Die Botslab W510 bietet für einen UVP von 399 Euro (aktuell bei Amazon schon für 299,99 Euro im Angebot) gleich zwei 4K-fähige und batteriebetriebene Sicherheitskameras inklusive Solarpaneele. Der chinesische Hersteller legt zudem eine Basisstation mit 32 GB internem Speicher und Möglichkeit zur Speichererweiterung obendrauf. Eine Cloud ist also scheinbar nicht nötig und du kannst deine Aufnahmen lokal und vor allem sicher speichern. Klingt schon mal gut, doch wie sich das Kamera-Bundle im Alltag schlägt, zeigt unser Test.
Design & Einrichtung der Botslab W510
Beim Botslab W510 Bundle gibt’s eine Menge auszupacken. Ordentlich angerichtet finden sich im Lieferumfang folgende Produkte:
- 2 x Botslab W510 Überwachungskamera
- 2 x Solar-Paneele
- 1x HomeBase H200
- 2 x Wandhalterung für W510 und Solarpaneele
- USB-C-Verbindungskabel
- Allerlei Schrauben
- DC-Adapter für die HomeBase samt internationalen Steckern

An den Einsatzorten benötigt Ihr neben WLAN grundsätzlich nur feste Wände. Zur festen Installation an der Wand gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits lassen sich die Kameras und die Solarpaneele zusammen mit einer Aufhängung befestigen. Alternativ kann man die Solarpaneele aber ebenso getrennt anbringen – etwa wenn die Kameras im Schatten platziert werden.
Die Einrichtung erfolgt anschließend über die Botslab-App, die es sowohl für iOS als auch für Android in den jeweiligen App-Stores gibt. Wie bei vielen aktuellen Smart-Home-Produkten erfolgt die Einrichtung dann über einen QR-Code, der sich auf der HomeBase befindet. Sehr komfortabel: Die Botslab-App fungiert nach dem Scannen als Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ebenfalls bequem: Die Kameras musst du nicht noch einmal extra mit einem QR-Code einrichten, sondern lediglich den Sync-Knopf auf der Rückseite der HomeBase drücken. Anschließend rufen die Kameras ganz von selbst deine WLAN-Daten ab und verbinden sich.

Insgesamt sind Einrichtung und Installation der Botslab W510 angenehm einfach. Ein wenig ärgerlich finde ich, dass sich die Kameras nicht kopfüber nutzen lassen. Denn die Schwenk- und Neigevorrichtungen der Kameras können sich nicht um 180° drehen. Die Kameras sind folglich nur fürs Aufhängen und nicht fürs Aufstellen geeignet.
Smart-Home-Funktionen im Überblick
Die Botslab W510 ist kompatibel mit Alexa und Google Home – dadurch können wir den Video-Feed der Kameras auch auf smarten Displays sehen. Weiterhin finden wir in der Botslab-App eine Funktion namens „Intelligente Szenen“. Darüber können wir die Kameras unter anderem abschalten, wenn wir nach Hause kommen, oder benutzerdefinierte Sprachausgaben aktivieren.

Die Smart-Home-Funktionen sind insgesamt vergleichsweise eingeschränkt. Das unterstreicht auch der fehlende Matter-Support sowie die Inkompatibilität zu Apples HomeKit. Für alle Funktionen sind wir also auf die Botslab-App angewiesen, die es kostenfrei für iOS und Android gibt.
Für unseren Test haben wir die deutsche Sprachausgabe der App genutzt, in der es jedoch leider einige Übersetzungsfehler gibt. Das erschwert den Umgang mit den smarten Sicherheitskameras. Noch nerviger sind allerdings die vielen Werbeanzeigen in der App. Womöglich sind die Werbeplatzierungen aber einer der Gründe, warum Botslab viele Funktionen ohne Abo anbieten kann. Denn die Botslab W510 lässt sich immerhin mit hohem Funktionsumfang ganz ohne laufende Kosten betreiben.

Für die erweiterten AI-Funktionen muss man jedoch ein aktuell noch kostenfreies Abo abschließen. Eventuell kommen hier zukünftig noch Kosten auf uns zu. Botslab bietet zudem einen optionalen Cloud-Speicher an, der für 3,33 US-Dollar im Monat zu haben ist.
Mit 4K-Auflösung: Gut erkennbare Aufnahmen am Tag und bei Nacht
Technisch verspricht Hersteller Botslab klare Videos dank der 4K-Auflösung, die auf Bildsensoren mit 8 Megapixeln basiert. Das Sichtfeld ist dabei recht eng, wird aber natürlich durch die PTZ-Funktion (Schwenken, Neigen, Zoomen) deutlich erweitert. Möglich sind dabei Drehungen um 360° nach links und rechts und Neigungen in einem Winkel von 136°.
Nachts schalten die Botslab-Kameras entweder auf eine Infrarot-Nachtsicht oder eine farbige Nachtsicht um. In der folgenden Galerie haben wir dir sowohl die Bildqualität bei Tageslicht als auch die Nachtsicht-Modi einmal aufgenommen.
Bilderkennung und weitere KI-Features der Botslab W510
Smarte Überwachungskameras zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie verschiedene Motive eigenständig erkennen können. Botslab nutzt hierfür eine KI-Bilderkennung, die laut Herstellerangaben eine 99-prozentige Genauigkeit bietet und Motive in unter einer Sekunde erkennt. Dabei soll die Kamera zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden.

Durchaus clever ist die Integration einer generativen KI in die Botslab-App. Über eine Technologie ähnlich wie bei Chatbots (Chat GPT und Co.) kann die App das Geschehen vor der Kamera in Benachrichtigungen beschreiben. Beispielsweise „Ein Mann in einem blauen T-Shirt geht die Wand entlang“. Alternativ können wir mit natürlicher Sprache suchen. Etwa „Schwarze Katzen auf dem Rasen“.
Und siehe da: Die Funktion klappt im Test gut und bietet einen echten Mehrwert. Botslab nutzt diese Technologie zudem auch für ein smartes Alarmsystem. Eine Computerstimme kann Einbrecher so beispielsweise dadurch abschrecken, dass diese bei der Warnmeldung genauer beschrieben werden.
Allerdings bietet Botslab keine Informationen darüber, wo das dafür benötigte KI-Sprachmodell ausgeführt wird. Da die Leistung der HomeBase dafür sicher keineswegs ausreicht, ist davon auszugehen, dass die Daten auf Servern von Botslab ausgewertet werden. Heißt: Bei jedem erkannten Ereignis wird ein Bild auf einem fremden Server ausgewertet. Datenschutztechnisch sorgt das natürlich eher für das Gegenteil eines Sicherheitsgefühls im eigenen Heim.
Keine Cloud nötig: Lokal & sicher speichern
Dabei weiß die Botslab W510 bei der Speicher-Thematik eigentlich ja absolut zu überzeugen. Standardmäßig sind bereits 32 GB an Speicherplatz verfügbar – und zwar nicht über eine mircroSD-Karte innerhalb der Kamera, sondern als Speicher in der HomeBase. Diese steht sicher in der Wohnung, wodurch ein Datendiebstahl deutlich erschwert wird. Zusätzlich lässt sich der Speicher der Basisstation auf bis zu 16 TB Speicherplatz aufrüsten. So können wir auch bei umfangreichen Installationen mit vielen Kameras eine lokale Datenspeicherung realisieren.

Wer bei Botslab zudem gleich mehrere Kameras kauft – die W510 gibt’s wahlweise auch im Viererpacker – der genießt zudem einen weiteren Vorteil. Denn die Kameras können Ereignisse über mehrere Kameras hinweg verfolgen. Die Videoclips werden dann zusammen in der App angezeigt. Praktisch!
Nie wieder Akkuprobleme dank der Solarpaneele?
Die beiden smarten Überwachungskameras von Botslab sind mit ausdauernden Akkus ausgestattet. Dank 10.000 mAh sollen die Kameras ohne Aufladen 25 Tage lang durchhalten. Die Laufzeit hängt aber natürlich von der Häufigkeit der Ereignisse ab, die die Kamera erkennt.

Botslab packt aber ohnehin direkt zwei Solarpaneele mit zu den Sicherheitskameras, die eine Nennleistung von 5 W aufweisen. Im prallen Sonnenschein lud die W510 dabei innerhalb von 20 Minuten um zwei Prozent auf. Das klingt erst einmal wenig, kann im Sommer aber dafür sorgen, dass du die Kameras nicht weiter aufladen musst. Alternativ legt Botslab auch Ladekabel für eine dauerhafte Stromversorgung mit in den Lieferumfang.
Abschließendes Fazit zur Botslab W510
Zum UVP von 399 Euro (aktuell schon für 299,99 Euro im Angebot) schnürt Botslab ein wirklich leistungsstarkes Paket für die smarte Überwachung deines Eigenheims. Die Kombination aus zwei batteriebetriebenen 4K-Sicherheitskameras mit Pan-Tilt- und Zoom-Funktion, zwei Solarpaneelen mit 5-W-Ausgangsleistung UND einer HomeBase mit 32 GB internem Speicher (plus Möglichkeit, auf 16 TB nachzurüsten) ist an und für sich schon ein Alleinstellungsmerkmal.
Besonders interessant finden wir vor allem, dass Botslab hierbei auf ein System setzt, das unabhängig von Cloud-Speicherungen funktioniert. So landen unsere Videos theoretisch nicht auf irgendwelchen Servern, deren Datenschutzrichtlinien wir nicht kennen. Zusätzlich sparen wir so laufende Abo-Kosten, die bei der Konkurrenz vor allem langfristig echt ins Geld gehen können.
Auch die sehr hochwertigen Erkennungsfunktionen sowie die überraschend praktischen KI-Features können wir absolut loben. Allerdings ist es nur sehr schwer nachzuvollziehen, wie Botslab unsere Daten hierbei verarbeitet. Das für die intelligenten Benachrichtigungen benötigte Sprachmodell läuft sicherlich nicht lokal auf der HomeBase. Und die Vorstellung, dass Bilder vom eigenen Grundstück permanent von einer generativen KI ausgewertet werden, sorgt für mulmige Gefühle in der Magengegend.
Wer sich daran nicht stört, findet mit dem Botslab W510-Bundle aber ein äußerst leistungsstarkes Gesamtpaket, das es wahlweise sogar im Viererpack gibt.
→ Botslab W510 bei Amazon kaufen
Vorteile der Botslab W510:
- Tolle Bildqualität dank hoher Flexibilität dank Tilt-Pan-Zoom
- Lokaler Speicher mit bis zu 16 TB macht Cloud-Abo überflüssig
- Interessante KI-Funktionen
- Flexible Einsatzmöglichkeiten dank Solarpaneele und großen Akkus
Nachteile der Botslab W510:
- Fragwürdiger Datenschutz bei KI-Bilderkennung
- App mit häufigen Übersetzungsfehlern
- Wenig Smart-Home-Funktionen
- Werbung in der App nervt
Über diesen Artikel
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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Botslab. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.











Sehr gute Kamera