Supermarkt-Kassen: Dieser Fehler kostet Kartenzahler ordentlich Geld

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Deutsche Supermarkt-Kassen sind weltweit bekannt. In erster Linie, weil es hier so schnell zugeht, wie bei einem Formel-1-Reifenwechsel. Eine Stresssituation, die zu Fehlern verleitet. Und das kann für unachtsame Kartenzahler mit etwas Pech richtig teuer werden.
Frau bezahlt an einer Rewe-Kasse
Supermarkt-Kassen: Dieser Fehler kostet Kartenzahler ordentlich GeldBildquelle: frantic00 / shutterstock.com

Wir alle kennen es. Nach dem obligatorischen „Hallo“ geht es an deutschen Supermarkt-Kassen zu, wie bei einem Rennen. Der Einkauf fliegt in annähernder Lichtgeschwindigkeit über den Scanner und man hat alle Hände voll zu tun, die Produkte in eine Tasche zu befördern. Ein Hochleistungssport, der zu langsame Kunden mit einem missbilligenden Blick des Kassierers sowie einem kollektiven, wenngleich meistens nur gedachten Säufer der Kassenschlange belohnt. Man will nur noch schnell per Karte zahlen und das Feld räumen. Und zack, schon hat man einen folgenschweren Fehler begangen. Einen, der den nichtsahnenden Kartenzahler teuer zu stehen kommen kann.

Wie am Geldautomaten, so auch an der Kasse

Das Internet ermöglicht Cyberkriminellen ungeahnte Möglichkeiten. Mittels Phishing, Quishing und Co. können sie beispielsweise schnell an die Banking-Informationen ihrer Opfer gelangen. Bleibt nur noch ein wenig Social Engineering, schon sind sämtliche Sicherheitsmaßnahmen wie die Multi-Faktor-Authentifizierung überwunden. Ab hier können die Täter Gelder auf die eigenen Auslandskonten überweisen. Das Standardprozedere, sozusagen. Doch wer Zahlungskarten-Betrug begehen möchte, braucht im Grunde weder Informatik-Kenntnisse noch ausgeklügelte Vorschalt-Gerätschaften am Geldautomaten (Stichwort: Skimming). Alles, was benötigt wird, sind Zahlungskarte und die PIN.

Wie die Täter an die Zahlungskarten gelangen, müssen wir an dieser Stelle nicht weiter erörtern. Ein unachtsamer Eigentümer, eine kleine Ablenkung, schon hat die Geldbörse samt Zahlungskarte den Besitzer gewechselt. Da stellt die PIN ein größeres Hindernis dar. Richtig? Nicht ganz. Denn während Bankkunden am Geldautomaten in der Regel darauf achten, dass sie niemand dabei beobachtet, wie sie die PIN eingeben, ist die Situation an der Supermarkt-Kasse eine gänzlich andere.

Hier will man, wie bereits erwähnt, einfach nur schnell die PIN eintippen und den Kassenbereich räumen. Daran, das Tastenfeld des Kartenlesers abzudecken, denken viele im Eifer des Gefechts nicht. Kriminelle müssen daher nichts weiter tun, als sich in ausreichender Entfernung hinter ihr Opfer zu stellen und zu beobachten. Schon ist die erste Hälfte des Kunststücks vollbracht. Befindet sich anschließend auch die Geldkarte im Besitz der Täter, können sie problemlos auch höhere Beträge mit der Karte bezahlen oder am Bankautomaten abheben. Zumindest, sofern die vom Bankkunden gesetzten Limits es zulassen.

Kontaktloses Zahlen stellt eine weitere Gefahr dar

Heutzutage finden viele Zahlungen mittels Girocards und Kreditkarten kontaktlos statt. Das klappt bei Summen unter 50 Euro auch ohne PIN. Allerdings nur fünfmal hintereinander, danach muss die PIN wieder eingetippt werden. Oder aber bei einer Gesamtsumme jenseits von 15 Euro. Dieser Betrag markiert auch die maximale Obergrenze, die Kriminelle mit einer gestohlenen Geldkarte, aber ohne PIN, ausgeben können. Wer auch das verhindern möchte, sollte schnell Maßnahmen ergreifen.

Gestohlene Karte sofort sperren lassen

Wenn du feststellst, dass deine Geldkarte oder dein gesamtes Portemonnaie plötzlich fehlen, solltest du zuallererst sämtliche Zahlungskarten sperren lassen. Das geht sowohl über den Sperr-Notruf „116 116“ als auch direkt beim Kartenanbieter. Anschließend sind die Karten unbrauchbar und können nur noch als Lesezeichen dienen. Ferner gibt es einen Trick, der die Kriminellen mit etwas Glück dazu bringen kann, deine gestohlene Karte selbst zu sperren. Wie dieser funktioniert, verraten wir in unserem Ratgeber:

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