Vorbereitung auf den Stromausfall: Das ist die richtige Vorsorge

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Unabhängig von einer Energiekrise: Ein Stromausfall kann dich jederzeit treffen. Und dann geht nichts mehr. Meist ist der Strom nach wenigen Minuten wieder da. Doch es kann auch schon mal Stunden oder Tage dauern. Wie bereitest du dich vor?
Stromstecker in der Steckdose
Stromstecker in der SteckdoseBildquelle: Pixabay / markusspiske

Um es vorab klar zu sagen: In diesem Artikel geht es nicht darum, Verschwörungstheorien, die Prepper-Szene oder Blackout-Fanatiker zu unterstützen. Es geht nicht darum, wie man sich auf einen angeblichen monatelangen Stromausfall in ganz Deutschland vorbereitet. Es geht auch nicht darum, wie du dich auf angebliche Tagelange geplante Stromabschaltungen zur angeblichen Destabilisierung des Landes vorbereitest.

Vielmehr wollen wir dir zeigen, wie du dich im Alltag darauf vorbereitest, wenn ein Bagger eine zentrale Stromleitung kappt oder Eisregen die Überlandleitung in deine Stadt zusammenbrechen lässt. Dann nämlich kann es auch ganz ohne böse Absichten jederzeit passieren, dass der Strom tagelang weg ist.

Die meisten Stromausfälle können die Netzbetreiber durch Schaltarbeiten binnen weniger Minuten beheben. Doch manchmal gibt es keine Redundanz. Oder durch die Verkettung mehrere Ereignisse ist keine alternative Versorgung möglich. Im Münsterland erinnert man sich beispielsweise an einen Wintereinbruch Ende 2005, bei der Überlandleitungen im großen Stil zerstört waren und es Tage dauerte, bis alle wieder Strom hatten. In Berlin-Köpenick zerstörte ein Bagger ein wichtiges Kabel, der Ortsteil war durch seine Insellage mehr als 30 Stunden vom Stromnetz getrennt.

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Wie bereite ich mich auf einen Stromausfall vor?

Klar ist: Ist der Strom erst einmal weg, ist es zu spät. Denn dann funktioniert dein Internet nicht mehr, dein Telefon wird nicht mehr funktionieren und auch die meisten Handynetze werden nicht mehr oder nur noch wenige Stunden aktiv sein. Das heißt auch, du bekommst keine Informationen mehr – auch dein Radio wird nicht mehr funktionieren. Ausnahme: Du hast ein kleines, mit Batterien betriebenes Radio. Sollte wirklich einmal eine große Region vom Stromnetz getrennt sein: Die meisten Radiosender verfügen über Notstrom und können so weiterhin senden.

Und: es gibt für vergleichsweise kleines Geld inzwischen auch Solarradios mit einer Handkurbel und einem Akku, um auch andere Geräte aufzuladen.

Wasser, Lebensmittel, Gaskocher

Jeder Haushalt sollte so vorbereitet sein, dass er einige Tage auskommt. Das bedeutet auch, Trinkwasser zu Hause zu haben. Denn je nach Lage der Wohnung und Größe des Ausfalls funktioniert unter Umständen auch das Wassernetz nicht mehr. Wenn du einen eigenen Brunnen hast, sieht es noch schlechter aus. Du solltest dir außerdem lange haltbare Lebensmittel bereitlegen, die du ohne Herd oder Backofen essen kannst. Alternativ kann ein Campingkocher oder Gas- bzw. Kohlegrill helfen.

Licht und Kleidung

Um auch auf den Ausfall deiner Heizung vorbereitet zu sein, sollte dein Vorrat an Winterklamotten verfügbar sein. Um im Dunkeln etwas sehen zu können, solltest du Taschenlampen und Batterien zur Hand haben. Auch LED-Lampen, die mit Batterien betrieben werden, können eine Möglichkeit sein, Licht zu haben. Kerzen solltest du mit Hinblick auf die Brandgefahr meiden, wenn möglich.

Notstrom? Meist nicht notwendig, aber…

Natürlich kannst du dich noch weiter vorbereiten und dir selbst ein kleines Notstrom-Aggregat zulegen. Doch wenn du nicht gerade einen Betrieb mit lebenden Tieren hast, die auf Belüftung angewiesen sind oder andere lebensnotwendige elektrische Geräte betreibst, ist das vermutlich übertrieben. Eine Solar-Anlage hingegen kann dir – je nach Art der Installation – etwas Strom liefern, auch wenn der Strom weg ist. Und: Du sparst auch im Alltag noch Strom ein.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine ausführliche Broschüre zusammengestellt, wie du dich auf einen möglichen langen Stromausfall vorbereiten kannst.

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