Stromanbieter wechseln: Diese 5 Tricks musst du kennen

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Dass man seinen Stromanbieter wechseln kann, hat wohl jeder schon mal gehört. Doch die wenigsten machen es auch – und verschenken so Monat für Monat bares Geld. Wir zeigen dir, mit welchen 5 Tricks du problemlos den Anbieter wechselst.
Stromzähler
StromzählerBildquelle: Pixabay

Die Kündigungsfrist

Wie jeder Vertrag unterliegt auch ein Stromvertrag einer Kündigungsfrist. Wenn du jedoch noch nie deinen Anbieter gewechselt hast, bist du sehr wahrscheinlich in der Grundversorgung deines örtlichen Anbieters. Das ist gleichermaßen gut wie schlecht. Schlecht ist es, weil du damit wahrscheinlich bisher unnötig viel Geld ausgeben hast. Denn die Grundversorgung ist mit der teuerste Tarif, denn du nutzen kannst.

Gut ist die Grundversorgung aber, weil du sie sehr schnell loswirst. Mit einer Frist von nur 14 Tagen kannst du deinem Grundversorger kündigen. Das musst du nicht einmal selbst machen. Dein neuer Anbieter übernimmt die Kündigung, wenn du dich bei ihm anmeldest. Das gilt auch, wenn du deinen neuen Anbieter über einen Tarifvergleich wie Verivox buchst. Mehr zum Thema Kündigungsfrist liest du am Ende dieses Ratgebers

Der Bonus

Viele Anbieter locken dich über Tarifvergleiche wie Verivox mit Neukunden-Boni. Meist sind es mehrere hundert Euro, die sie dir versprechen. Im Kleingedruckten siehst du dann aber die Wahrheit. Das Geld bekommst du nur als Gutschrift auf der Rechnung. Und meist auch erst dann, wenn du mindestens ein Jahr Strom von dem Anbieter bezogen hast. Kündigst du zu früh, bekommst du das Geld nicht. Besonders ärgerlich ist das, wenn dein Anbieter die Preise erhöht und du deswegen außerordentlich kündigen willst.

Wenn du auf einen Anbieter mit einem Neukundenbonus setzen willst, solltest du eher zu jenen Anbietern greifen, die ihn dir als Sofort-Bonus gewähren. Die Gutschrift bekommst du dann in der Regel innerhalb der ersten Wochen auf dein Bankkonto oder zumindest auf das Kundenkonto bei deinem Anbieter. Auch Sachprämien sind möglich.

Allerdings solltest du bei jedem Bonus und jeder Prämie bedenken, dass sie in den Stromkosten einkalkuliert ist. Es könnte also günstiger (und sicherer) sein, einen Anbieter ohne Bonus zu wählen. Von einer Vorauszahlung, die mehr als ein Monatsentgelt beträgt, solltest du sowieso die Finger lassen.

Der richtige Verbrauch

Um einen möglichst realistischen monatlichen Betrag zu zahlen, solltest du deinen jährlichen Verbrauch kennen. Das ist nach einem Umzug natürlich schwer, da sich durch eine neue Wohnung auch immer der Verbrauch ändert.

Generell raten wir dir, einen etwas höheren Verbrauch beim Anbieter anzumelden als einen zu knapp kalkulierten. Bei einigen Anbieter bekommst du bei höherem Verbrauch sogar bessere Konditionen. Verbrauchst du am Ende doch weniger Strom, bekommst du Geld zurück statt es nachzuzahlen.

Zur groben Orientierung solltest du als Single von 2.000 Kilowattstunden im Jahr ausgehen, als Paar von 3.000 Kilowattstunden und als Familie mit Kindern ab Grundschulalter von 4.000 Kilowattstunden. Je nachdem wie modern Kühlschrank, Herd, Waschmaschine und Wäschetrockner sind, kannst du davon etwas abziehen. Das gilt auch, wenn dein Licht größtenteils schon auf LED umgestellt ist. Hast du für Warmwasser hingegen einen Durchlauferhitzer, darfst du eher etwas draufschlagen. Und letztlich hat die Home-Office-Situation 2020 auch zu Veränderungen beim Stromverbrauch geführt.

Übrigens: Von Paket-Angeboten, bei denen du mehrere tausend Kilowattstunden abnimmst und möglichen Mehrverbrauch zahlen musst, solltest du dringend die Finger lassen. Du zahlst fast immer drauf.

Die Laufzeit

Wie auch bei Handyverträgen gilt beim Stromvertrag und insbesondere beim Stromanbieter-Wechsel: Auf die Laufzeit achten. Denn von monatlich kündbar bis zu zwei Jahren Laufzeit ist alles dabei.

Unser Tipp: Nutze Anbieter mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr. Denn wenn du einen Anbieter mit einem Bonus auswählst, so gilt dieser Bonus stets nur im ersten Jahr. Das zweite Jahr ist entsprechend teurer, du musst aber bei dem Anbieter bleiben.

Stromanbieter rechtzeitig wechseln

Entsprechend solltest du auch verstärkt darauf achten, dass du bei einer automatischen Vertragsverlängerung nicht in eine Kostenfalle läufst. Wenn du die Kündigung verpasst, verlängert sich dein Vertrag oftmals direkt um ein Jahr, dann ohne Bonus und viel teurer. Die Kündigungsfrist der meisten Anbieter liegt bei sechs Wochen. Was viele nicht wissen: Schon ein halbes Jahr vor Ende des aktuellen Vertrags kannst du deinen Anbieterwechsel beauftragen. Ist das geschehen, kannst du dein Vertragsende nicht mehr vergessen.

Übrigens: Um dich an das Ende deines Stromvertrages zu erinnern, hilft dir auch der Online-Dienst remind.me. Er erinnert dich rechtzeitig und vollkommen kostenlos an das Ende deiner Kündigungsfrist – nicht nur beim Stromvertrag.

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2 KOMMENTARE

  1. Anstatt kündigen, eignen Stromanbieter nach günstigeren Tarifen fragen.
    Hat er. Bestimmt! 🙂
    Folge: Anbieter-Wechselei lohnt nich mehr.

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