Ab Juli: Neue Zusatzsteuer auf Pakete von Shein, Temu und Co.

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Wer bei Temu, Shein und Co. bestellt, zahlt häufig deutlich weniger als beim Kauf auf Amazon und Co. Auch, weil bei Sendungen unter 150 Euro bisher kein Zoll anfällt. Doch das wird sich ab Juli ändern. So viel kostet deine China-Bestellung in Zukunft mehr.
Zwei Pakete von Shein und Temu mit Zollstempel
Ab Juli: Zusatzsteuer auf Pakete von Shein, Temu und Co. steht festBildquelle: Erstellt mit Google Gemini

Nur die beiden Händler Shein und Temu allein schicken 400.000 Pakete nach Deutschland. Pro Tag. Jedes Jahr kommen so rund 140 Millionen Pakete an. Rund 3 Milliarden Euro geben die Deutschen jedes Jahr bei China-Shops wie Shein, Temu oder Aliexpress aus. Ohne Zollabgaben und mit subventioniertem Versand sind die Produkte direkt aus China meist deutlich günstiger als von Händlern innerhalb der EU. Doch damit ist ab Juni Schluss.

Zollfreigrenze ab Juli abgeschafft

Bislang waren Sendungen, die in die EU geschickt werden, bis zu einem Wert von 150 Euro zollfrei. So wurde auch der Zoll entlastet. Seit einigen Jahren wird diese Regelung jedoch massiv von China-Shops wie Shein oder Temu ausgenutzt. Selbst bei teureren Bestellungen wird oftmals ein falscher Warenwert angegeben, um unter der Freigrenze zu bleiben. So entstehen Preise, die von Händlern aus Europa kaum zu unterbieten sind.

Weil das den Wettbewerb verzerrt, schafft die EU diese Zollfreigrenze nun ab. Dafür hat der EU-Rat neue Zollvorschriften beschlossen, die ab dem 1. Juli 2026 in Kraft treten.

So viel kosten die China-Pakete in Zukunft

Langfristig sollen für alle Bestellungen die regulären Zölle anfallen. Diese unterscheiden sich je nach Ursprungsland und Art der Waren. Bis die dafür benötigte EU-Zolldatenplattform einsatzbereit ist, gibt es eine Übergangslösung.

Ab dem 1. Juli 2026 wird für Waren in kleinen Paketen mit einem Wert von unter 150 Euro pauschal eine Zollabgabe von 3 Euro pro Warenkategorie fällig. Eine Sendung mit zwei T-Shirts kostet so in Zukunft 3 Euro Zoll, für eine Sendung mit einem T-Shirt und einer Handyhülle werden 6 Euro fällig. Die Einnahmen fließen in den EU-Haushalt und die Kassen der Mitgliedstaaten.

Über eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr wird noch beraten. Bei Sendungen über 150 Euro ist es bisher so geregelt: Zahlt der Händler den Zoll nicht vorab und deklariert die Sendung korrekt, muss der Empfänger die Zollgebühren bezahlen, um das Paket in Empfang zu nehmen. Dabei wird neben den Zollgebühren selbst auch eine Bearbeitungspauschale von 7,50 Euro an DHL fällig.

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5 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild CORONA

    Bei Produkten aus Drittländern gehts der EU nur darum vom Volk abkassieren, denn die selben Produkte sind auch bei Amazon und Co. erhältlich nur mit einem Aufschlag von 500% Die Untenehmen in Europa wollen nur abkassieren, wie seit Jahrzehnten kaufen die Billigimport aus China und verkaufen die übertäuert,füllen sich die Taschen da der Europäer zum arbeiten zu faul ist.?

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  2. Nutzerbild S.E

    Erst Temu und Shein regulieren, dann Amazon, dann Software, dann alles, was nicht aus dem deutschen Tante-Emma-Laden kommt. Am Ende schotten wir uns komplett ab, reiten auf unseren Eseln und wundern uns, warum die Wirtschaft den Bach runtergeht. Statt unsere eigenen Händler wettbewerbsfähig zu machen, wird einfach die Grenze dicht gemacht. Das ist bequem, aber dumm. Oder besser: Wir lassen die „arme“, überregulierte Republik einfach in ihrer Blase und genießen von außen, wie sie sich langsam isoliert.

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  3. Nutzerbild Tadzy

    is klar für Produkte die 15 Euro kosten soll ich Versand+ Verpackung dann Zoll und eventuell nochmal eine eine Gebühr bezahlen ? wenn habt ihr den ins Hirn geschissen.. geht’s noch als ob die Regierung nicht genug Geld von uns bekommt Schöffen selber alles ausm Ausland rüber und wir dürfen das finanzieren .. Frechheit dann wird halt nix mehr geholt nur noch selbst züchten reparieren und bauen aber dafür Wollt ihr Dan später bestimmt auch wieder ne Gebühr fürs do ot your self. Keiner mag euch und wollen euch auch nicht

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  4. Nutzerbild EU-Hasser

    EU: Strauchdiebe, Abzocker, Abgreifer!

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  5. Nutzerbild HarryHH

    Oups.
    Ich bekomme selten Lieferungen von denen. Aber wenn, und die würden Geld für die rechtzeitig um einen oder zwei Tage verschobene Übergabe verlangen, dann kommt der UPSer eben zum ersten Termin, klingelt vergeblich, muss das wieder mitschleifen, nochmals kommen oder in einer Abholbude abgeben.
    Hatte ich vorgestern mit DHL, Lieferung wäre unerwartet früher gekommen, Wunschliefertag auf heute gesetzt und kostete nix.

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