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Huawei Matebook 13 2020 im Test: Geheimtipp für Sparfüchse?

6 Minuten
In der IT-Industrie ist der Chipmangel das große Thema. Auch manches Notebooks ist nur schwer zu bekommen, und mit günstigen Preisen darfst du sowieso nicht mehr rechnen – es sei denn, du greifst zu einem Auslaufmodell. Lohnt sich ein Kauf? Wir schauen uns das Huawei Matebook 13 2020 im Test an.
Huawei Matebook 13 2020
Huawei Matebook 13 2020Bildquelle:

Das Huawei Matebook 13 (2020) ist ein Hingucker. Die kompakte Metalleinschalung ist in einem dunklen Grau gehalten, das optisch zwar nicht mit Einfallsreichtum glänzt, aber dennoch sehr elegant daher kommt. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, ebenso wenig an der Stabilität. Selbst der Deckel lässt sich nur in begrenztem Maße verwinden, das Scharnier bietet einen sehr guten Halt und einen weiten Verstellwinkel von bis zu 155. Die Grundfläche misst nur 28,6 x 21,1 Zentimeter und ist damit kleiner als ein DIN-A4-Blatt, auch der Aufriss geht mit 1,5 Zentimetern noch als schlank durch. Das Gewicht von 1,3 Kg fällt in Taschen oder Rucksäcken nicht weiter auf, rekordverdächtig leicht ist das Notebook dennoch nicht.

Kompakter Bildschirm mit hoher Auflösung

Das Matebook 13 bringt – der Name lässt es vermuten – ein 13-Zoll-Display mit, das mit 2160 x 1440 Pixeln recht hoch aufgelöst ist. Die Schärfe auch bei Details ist entsprechend hoch, das IPS-Panel liefert zudem einen guten Farbeindruck sowie ordentliche Kontraste. An ein OLED reicht es jedoch nicht heran. Ein Pluspunkt ist außerdem das Seitenverhältnis von 3:2, was dem dargestellten Bild deutlich mehr Höhe verleiht und breiten Kopfzeilen von Browsern oder Office-Programmen den Schrecken nimmt.

Front des Huawei Matebook 13 2020
Front des Huawei Matebook 13 2020

Keine Speichersorgen: SSD mit viel Platz

Der Datenspeicher ist großzügig dimensioniert. Im Inneren des Matebook 13 steckt eine NVMe-SSD, die ein Fassungsvermögen von 512 GB zur Verfügung stellt. Das Laufwerk aus der Fertigung von Western Digital glänzt zudem mit einer sehr guten Performance. So werden beispielsweise Daten sequentiell mit einer Geschwindigkeit von rund 3400 MB/s gelesen; beim Schreiben sind 2700 MB/s drin. In Sachen Speicher erhältst du beim Matebook 13 einiges fürs Geld.

Huawei Matebook 13 2020 mit altem Intel Core i5

Abstriche müssen beim Matebook 13 am Prozessor gemacht werden. Der i5-10210U sorgte schon bei der Vorstellung für keine Momente größerer Erregung, denn mit einer Strukturbreite von 14 nm galt die Architektur bereits beim Erscheinen nicht mehr als letzter Schrei. Mit Taktgeschwindigkeiten von 1,6 bis 4,2 GHz verarbeiten vier CPU-Kerne bis zu 8 Threads parallel. Der aktuelle i5 ist an dieser Stelle etwa 30% schneller. Ein Nachteil des Prozessors ist jedoch der lahme Grafikchip, der in ihm steckt. Der ebenfalls von Intel stammender UHD Graphics 620 liefert in Testprogrammen weniger als die Hälfte dessen, was die aktuellen Iris- und Radeon-GPUs zu leisten im Stande sind. Grafikdesigner sollten das Gerät daher meiden, für Unterwegs-Arbeiter mit Office-Anspruch ist das Paket aber gut.

Der Zahn der Zeit zeigt sich auch beim Arbeitsspeicher. Der LPDDR3-2133-Standard ist nicht mehr der neueste. Mit einer Kapazität von 8 GB ist der RAM ausreichend groß für das gebotene Gesamtpaket. Leider kannst du ihn jedoch auch nicht mehr aufrüsten, wenn sich im Laufe der Zeit Mehrbedarf zeigt.

Huawei Matebook 13 2020: Kleiner Akku – geringe Laufzeiten

Das schmal geschnittene Gehäuse des Matebook 13 lässt den Komponenten nur wenig Platz. Für eine ordentlich dimensionierten Akku hat es jedenfalls nicht gereicht: Die Kapazität des Lithium-Polymer-Speichers wird mit gerade mal 41,7 Wh angegeben. Das ist Einsteigerniveau.

So ist etwa beim Daddeln im Akkubetrieb nach anderthalb Stunden Schluss. Bei weniger Last-intensiven Anwendungen zeigt sich das Matebook vergleichsweise sparsam. Beim Surfen werden in einer Stunde rund 16% der Reserven verbraucht. Die tatsächliche Laufzeit hängt letztlich immer von der Intensität der ausgeführten Programme ab, mehr als fünf Stunden sind aber kaum drin. Als leichtes Arbeitsgerät, das meist am Strom hängt und hin und wieder Platz und Arbeitsort wechselt, ist der Akku aber ordentlich.

Gute Eingabegeräte, lebloser Bildschirm

Kleine Notebooks bieten der Tastatur weniger Platz – es sei denn man versucht jede Möglichkeit zu nutzen. Dank der schmalen Ränder sind die Tasten mit 1,7 Quadratzentimetern angenehm groß geraten. Die Funktion ist ohne Fehl und Tadel, der Tastenhub ist nicht riesig aber spürbar, der Druckpunkt ist definiert, jedoch etwas zu knackig geraten. Beim mittig angeordneten Touchpad zeigen sich zwar die begrenzten Platzverhältnisse mit einer Breite von 6,3 Zentimetern. Dank der Länge von 12 cm steht jedoch viel Fläche zur Verfügung. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Dass der Bildschirm nicht berührungsempfindlich ist, bietet dagegen Anlass zur Kritik. Einmal daran gewöhnt, willst du einen Touchscreen auch am Laptop nicht mehr missen.

Zweimal USB-Typ-C und eine Kopfhörerbuchse

Gerade für Vielreisende ist eine sinnvolle Schnittstellenzusammenstellung an einem Notebook wichtig, um für möglichste viele Eventualitäten gewappnet zu sein. Wenn das Matebook 13 jedoch zu einem veritablen Begleiter werden soll, wird dich ein USB-Hub ebenfalls stets und ständig begleiten. Denn es stehen lediglich zwei USB-Ports zur Verfügung, die mit einem Typ-C-Interface aufwarten und auf der 3.1-Spezifikation basieren. Kleiner Trost: Ein Adapter für klassische USB-Stecker liegt dem Matebook im Lieferumfang bei.

Anschlüsse Rechts des Huawei Matebook 13 2020
Anschlüsse Rechts des Huawei Matebook 13 2020

Drahtlos kann Peripherie via Bluetooth 5 angesprochen werden. Das WLAN-Modul beherrscht den ac-Standard. Hier zeigt sich das Alter des Prozessors – seine Nachfolger verfügen bereits über einen WLAN-ax-Funkchip (WiFi 6). In der Praxis ist der Mehrwert jedoch begrenzt, weil die genutzte Netzwerktechnik zumeist weniger Bandbreite zur Verfügung stellt. Außerdem lassen sich Huawei-Smartphones über das NFC-basierte Huawei Share koppeln.

Fazit zum Huawei Matebook 13 2020: Es muss nicht immer das Neueste sein

Das Matebook 13 wurde für anspruchsvolle Nutzer konzipiert. Design, Display, Verarbeitung und Eingabegeräte sind nach wie vor auf Oberklasse-Niveau. Bei der Performance müssen Abstriche hingenommen werden. Ähnlich geschnittene Notebooks mit ARM-Chips oder sparsamen Intel-SoCs bieten hier keine Vorteile – wohl aber beim Energieverbrauch. Der Akku ist des Huawei-Notebooks ist alles andere als ein Gigant, die Laufzeiten fallen nicht riesig aus. Zu guter Letzt wäre ein Touch-Display schön gewesen. Wenn du mit diesen Abstrichen leben kannst, bekommst du immer noch viel fürs Geld geboten. Denn anders als viele potentere Konkurrenten ist das Matebook 13 bereits für deutlich unter 1.000 Euro erhältlich. Der große, 512 GB fassende SSD-Speicher ist wohl das größte Kaufargument des Huawei Matebook 13. Außerdem überzeugt das neuartige Seitenverhältnis im 3:2-Format beim Arbeiten.

Pro

  • Kompaktes Notebook für Vielreisende
  • Schickes, hochwertiges Gehäuse
  • Display mit hoher Auflösung und 3:2-Seitenverhältnis
  • Große SSD

Contra

  • Nur zwei USB-Typ-C-Ports
  • RAM ist verlötet
  • Display ohne Touch
  • Kleiner Akku, mäßige Laufzeit

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