Home Entertainment mieten - kann sich das lohnen?

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Wer einen neuen Fernseher, eine neue Soundanlage oder eine Kombination aus Beamer und Leinwand neu anschaffen will, steht schnell vor höheren Anschaffungskosten. Um diese zu vermeiden, kann Home Entertainment zu mieten eine willkommene Alternative sein. Doch lohnt es sich langfristig?
Home Entertainment mieten
Bildquelle: Unsplash

Die Auswahl an verfügbaren Geräten ist groß, ebenso wie die Unterschiede in den Preisen. Wer sein Heimkino neu ausstatten will, steht schnell vor Kosten von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro. Abhängig davon wie hochwertig die neuen Modelle ausfallen sollen. Für alle, die finanzielle Mittel für solche Neuanschaffungen nicht aufbringen wollen oder können, kann Home Entertainment zu mieten die geeignete Lösung sein.

Home Entertainment mieten – was bedeutet das?

Eines der Unternehmen, die die Vermietung von Home Entertainment anbieten, ist die Grover Group GmbH, besser bekannt als „Grover“. Die Firma hat sich zum Ziel gesetzt, großflächige Auswahl an Home Entertainment zu monatlichen Mietpreisen für Kunden anzubieten. Dadurch zahlen Kunden zunächst weniger, als wenn sie die entsprechenden Geräte selbst neu anschaffen würden. Um sich das gewünschte Heimkino-Setup zusammenzustellen, brauchen sich Kunden nur durch die verfügbare Technik auf der Webseite zu klicken. Auch Deal-Angebote stellt der Anbieter zur Verfügung. Nach der Erstellung eines Grover Accounts wird die erste Monatsmiete direkt mit der Bestellung gezahlt. Jeder weitere Monat, den man für die Leihe gewählt hat, wird der entsprechende Betrag an dem Tag des Monats abgebucht, an dem die Geräte geliefert wurden.

Grover bietet dabei nicht nur Geräte für Privatanwender, sondern auch Optionen für Geschäftskunden an. Das kann beispielsweise interessant sein, wenn man kurzfristig für geplante Präsentationen einen Beamer benötigt, sich eine eigene Anschaffung jedoch nicht lohnt. Welche Kosten genau auf den Anwender zukommen hängt von der Anzahl der Monate ab, die man die Technik mieten möchte. Je länger die Mietdauer ausfällt, desto günstiger fällt der monatliche Preis pro Gerät aus. Wer mehrere Geräte kombiniert mietet, wie etwa eine Soundanlage und einen Fernseher, erhält auf die Kombination einen zusätzlichen Rabatt.

Mindestmietdauer und Kaufoption

Spannend ist dabei, dass nach Ablauf der gewählten Mindestmietdauer das Gerät flexibel weitere Monate zum selben Preis behalten werden kann. Bei einigen Modellen besteht auch die Möglichkeit einer Kaufoption, wenn ein gewisser Mindestmietbetrag erreicht wird. In den meisten Fällen lohnt sich dieser jedoch auf lange Sicht nicht. So müsste man für den Kauf eines LG TV 65 Zoll OLED65C17LB für 1 Euro beispielsweise 3.236,40 Euro in monatlichen Zahlungen an das Unternehmen beglichen haben. Kauft man das TV-Gerät hingegen selbst neu, ist das Modell bereits ab 1989,14 Euro verfügbar.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Gerät liegt hingegen bei 2.799 Euro und damit näher an der von Grover geforderten Summe. Hier lohnt sich also, ein konkreter Preisvergleich mit aktuellen Angeboten, bevor man sich entscheidet, ob man ein TV-Modell nur für einige Monate mieten möchte oder die Kaufoption als eine Form von Ratenzahlung erwägen möchte. Im Schnitt müsste man Geräte bei Grover etwa für 33 Monate anmieten, um sie mit der 1 Euro Kaufoption erwerben zu können.

Home Entertainment mieten Grover
Grover bietet Home Entertainment zum Mieten an

Lohnen sich die Mietoptionen?

Die Mietangebote bei Grover lohnen sich vor allem für Anwender, die mit etwaigen Kaufoptionen liebäugeln oder Geräte für längere Laufzeiten anmieten wollen, da die Preise pro Monat so überschaubar ausfallen. Ein 50 Zoll großer 4K-Fernseher kann bereits ab 29,90 Euro im Monat gemietet werden, wenn man ihn auf eine Laufzeit von 18 Monaten anmietet. Das ist im Schnitt so viel, wie einige Anwender für Internet- oder Handyverträge zahlen. Für Nutzer mit weniger hohem Einkommen, die sich den Neukauf eines Geräts nicht leisten können, kann ein solcher Monatspreis leichter aufzubringen sein.

Ebenfalls attraktiv an den Mietoptionen ist die 90-Prozent-Kostenübernahme des Anbieters bei anfallenden Reparaturen von Schäden aller Art. Normale Gebrauchsspuren und Gerätefehler sind dabei vollständig abgedeckt. Das sorgt dafür, dass Anwender keine großen Reparaturkosten aufbringen müssen, sollte ein Defekt am Gerät auftreten.

Home Entertainment mieten als Testlauf?

Ein Vorteil, den Services wie Grovers bieten, ist die Möglichkeit ein Heimkino-Setup zuhause auszutesten, ohne es final zu kaufen. Natürlich kann man sich vor Ort in Elektrofachmärkten ein gutes Bild von Ton- und Bildqualität von Geräten verschaffen. Dennoch kann die finale Wirkung in de eigenen vier Wänden abweichen. Die Lichtverhältnisse in Räumen sind individuell, der entsprechende Sitzabstand anders als bei der Präsentation im Laden oder die Akustik der Räume kann abweichen. Wer sich nicht sicher ist, ob die gewünschten Geräte den Effekt liefern, den man sich ersehnt, könnte mit Mietoptionen von Grover korrekt austesten, wie sich das Wunsch-Setup im eigenen Wohnzimmer macht.

Vor allem bei 4K-Beamern kann sich ein monatlicher Testlauf mit dem Gerät der Wahl lohnen. Die Mietpreise für einen einzelnen Monat sind nur ein Teil der Kosten, die man selbst für das Gerät ausgeben müsste, da diese Beamer schnell einen vierstelligen Kaufpreis aufweisen können. Auch Videospielkonsolen oder Zubehör wie VR-Brillen und Lenkräder kann man mieten. Hier kann sich der Testlauf für eine kurze Mietdauer vor allem für Anwender lohnen, die nicht sicher sind, ob sich eine langfristige Anschaffung lohnt. Etwa, weil es nur einen einzelnen Spieletitel gibt, den sie gerne austesten möchten, ohne sich gleich eine komplette VR-Ausrüstung dafür zu kaufen.

Home Entertainment mieten – eine sinnvolle Kauf- und Leasingalternative?

Wer über genügend finanzielle Mittel verfügt, ein Gerät wie einen Fernseher direkt zu erwerben, wird damit immer günstiger fahren als mit der Mietung oder einer Mietung mit Kaufoption. Vor allem, wenn man dabei die Augen nach entsprechenden Rabattaktionen offen hält. Aber nicht alle sind imstande, den eigenen Wunschfernseher direkt aus eigener Tasche zu finanzieren. Für Menschen, in deren Budget eine Neuanschaffung nicht möglich ist, kann das Mieten der Geräte eine geeignete Alternative sein. Zumal Reparaturkosten hierbei zum größten Teil vom Anbieter getragen werden, sollte doch ein Schaden auftreten.

Dabei ähnelt das Setup von Grover ein wenig den bekannten Leasing-Angeboten, wie man sie etwa von TV-Leasing.de kennt. Beide Systeme zielen darauf ab, die Kosten für Anwender pro Monat günstiger zu halten als bei einem Neukauf. Der größte Unterschied ist hierbei die entsprechende Laufzeit. Während Leasing-Angebote häufig auf mehrere Jahre ausgelegt sind, fallen die Mindestlaufzeiten von Grover von 1 bis 18 Monaten flexibler für Kunden aus. Dank der längeren festen Laufzeiten fallen die Monatsraten bei Leasing-Angeboten jedoch günstiger aus.

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