Mono, Stereo, Dolby: Das sind die Unterschiede beim Sound

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Je mehr sich die Tontechnik weiterentwickelt, desto unübersichtlicher das Angebot der vielen Wiedergabetechniken für den Endnutzer. Wir erklären dir die Unterschiede zwischen Mono, Stereo und Dolby und bringen Lärm in die Stille.
Stereoanlage in einem Wohnzimmer
Stereoanlage in einem WohnzimmerBildquelle: Unsplash

Wiedergabetechniken

Als Wiedergabetechnik bezeichnet man eine Methode, die einen zuvor aufgenommen Ton wieder abspielt. Sowohl Mono, Stereo als auch Dolby zählen zu Wiedergabetechniken, sie sind jedoch nicht die einzigen Wiedergabe-Varianten, auch wenn sich nicht alle Vertreter durchsetzen konnten.

Mono – die Anfänge der Tontechnik

Tatsächlich gehen die ersten Schritte der Tonaufnahme zurück ins 19. Jahrhundert. Der Begriff „Mono“ leitet sich hier von Monophonie ab – der sogenannten Einkanaltechnik. Wie der Name schon vermuten lässt, besitzt diese Wiedergabetechnik nur die Möglichkeit einen einzelnen Tonkanal wiederzugeben.

Den wohl wichtigsten Meilenstein auf dem Weg zur ersten Tontechnik stellt hierbei der Phonograph von Thomas Alva Edison dar. Ursprünglich als eine erste Version eines Diktiergerätes gedacht wurde das Gerät bald schon zur Musikaufnahme und -wiedergabe verwendet.

Aufnahmen mit dieser Technik wirken im Verhältnis zu neuen Methoden sehr flach, denn sie waren nie dafür ausgelegt, räumliche Tiefen zu erfassen. Da es keine weiteren Kanäle gibt, bedeutet das, dass man mit dieser Variante auch keinerlei Raumklang erzeugen kann.

Nachdem um 1960 die Stereoaufnahmen das Feld eroberten, wurden Mono-Aufnahmen kaum noch genutzt und sind heutzutage daher selten vorzufinden, wenn man nicht gerade zu einer alten Schallplatte greift. Selbst die meisten der heute erhältlichen Kopfhörer kommen bereits im Stereo-Format.

Stereo – der erste räumliche Klang dank zwei Mono-Aufnahmen

In den 1960er-Jahren verdrängte die Stereophonie die Monophonie. Durch zwei Lautsprecher ist es mit dieser Wiedergabe-Technik möglich einen Raumklang zu erzeugen. Dafür muss die Aufnahme jedoch von zwei Mikrophonen mit unterschiedlichen Positionen aufgenommen werden, damit die Wiedergabedatei auch in der Lage ist, zwei unterschiedliche Kanäle wiederzugeben.

Die einzelnen Mono-Aufnahmen werden bei Stereo-Wiedergabe einem rechten und einem linken Kanal zugewiesen. So sorgt man dafür, dass der Zuhörer die beiden Geräuschquellen für den räumlichen Stereoeffekt unterscheiden kann.
Stereosound ist heutzutage noch immer stark vertreten. So nutzen die Lautsprecher vieler Tablets den Stereoeffekt, in dem links und rechts vom Display jeweils ein Lautsprecher den Ton liefert. Auch in einigen Fernsehgeräten oder in Computermonitoren werden Stereolautsprecher verbaut, um eine möglichst gute Soundqualität zu erzielen.

Quadrophonie – der Vorläufer zum Surround-Sound

Die Quadrophonie lässt sich als ein Vorläufer zum heutigen Surround Sound betrachten. Im Gegensatz zur Stereophonie wird dabei nicht mit zwei, sondern insgesamt vier Kanälen gearbeitet. Durch vier Lautsprecher in vier Ecken profitiert man so von einem doppelten Stereoeffekt. Da diese Wiedergabetechnik sich jedoch aufgrund des hohen Preises und mangelnder Kompatibilität nicht durchsetzen konnte, verschwand sie bald schon wieder von der Bildfläche. Es ist also kein Wunder, dass sich „Quadro“ der Liste heutzutage nicht mehr anschließt.

Dolby – Surround-Sound

1992 präsentierte die Firma Dolby im damaligen Film „Batmans Rückkehr“ eine neue technische Errungenschaft: Dolby Digital. Mithilfe der getrennten Surroundkanäle für links und rechts sowie dem Einsatz eines separaten Subwooferkanals wurde der heutige Surround-Sound mit tiefem Bass geboren. Bereits ein Jahr später erschien mit DTS (Digital Sound System) ein Konkurrenzprodukt, das ebenso mit sechs getrennten Kanälen arbeitete. Im Gegensatz zu Dolbys Verfahren liegt der Ton bei DTS jedoch nicht auf dem Filmstreifen vor, sondern auf ein bis zwei DTS-CD-Roms. Der erste Filmtitel, bei dem dieses Verfahren eingesetzt wurde, war Steven Spielbergs Jurrasic Park.

In Zusammenarbeit mit George Lucas Firma THX hat Dolby schließlich Surround Ex geschaffen, was den Filmsound um einen weiteren Surroundkanal ergänzte. Seitdem wurde es für die Wiedergabe möglich, Effekte hinter den Zuhörern zu platzieren. So sind realistischere Übergänge zwischen vorderem und hinterem Ton möglich. Heutzutage wird „Dolby“ daher als ein Synonym für Surround-Sound-Technologie verwendet, auch wenn es sich ursprünglich nur um den Firmennamen handelte.

Dank 5.1-Soundsystemen ist ein vielfältiger Raumklang mittlerweile keine Kinosensation mehr, sondern längst in den heimischen Wohnzimmern angekommen. Nach Stand der heutigen Technik ließen sich sogar mehr als sechs Audiokanäle nutzen, weshalb sich auch 7.1-Soundsysteme immer stärker durchsetzen. Theoretisch wäre es möglich noch mehr Kanäle zu verwenden. Da aber die meisten Räume nicht so groß sind, um davon zu profitieren, ist das ein seltener Sonderfall. Für die durchschnittlichen Raumgrößen sind 5.1-Soundsysteme ausreichend, um Klanglöcher zu vermeiden.

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1 KOMMENTAR

  1. Avatar dasOhr

    als professionellem Film-Mischtonmeister, (Re-Recording mixer) rollen sich bei einem solchen Artikel die Zehennägel hoch.
    Ich versuche mal, auf dem Niveau des Artikels zu antworten.
    Der Autor meint doch wirklich, dass ein räumliches Stereosignal aus 2 Monoquellen besteht. Also links der Hahn und rechts die Kuhglocke.
    Von kohärenten Monosignalen hat er anscheinend keine Ahnung.
    Dolby als Alternative zu Mono oder Stereo zu bezeichnen weist darauf hin,
    dass der Autor keine Ahnung von der Dolby-Geschichte hat, in welcher es
    in den Anfängen um ein geniales professionelles Rauschunterdrückungsverfahren im Rahmen
    des Aufzeichnens von Tonbändern war (Dolby-A, Dolby SR)
    Es ist also kein mit Mono oder Stereo vergleichbares Wiedergabesystem, sondern eine Verbesserung des Tons mittels eines Kompandersystems, wodurch man dann in Mono oder Stereo oder welcher Wiedergabeart auch immer eine wesentliche Verbesserung hören kann.
    Insbesonders das Dolby-SR Rauschunterdrückungsverfahren ermöglichte im Musikbereich bei den Mehrspurmaschinen wieder einen höheren Geräuschspannungsabstand bei immer kleiner werdenden Spurbreiten der
    Tonköpfe bei gleichbleibenden Tonbandbreiten und auch gleichbleibenden REC/PLAY Geschwindigkeiten.
    Dass der Autor völlig vergessen hat, wie die Firma Dolby den Bereich
    Filmtonwiedergabe und -qualität historisch mit neuen Erfindungen beeinflusst
    hatte, ist bezeichnend.
    DOLBY hatte schon immer eine perfekte Marketingabteilung.
    Von Dolby SRD über Dolby SRD EX und dann Dolby digital, Dolby digital EX,
    Dolby digital 7.1, Dolby digital 9.1, Dolby Atmos
    Es geht nur um das Erhalten eines proprietären Tonformats, mittels welchem man „automatische“ Gewinne erzielen kann.
    Dazu zählt nun auch das Dolby Atmos „Format“
    Auf Wunsch geb ich gerne auch dazu meine Meinung.

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