Es gibt viele Horrorszenarien, in denen eine Webcam die Hauptrolle spielt. So könntest du dir etwa online einen Virus einfangen, der die Kontrolle über deine Webcam übernimmt. Du fragst dich, wozu? Mittels Webcam gelangen Cyberkriminelle an kompromittierendes Video- oder Fotomaterial, mit dessen Hilfe sie ihre Opfer anschließend erpressen. Weniger kriminell ist ein anderes schlimmes Webcam-Szenario. Eines, bei dem man im Rahmen einer Videokonferenz vergisst, das Bild auszuschalten. Glücklicherweise lassen sich solche Probleme leicht präventiv abwenden. Dabei hilft das kostenlose „Top Secret“-Tool der Bundesregierung.
Zustellung an jede Lieferadresse
Die einfachste Lösung für das Webcam-Problem wäre es, diese zuzukeben. Optimal ist dieser Ansatz allerdings nicht, denn solltest du die Webcam wieder benötigen, bist du gezwungen, den Aufkleber zunächst zu entfernen. Dabei können wenig hübsche Rückstände entstehen, die auf einem Kameraobjektiv nichts zu suchen haben. Und hier kommt die Bundesregierung mit ihrem Top-Secret-Tool, einer Webcamsticker-Karte, ins Spiel. Die Karte umfasst mehrere Smiley-Sticker in verschiedenen Größen, mit deren Hilfe sich die Webcam bequem abkleben lässt.
So weit, so unspektakulär. Der Clou ist allerdings, dass die Sticker nach Angaben der Bundesregierung aus „Spezialmaterial“ gefertigt sind und „immer wieder“ verwendet werden können. Der Nutzer muss diese lediglich immer mal wieder mit Wasser reinigen.
So bekommst du die Webcamsticker kostenlos
Bürger mit Wohnsitz in Deutschland können die Webcam-Abdeckungen kostenfrei auf der Website des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bestellen. Auch der Versand ist kostenlos, doch eine Einschränkung ist dennoch gegeben. So können Interessierte „lediglich“ ein Paket mit maximal fünf Exemplaren der Webcamsticker-Karte bestellen, um ihre Laptops, Smartphones, Tablets und sonstige Geräte abzusichern. Eine größere Anzahl können ausschließlich öffentliche Einrichtungen und Behörden ordern.
Im Rahmen des Bestellprozesses wird neben dem vollen Namen lediglich die Anschrift erfragt. Zwar ist ein weiteres Feld für die Eingabe der E-Mail vorhanden, dieses ist jedoch optional. Die Zustellung erfolgt derweil üblicherweise zeitnah, kann sich aufgrund von Lieferengpässen allerdings auch verzögern.
Übrigens: Solltest du bereit sein, einige wenige Euro in die Hand zu nehmen, kannst du die oben thematisierten Probleme auch deutlich eleganter lösen. Wie das geht, erfährst du in unserem Ratgeber zur Webcam und Privatsphäre.
