Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 gehören AirTags für viele iPhone-Nutzer zum Alltag. Die kleinen Tracker helfen dabei, verlorene Gegenstände wie Schlüssel, Taschen oder auch Fahrräder wiederzufinden. Nun hat Apple die zweite Generation des AirTag vorgestellt. Große Neuerungen gibt es nicht – stattdessen setzt der Hersteller auf gezielte Verbesserungen im Detail.
Design und Einrichtung bleiben unverändert
Äußerlich lassen sich die neuen AirTags kaum von der ersten Generation unterscheiden. Größe und Form sind gleich geblieben, ebenso die glänzende Metallrückseite. Diese lässt sich weiterhin drehen, um die Batterie zu wechseln. Zum Einsatz kommt wie bisher eine handelsübliche CR2032-Knopfzelle.
Auch die Einrichtung läuft wie gewohnt ab. Sobald du die Verpackung entfernst, meldet sich der AirTag automatisch auf deinem iPhone. Ein kurzer Einrichtungsassistent führt dich durch die wichtigsten Schritte. Du kannst dem Tracker einen Namen und ein Emoji geben und ihn einem bestimmten Gegenstand zuordnen. Nach wenigen Sekunden ist alles einsatzbereit.
In der „Wo ist?“-App taucht der AirTag anschließend im Bereich „Objekte“ auf. Dort siehst du den letzten bekannten Standort auf einer Karte und kannst weitere Funktionen nutzen, etwa das Abspielen eines Tons. Hier startest du auch die Suche:

Verbesserte Ortung im Alltag
Der wichtigste Zweck eines AirTags ist das Wiederfinden verlorener Dinge. Genau hier hat Apple die Verbesserungen angesetzt. Die neue Generation bietet eine größere Reichweite – sowohl über Bluetooth als auch über den Ultrabreitband-Chip (UWB).
UWB ermöglicht die sogenannte „Genaue Suche“. Statt nur einer ungefähren Entfernung bekommst du auf dem iPhone eine klare Richtungsanzeige mit Pfeil und Distanzangabe. Das macht die Suche deutlich einfacher, vor allem in der Wohnung oder in belebten Umgebungen.
Im Vergleich zur ersten Generation fällt auf: Die präzise Ortung startet früher. Während die genaue Suche zuvor oft erst bei wenigen Metern aktiv wurde, funktioniert sie jetzt bereits aus größerer Entfernung. In der Praxis lässt sich ein verlegter Gegenstand dadurch schneller finden.
Zusätzlich nutzt der AirTag weiterhin einen integrierten Lautsprecher. Apple hat den Signalton leicht verändert, wodurch er besser hörbar sein soll. Der Unterschied ist allerdings gering.
Genaue Suche mit der Apple Watch
Neu ist auch die Unterstützung der genauen Suche auf der Apple Watch. Voraussetzung dafür ist ein aktuelles Modell, mindestens die Apple Watch Series 9 oder die Ultra 2. Anders als erwartet ist die Funktion nicht direkt in der „Objekte suchen“-App zu finden, sondern muss über das Kontrollzentrum eingerichtet werden. Diese Schritte musst du für jeden Tag wiederholen, den du über die „Genaue Suche“ orten willst.
- Aktiviere das Kontrollzentrum durch Drücken der Seitentaste
- Wische im Kontrollzentrum ganz nach unten und tippe dann auf „Bearbeiten“
- Tipp oben links auf das Plus-Symbol und wähle aus der Kategorie „Objekte suchen“ AirTag aus
- Tipp auf „Auswählen“ und dann den entsprechenden AirTag
- Tipp oben rechts auf das grüne Häckchen
- Dein AirTag erscheint nun im Kontrollzentrum
- Tippe unten auf „Fertig“

Ist alles eingerichtet, helfen dir die Uhr und auch das iPhone mit Vibrationen beim Finden des AirTags. Je näher du kommst, desto stärker wird das haptische Feedback.

Lohnt sich der Wechsel?
Wenn du bereits AirTags der ersten Generation nutzt, gibt es kaum Gründe für ein Upgrade. Die Verbesserungen sind spürbar, aber nicht weltbewegend. Vor allem die größere Reichweite der genauen Suche kann aber in bestimmten Situationen hilfreich sein. Wenn du neu einsteigst oder gezielt einen AirTag für schwer auffindbare Gegenstände suchst, profitierst du von den kleinen Verbesserungen.
Apple verkauft die AirTags einzeln oder im Viererpack. Eine kostenlose Gravur ist weiterhin möglich. Preislich bewegen sich die Tracker auf dem altbekannten Niveau: Apple verlangt weiterhin 35 beziehungsweise 119 Euro. Im Handel gibt es jedoch regelmäßig günstigere Angebote. Wenn du auf die „Genaue Suche“ verzichten kannst, gibt es auch viele Alternativen von Drittanbietern, die mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk kompatibel sind und teilweise deutlich günstiger sind.
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