USB-C-Pflicht jetzt auch für Laptops – was beim Neukauf auf dich zukommt

4 Minuten
EU-Anschluss-Pflicht: Ab Ende April 2026 müssen auch Notebooks und Laptops den einheitlichen Ladestandard erfüllen, der für Smartphones bereits seit Ende 2024 gilt. Eine wichtige Umstellung, die vor allem die Hardware-Anschlüsse betrifft.
Frau schaut gestresst auf einen Laptop
EIne neue EU-Regel betrifft alle neuen Laptops und Notebooks.Bildquelle: Poramapixs / Shutterstock.com

Zum 28. April 2026 tritt eine neue Regel in Kraft, die alle künftigen Notebooks und Laptops betrifft, die fortan innerhalb der EU verkauft werden. Sie hat also Auswirkungen sowohl auf die Händler als auch auf dich – spätestens bei deiner nächsten Geräteanschaffung. Der EU geht es hierbei um Vereinheitlichung und die Vermeidung von unnötigem Elektroschrott. Wer weiß, vielleicht kannst du dadurch auch künftig Geld sparen.

EU legt neuen Standard für Notebooks und Laptops fest

Was seit Ende 2024 bereits Pflicht für Smartphones, Kopfhörer und Co. ist, trifft sehr bald auch Laptops und Notebooks. Es geht um den USB-C-Anschluss als neuen Standard für den Ladevorgang von Funkanlagen. Ab dem 28. April müssen damit auch alle Laptops und Notebooks ausgestattet sein. Ansonsten können sie innerhalb der EU nicht mehr verkauft werden.

Für die Hersteller bedeutet das, sie müssen ihre neuen Geräte anpassen oder sie fliegen vom Markt. So war es schon mit den iPhones der Fall, die noch eine Lightning-Buchse hatten. In der Notebook-Sparte wären besonders günstige Einstiegsmodelle betroffen, da diese aus Spargründen häufig keinen teuren und komplexen USB-C-Ladeanschluss aufweisen.

Warum macht die EU das?

Was bringt uns die Änderung konkret? Erst einmal vereinheitlicht die EU dadurch unser Kabelchaos. Statt für jeden Laptop oder jedes Notebook ein anderes Ladekabel verwenden zu müssen, wird USB-C zum Standard und viele Geräte können dann mit ein und demselben Kabel geladen und verwendet werden.

Zweiter Punkt: Die Regelung reduziert den durch Ladekabel verursachten Elektroschrott deutlich. Die EU geht von schätzungsweise 11.000 Tonnen Elektroschrott aus, der durch überflüssige Ladegeräte entsteht. Und drittens können Händler neue Laptops nun ohne Ladegerät verkaufen. Das spart nicht nur Kosten ein – auch für dich als Kunden – sondern auch Platz in deiner Kabelschublade zu Hause. Die EU verspricht sich auch eine postitive Auswirkungen auf die Umwelt durch die neue Richtlinie.

Darauf müssen Verbraucher jetzt achten

Wichtig für dich zu wissen ist jetzt, welches Ladegerät du für deinen neuen Laptop brauchst. Denn wenn im Lieferumfang keines mehr enthalten ist, sind deine grauen Zellen gefragt. Ein typisches Handy-Kabel hält oft nur 15 bis 25 Watt aus und ist nicht für dein Notebook geeignet. Eine Nutzung kann sogar gefährlich werden. Achte deshalb auf die Kennzeichnung „Extended Power Range (EPR)“ und den passenden Leistungsumfang für dein Gerät.

SAMSUNG Galaxy Book 4 Notebook
Das SAMSUNG Galaxy Book4 überzeugt mit solider Alltagsleistung dank Intel® Core™ 3 Prozessor, 8 GB RAM und schneller SSD sowie einem großen 15,6\“ Full-HD-Display für komfortables Arbeiten und Streaming.Zudem punktet es durch ein leichtes, schlankes Design (~1,55 kg) und viele Anschlüsse inkl. USB-C, HDMI und LAN – ideal für mobiles Arbeiten und vielseitige Nutzung.

Künftig musst du also nicht nur damit rechnen, kein Ladegerät mehr zum Notebook dazu zubekommen, die Auswahl auf dem Markt kann auch deutlich kleiner ausfallen. Und die höheren Kosten für die Umstellung auf USB-C-Ladeports? Die könnten die Händler ganz schnell auf die Kunden abwälzen.

Definition und Details zur EU-Richtlinie

Die neue Regel gilt für alle Geräte, die per Kabel geladen werden (ausschließlich kabellose sind schon einmal ausgenommen), es sind aber zusätzlich zum USB-C auch andere Ladeports erlaubt. In der Bekanntmachung der Kommission steht hierzu als Definition:

„Für eine Standardladung müssen die in Anhang Ia Teil I aufgeführten Funkanlagen, soweit sie über eine kabelgebundene Ladefunktion mit einer Spannung von bis zu 5 Volt, einer Stromstärke von bis zu 3 Ampere oder einer Leistung von bis zu 15 Watt aufladbar sind, mit den in der Norm EN IEC 62680-1-3 festgelegten USB-Stromversorgungsoptionen ausgestattet sein.“

PS: Die im Anhang Ia Teil 1 aufgeführten Funkanlagen sind: tragbare Mobiltelefone, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, Headsets, tragbare Videospielkonsole, tragbare Lautsprecher, E-Reader, Tastaturen, Mäuse, tragbare Navigationssysteme, Ohrhörer und Laptops. Ab 2028 kommen auch noch Router, Monitore oder Set-Top-Boxen hinzu.

>>> MediaMarkt wirft Samsung-Tablet für unter 200 Euro raus <<<

Überschreitet die Leistung die 15 Watt (was bei leistungsstärkeren Laptops definitiv der Fall ist) dann müssen sie mit USB Power Delivery (PD) ausgestattet sein. Weiter: „Bei Ausstattung mit einem zusätzlichen Ladeprotokoll unabhängig vom verwendeten Ladenetzteil“ muss „die volle Funktionalität“ des „Ladeprotokolls USB Power Delivery sichergestellt“ sein.

glyph-sponsored-shopping-venture glyph-sponsored-eye Über unsere Links

Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank! Preisangaben basieren auf dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels und können Schwankungen unterliegen.

Mitreden

1 KOMMENTAR

  1. Nutzerbild Karsten Frei

    Zitat: „Ein typisches Handy-Kabel hält oft nur 15 bis 25 Watt aus und ist nicht für dein Notebook geeignet. Eine Nutzung kann sogar gefährlich werden.“

    Darauf bin ich gespannt, kein Mensch schaut auf das Kabel, der Stecker passt, also rein damit.
    Also, als Folge erhöhte Brandgefahr.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein