteil und Laptop zusammenpassen. Die Suche nach einem kompatiblen Ladegerät ist dabei gar nicht so einfach. Im schlimmsten Fall kann es zu Bränden kommen oder der Akku beschädigt werden. Warum es sich nicht lohnt, am Kabel zu sparen und worauf du beim Kauf achten solltest.

Falsches Ladekabel wird zur Gefahr

Ein neuer Laptop mit USB-C-Anschluss, aber ohne Ladegerät? Kein Problem, ich habe doch schon zig USB-C-Ladekabel zu Hause. Dann nehme ich einfach eins von denen. Das dürften sich viele Käufer bei ihrer nächsten Laptop-Anschaffung sicherlich denken. Doch Vorsicht! Kabel ist nicht gleich Kabel und nicht jedes Ladegerät mit USB-C ist für deinen neuen Laptop beziehungsweise neues Notebook geeignet.

„Fehlkäufe, falsche Nutzung oder beschädigtes Zubehör erhöhen das Risiko von Akkuschäden bis hin zu Bränden erheblich“, warnt Dr. Hermann Dinkler, Referent für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband. Es kann zu Überhitzungen oder einem Kurzschluss kommen. Grund dafür ist meist: ein billiges oder kaputtes Ladekabel oder Netzteil, eine fehlende oder gefälschte Zertifizierung und ein fehlender Überspannungsschutz. „Billig produzierte Ladegeräte verfügen oft über keine Schutzmechanismen gegen Überhitzung oder Kurzschluss und können im schlimmsten Fall einen Brand verursachen.“ Aber auch die Kompatibilität von Kabel und Gerät ist wichtig, um einen sicheren Ladevorgang zu gewährleisten. Wie auch beim Smartphone bist du selbst dafür verantwortlich, dir das passende Ladegerät zu besorgen.

Das ist beim Ladekabel-Kauf wichtig

Beim Kauf des passenden Ladekabels kommt es auf Folgendes an:

  • Kennzeichnung und Zertifizierung (CE, GS, TÜV)
  • technische Kompatibilität (passende Spannung, Leistung)
  • keine Schäden (intakte Isolation)

Das CE-Zeichen ist ein Freihandelskennzeichen für die Europäische Union und bestätigt, dass das Produkt den geltenden europäischen EU-Richtlinien entspricht. Es ist allerdings kein „Prüfsiegel“, wie Dinkler betont. Als solches gilt das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das TÜV-Prüfsiegel. Ein Ladegerät ohne oder mit gefälschtem Zeichen wäre ein Brandrisiko und könnte im schlimmsten Fall sogar dein Notebook zerstören.

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Auch inkompatible Ladegeräte können zu Akkuschäden oder Überlastungen führen. „Nur wenn Netzteil, Kabel und Gerät technisch zueinander passen, kann sicher und effizient geladen werden“, erklärt Dinkler. Dein schwächeres Handyladekabel lädt deinen Laptop womöglich kaum bis gar nicht. Ein zu starkes hingegen kann zu Überhitzungen führen. So sorgt vor allem Schnellladen für eine stärkere Wärmeentwicklung.

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Und zuletzt kann auch eine schlechte oder beschädigte Isolierung oder Steckverbindung zu Kurzschlüssen, Hitzeentwicklungen oder Bränden führen. Billiges Material ist ebenfalls ein Risiko. „Sobald die Isolierung beschädigt ist oder sich das Kabel ungewöhnlich erhitzt, muss es ersetzt werden“, rät Dinkler. „Reparaturen in Eigenregie, etwa mit Isolierband, sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich.“

Das passende Ladegerät für deinen Laptop

Um Schäden und Brände zu vermeiden, brauchst du ein zertifiziertes und gut isoliertes Kabel plus Netzteil, das genügend Leistung erbringt, um dein Notebook oder Laptop laden zu können. Ein Netzteil ist generell etwas, an dem man nicht sparen sollte. Kauf dir lieber einmal ein Gutes, zum Beispiel von Anker, als ein günstigeres, mit dem du dann nicht vernünftig laden kannst.

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