Tesla liefert 100.000 Model 3 E-Autos – an ein einziges Unternehmen

3 Minuten
Tesla ist als erster Automobilhersteller der Welt mehr als 1 Billion Dollar wert. Grund ist eine neue Mega-Bestellung in den USA. Der Autovermieter Hertz hat nicht weniger als 100.000 Model 3 bestellt. Interessante Zahlen gibt es aber auch aus Deutschland.
Tesla Model 3 in Hertz Station
Der US-Autovermieter Hertz sorgt für einen Mega-Auftrag bei Tesla.Bildquelle: Hertz

Für Aktionäre von Tesla war der gestrige 25. Oktober 2021 so etwas wie ein Goldrausch. Die Papiere des amerikanischen E-Auto-Pioniers lieferten an der Börse ein wahres Kursfeuerwerk ab. Und zwar getrieben durch einen neuen Mega-Deal, den der Autobauer mit der amerikanischen Mietwagenfirma Hertz abschloss. Er besagt, dass Tesla dem Autovermieter nicht weniger als 100.000 Fahrzeuge des Model 3 liefert. Sie sollen nicht nur in den USA zum Einsatz kommen.

Tesla Model 3 kommt zu Hertz – schon ab November 2021

Hertz, einer der größten Konkurrenten von Sixt, teilte mit, die 100.000 Tesla-Fahrzeuge planmäßig bis Ende 2022 in seine Mietwagenflotte integrieren zu wollen. Die ersten Elektroautos von Tesla sollen schon Anfang November dieses Jahres zur Verfügung stehen. Und zwar einerseits an Hertz-Stationen an Flughäfen, aber auch an Stationen in Städten. Los geht es in den USA, nach und nach soll es das Model 3 bei Hertz aber auch in ausgewählten Städten in Europa zu mieten geben.

Einher geht die Tesla-Offensive der kalifornischen Mietwagenfirma mit der Errichtung von Ladestationen. Nach eigenen Angaben will Hertz Tausende Ladestationen an vielen seiner Mietwagenstationen errichten. Sie sollen bis Ende 2022 in 65 Ländern und bis Ende 2023 in mehr als 100 Ländern nutzbar sein. Unterstrichen werden die E-Auto-Ambitionen von Hertz durch eine umfangreiche Werbekampagne – mit Football-Superstar Tom Brady als Testimonial.

Tom Brady im Tesla von Hertz
NFL-Superstar Tom Brady steht im Mittelpunkt einer neuen Werbeoffensive von Tesla in den USA.

Mega-Auftrag sorgt für Kursfeuerwerk

Der Auftrag von Hertz hat für Tesla ein Volumen von umgerechnet etwa 4 Milliarden Euro. Und das selbst dann, wenn man nur das aktuell günstigste Tesla Model 3 zu einem Preis von 41.990 Euro zugrunde legt. Allerdings könnte sich Hertz bei dem aufgerufenen Bestellvolumen einen Rabatt auf den reinen Listenpreis des Model 3 gesichert haben. Tesla-Chef Elon Musk hat das bei Twitter inzwischen aber dementiert.

Trotzdem war die gigantische Hertz-Bestellung am Ende auch der Grund, warum die Tesla-Aktie am Montag zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Marke von 1.000 US-Dollar übersprang. Die Folge: Als erster Automobilkonzern überhaupt ist Tesla jetzt mehr als eine Billion Dollar wert. Tesla spielt damit in einer Liga mit den Tech-Unternehmen Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon.

Und der Wert könnte sich noch weiter steigern. Dann nämlich, wenn Tesla seine Auslieferungen weiter forcieren kann. Beispielsweise in Deutschland treibt das Unternehmen die Errichtung einer neuen Giga-Fabrik voran. In Grünheide bei Berlin sollen künftig Tesla-Modelle für den europäischen Markt vom Band laufen. Und obwohl die Fabrik so gut wie fertig ist, ist von einem Produktionsstart noch längst keine Rede. Bürokratische Hürden und das damit verbundene Fehlen von Genehmigungen bremsen Tesla hierzulande noch aus.

Tesla Model 3 sprengt Zulassungsrekord in Deutschland

Wie wichtig das Tesla Model 3 für den amerikanischen Autobauer ist, zeigen auch nackte Zahlen vom deutschen Markt. Allein im September wurden in Deutschland 6.828 Model 3 neu zugelassen. So viele Neuzulassungen hat es für ein einzelnes E-Auto in Deutschland in nur einem Monat noch nie gegeben. Zum Vergleich: Selbst der Kassenschlager von Volkswagen, der Golf, erreichte nur einen minimal höheren Wert. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) weist für September 2021 insgesamt 6.886 Zulassungen des VW Golf aus.

Zudem ist das Tesla Model 3 inzwischen das am häufigsten neu zugelassene Elektroauto des Jahres 2021 in Deutschland. Zwischen Januar und September stehen 23.982 Neuzulassungen des Modells in den KBA-Zulassungsstatistiken. Erst auf den Plätzen 2 und 3 folgen der Volkswagen eUp (21.890 Zulassungen) und der Volkswagen ID.3 (21.539).

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1 KOMMENTAR

  1. Hans

    Wenn Hertz die Fahrzeuge wie z.B. in Österreich ca. 6 bis 12 Monate fährt, dann stell ich mir den Deal sehr interessant für den Gebrauchtwagenmarkt vor.

    Antwort

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