TÜV warnt vor Powerbanks: Auf diese 8 Regeln solltest du unbedingt achten

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Powerbanks sind eine praktische Sache und begleiten viele Nutzer nicht nur auf Reisen, sondern auch im Alltag. Doch in ihnen schlummern auch Gefahren, wie der TÜV Verband erläutert. Doch mit diesen Tipps ist die Gefahr schnell gebannt.
XLayer Micro Powerbank mit Kabel
XLayer Micro Powerbank mit dem USB-C-Kabel.Bildquelle: Michael Stupp / inside digital

„Grundsätzlich besteht bei diesen Akkus immer die Gefahr eines Brandes“. Die Warnung des TÜV Verbands klingt erschreckend, jedoch kannst du die meisten Gefahren mit wachem Auge und Aufmerksamkeit einfach ausmerzen. Doch wovor warnt der TÜV überhaupt? Unter anderem können laut TÜV „die kleinen Strompakete bei Materialschäden oder unvorsichtiger Nutzung gefährlich werden.“ Auf der Liste notiert der TÜV nicht nur Brände oder Explosionen der Powerbanks, sondern auch Schäden am zu ladenden Gerät. Wer also sein Smartphone, seine Kamera oder sein Tablet schonen möchte, sollte auf eine sichere Powerbank Wert legen.

Diese 8 Tipps solltest du beachten

  1. Achte auf GS-Zeichen oder TÜV-Siegel
  2. IP67 schützt vor Wasser und Staub
  3. Beachte die Ladespannung
  4. Verhindere mechanische Beschädigungen
  5. Achte auf Hitzeentwicklung beim Laden
  6. Lade nicht über Nacht
  7. Bei Raumtemperatur lagern
  8. Lade die Powerbank ab und an auch bei Nichtgebrauch

Schutz schon beim Powerbank-Kauf

Schon beim Kauf der Powerbank kannst du einige der Gefahren bannen. Der TÜV empfiehlt beim Kauf auf das CE-Kennzeichen zu achten. Noch besser sei das GS-Zeichen oder ein TÜV-Zertifikat. Vorsicht bei zu billigen oder Hersteller-losen Angeboten. Hier ersetzen unseriöse Hersteller das CE-Kennzeichen häufig mittels eines „CE“ für „China Export“. Dann kannst du davon ausgehen, dass deine Powerbank nicht die entsprechenden Normen einhält. Der TÜV empfiehlt bei Outdoor-Einsätzen zudem eine IP67-Kennzeichnung.

Ein weiteres Kriterium, dass du beim Kauf beachten solltest ist die Ausgangsspannung der Powerbank. „Verbraucher:innen sollten beim Kauf sichergehen, dass die Ausgangsspannung (V) der Powerbank zu den Geräten passt, die mit Strom versorgt werden sollen. Andernfalls könnten die Geräte beschädigt werden“, so der TÜV. Moderne Powerbanks erkennen jedoch, wie viel Spannung das angeschlossene Gerät benötigt und regeln automatisch die Versorgung.

So verhinderst du Schäden beim Laden und Gebrauch

Lithium-Ionen-Akkus können sich beim Laden aufblähen. Dieser Effekt hat schon einigen Smartphone-Herstellern Kopfzerbrechen beschert. Und ihn gibt es auch bei Powerbanks. Der TÜV erklärt dazu: „In modernen Powerbanks werden die Akkus vorsorglich mit Sollbruchstellen versehen, an denen die Zellen schon aufreißen, bevor es durch zu großen Druck zu einer Explosion kommt.“ Doch nicht immer hilft das. Denn auch beim Sturz einer Powerbank oder durch „falsche Handhabung oder unsachgemäßem Gebrauch“ kann es zu Unfällen kommen. Doch wie erkennst du eine beschädigte Powerbank? Sie „lassen sich von aufgeblähten oder verformten Gehäusen, Schmelzstellen am Gehäuse oder gar Anlaufstellen an Metallteilen erkennen.“ Spätestens wenn ein Akku solche Zeichen aufweist, solltest du ihn entsorgen. Damit es nicht so weit kommt, versuche deine Powerbank sorgsam, zu transportieren und nur so zu benutzen, wie es der Hersteller angibt

Beim Laden solltest du laut TÜV ab und an die Temperatur prüfen. Faustregel dabei: „Sollte die Powerbank beim Laden so heiß werden, dass sie nicht mehr in der Hand gehalten werden kann, muss der Anschluss sofort getrennt werden.“ Um das zu verhindern, lass deine Powerbank nicht über Nacht und nicht in beschädigtem Zustand aufladen. Sollte die Powerbank auch ohne das Laden heiß werden, solltest du vorsichtig sein. „Wenn der Akku anfängt zu brennen, bilden sich giftige Dämpfe. In dem Fall sollte man sich sofort vom Brandort entfernen und die Feuerwehr anrufen“, rät der TÜV. Vom Löschen eines brennenden Akkus mit Wasser rät der Verband ebenfalls ab.

Richtig Lagern und aufbewahren deiner Powerbank

Beim Lagern von Powerbanks gibt es ähnliche Regeln wie bei Motorrad-Batterien im Winter. Ganz ohne Pflege geht es nicht. So sollten laut TÜV Verband ab und an Ladezyklen eingeplant werden, damit sich der Akku nicht komplett entlädt. Dazu solltest du deinen Energie-Riegel bei Raumtemperatur aufbewahren und nicht im Auto lagern. Gerade im Sommer sammelt sich hier die Wärme und kann zu einer Überhitzung führen. Wenn du deine Powerbank auf Tour mitnimmst, achte dazu darauf, dass du sie nicht in der Hosentasche aufbewahrst. Sommerliche Temperaturen können laut TÜV zu Hitzeentwicklung und Verbrennungen an der Haut führen.

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