Superflach, ordentlich Power beim Saugen und eine Wischfunktion, die richtig was kann: Mit dem S2 Omni fährt eufy alles auf, um ganz oben mitzuspielen. Ob das im Alltag reicht, um Riesen wie Roborock und Dreame Paroli zu bieten, zeigt unser Test.
So richtest du den eufy S2 Omni ein
Der eufy S2 Omni zählt für mich ganz klar zu den schicksten Saugrobotern, die man aktuell kaufen kann. Optisch bleibt eufy zwar bei Grau-Schwarz, dafür punktet das Design mit einer echten Besonderheit: Der Sauger ist nur 9,8 cm flach und kommt in einer eher ungewöhnlichen, quadratischen Form daher. Das bietet Vorteile, vor allem wenn es um die Eckenreinigung geht.
Auch technisch hat der S2 Omni einiges drauf. Neben einer ausfahrbaren Seitenbürste setzt eufy auf eine Wischwalze. Ein Feature, das sich immer mehr als neuer Standard für die gründliche Nassreinigung etabliert.

Und unter der Haube wird’s dann richtig spannend: eufy legt nämlich gleich drei Duftsteine bei. Ja, richtig gelesen, Duftsteine. Die werden direkt neben dem Staubbehälter eingesetzt und sorgen dafür, dass beim Saugen ein frischer Raumduft verteilt wird. Im Lieferumfang sind folgende drei Sorten enthalten:
- Zitrus & Basilikum
- Bambus & Salbei
- Bergamotte & Litschi
Auch die Station des eufy S2 Omni macht ordentlich Eindruck. Mit ihrem turmartigen Design und den Maßen von 38,7 × 47,6 × 67,0 cm wirkt sie fast schon futuristisch. Im Dock sitzen wie gewohnt zwei Wassertanks. Dazu kommt noch ein extra Behälter für Reinigungsmittel, das im Lieferumfang enthalten ist. Neben dem automatischen Absaugen kümmert sich die Station außerdem darum, die Wischwalze gründlich durchzuspülen und anschließend zu trocknen. Nur um den Staubbeutel musst du dich selbst kümmern.

Für die Einrichtung lädst du dir einfach die eufy-App aus dem Apple App Store oder Google Play Store herunter. Danach scannst du den QR-Code unter der Haube des Roboters und folgst den Schritten in der App. Beim ersten Mapping leistet sich der S2 Omni allerdings direkt einen kleinen Patzer: Aus unserem Testraum macht der Roboter kurzerhand gleich zwei Räume.
Funktionen der eufy-App
In der eufy-App hast du jede Menge Möglichkeiten, die Reinigung genau auf deine Bedürfnisse abzustimmen. Zur Auswahl stehen die Modi „Saugen und Wischen“ sowie „Saugen“. Beim Saugen kannst du aus vier Leistungsstufen wählen, beim Wischen stehen dir drei Stufen für die Wassermenge zur Verfügung.
In den weiteren Einstellungen lässt sich außerdem ordentlich Feintuning betreiben: Du kannst die erstellten Karten bearbeiten und festlegen, wie der S2 Omni mit Teppichen umgehen soll. Zum Beispiel, ob er auf Teppichen automatisch die Saugleistung hochfahren soll.
So gut saugt und wischt der eufy S2 Omni
Bei der Saugleistung zeigt der eufy S2 Omni Licht und Schatten. Auf Hartböden spielt er ganz klar in der obersten Liga: Der 30.000-Pa-Motor hat hier leichtes Spiel und saugt selbst in Ecken zuverlässig jedes Staubkorn auf. Zum Vergleich: Damit liegt der S2 Omni auf Augenhöhe mit dem Dreame Aqua10 Ultra Roller Complete.
Auch bei Tier- und Menschenhaaren macht der eufy einen richtig guten Job. Damit sich nichts in der Hauptbürste verfängt, setzt der Hersteller auf eine spezielle Doppelbürste. Auf Teppichen lässt die Leistung allerdings etwas nach. Vor allem bei Hochflorteppichen musst du mit kleinen Abstrichen rechnen.
Fürs Wischen kommt beim S2 Omni eine moderne Wischwalze zum Einsatz. In den letzten Monaten haben viele Hersteller gezeigt, wie viel effizienter diese Technik ist. Selbst Roborock ist bei seinem neuesten Modell auf diesen Zug aufgesprungen. Das Prinzip dahinter ist simpel, aber effektiv: Die Walze wird ständig mit frischem Wasser befeuchtet, sodass der Roboter immer mit einer sauberen Walze wischt.

Was leider fehlt, ist eine Abdeckung zum Schutz von Teppichen. Modelle wie der Dreame Aqua10 Ultra Track Complete (Test) oder der Mova Z60 Ultra Roller (Test) bieten hier eine automatische Lösung, bei der sich eine Schutzabdeckung auf Teppichen absenkt. Beim eufy S2 Omni bleibt daher ein kleiner Kritikpunkt: Er hinterlässt an Teppichkanten feuchte Stellen.
Eine echte Überraschung sind hingegen die Duftsteine. Was zunächst nach einem unnötigen Gimmick klingt, entpuppt sich im Alltag als ziemlich geniales Extra. Sobald der Saugroboter unterwegs ist, macht sich der frische Raumduft sofort bemerkbar.
Navigation und Hinderniserkennung im Test
Bei Navigation und Hinderniserkennung zeigt sich der eufy-Saugroboter von seiner starken Seite. Trotz fehlendem LiDAR-Turm erkennt er Hindernisse und herumliegende Gegenstände zuverlässig und weicht ihnen sauber aus. Bei Kabeln ergibt sich allerdings ein gemischtes Bild: Ab und zu werden sie etwas zu spät erkannt.

Nach getaner Arbeit übernimmt dann die Station den weniger schönen Teil. Sie saugt den Staub ab, reinigt die Wischwalze gründlich und trocknet sie anschließend. In der App kannst du jederzeit mitverfolgen, welcher Schritt gerade läuft.
Fazit: Lohnt sich der Kauf des eufy S2 Omni?
Ja, denn der eufy S2 Omni überzeugt mit starker Saugleistung auf Hartböden und einem insgesamt soliden Wischergebnis. Nur in Ecken und auf Teppichen kommt er nicht ganz an die Performance unseres Saugroboter-Testsiegers heran. Dazu kommt, dass er stellenweise feuchte Teppichkanten hinterlässt. Trotzdem lohnt sich der Kauf, denn der S2 Omni punktet mit ein paar echten Alleinstellungsmerkmalen.
Allen voran die Duftsteine, die tatsächlich für einen angenehm frischen Raumduft sorgen. Und natürlich die Bauform: Durch den Verzicht auf einen klassischen LiDAR-Turm kommt der Roboter problemlos unter viele Möbel, ein klarer Vorteil im Alltag.

Pro
- Gute Saugleistung auf Hartböden
- Solide Wischleistung
- Duftsteine sind genial
- Schickes, modernes Design
- Gute App mit zahlreichen Funktionen
Contra
- Gelangt nicht ganz in Ecken
- Saugleistung auf Teppichen schwächelt






