Schon ab Mai: Die Holzklasse im Flugzeug bekommt richtige Betten

3 Minuten
Du buchst einen Economy-Flug, fährst zum Flughafen, steigst in deinen Flieger und … legst dich ins Bett. Klingt verrückt, doch genau das ist schon bald möglich. Noch 2026, um genau zu sein. Eine Airline wagt den Vorstoß.
Betten in einem Flugzeug
Schon ab Mai: Die Holzklasse im Flugzeug bekommt richtige BettenBildquelle: Air New Zealand

Neu ist das Konzept „Betten im Flugzeug“ nicht. Wer genug Geld in die Hand nahm, konnte auch früher schon gemütlich über den Wolken schlummern. Und in der Economy Class? Auch hier ist das Konzept nicht gänzlich neu. So kündigte die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines bereits Ende März an, ab 2027 Liegeflächen anzubieten. Und damit sind sie nicht allein. Hinter dem Konzept verbergen sich allerdings weniger richtige Betten. Sondern eine Sitzreihe mit drei zusammenhängenden Economy-Sitzen, auf der sich Fluggäste ausbreiten können. Die sogenannte „Relax Row“. Doch ein richtiges Bett? Das hat eine andere Airline bald im Angebot.

„Die Zukunft des Fernreisens“

Kürzlich kündigte die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand mit „Economy Skynest“ eine neue Dienstleistung an, die Fluggäste bereits ab dem 18. Mai 2026 buchen und ab November nutzen können werden. Hinter der Bezeichnung stecken zwei Reihen an Hochbetten mit je drei Liegemöglichkeiten – ein laut der Airline weltweit erstes Kapsel-Konzept im Himmel. Positioniert sind diese mittig im Flugzeug, zwischen den normalen Sitzreihen. Allerdings sind sie nach außen hin geschlossen, während sich der Einstiegsbereich für mehr Privatsphäre mit einem Vorhang abschirmen lässt.

Jedes „Nest“ soll 203 cm lang sein und an den Schultern 64 cm breit. Allerdings wird das Bett Richtung Fußende schmaler und misst hier lediglich 41 cm. Kostenpunkt: ab 495 Neuseeland-Dollar (rund 247 Euro) pro Session. Wobei eine Session vier Stunden dauert. Das Konzept sieht nämlich nicht vor, dass Passagiere sich vorab zwischen einem normalen Sitz oder einem Bett entscheiden. Stattdessen müssen diese die Liegekapseln zusätzlich zum normalen Ticketpreis hinzubuchen. Pro Flug sind zwei Vier-Stunden-Sessions verfügbar, allerdings ist je Passagier nur eine Session buchbar. Das Mindestalter liegt bei 15 Jahren.

Wirklich „Economy“ ist das neue Konzept folglich nicht. Zudem bietet Air New Zealand seine Betten zunächst nur eingeschränkt auf ausgewählten Langstreckenflügen zwischen New York und Auckland an. Zu finden sind diese anfänglich in Boeings mit der Modellnummer 787-9.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Neues Schlaf-Konzept soll den Tourismus fördern

In dem Skynest-Projekt sollen mehrere Jahre an Entwicklung stecken. Zusätzlich gibt Air New Zealand an, das Konzept an über 200 Probanden erprobt zu haben. Im Ergebnis ist der Bettraum nun mit einer Matratze in voller Länge, Bettwäsche, Ambientebeleuchtung, Belüftung und Ladeanschlüssen ausgestattet. Zudem bieten die Pods einen integrierten Knopf, um das Bordpersonal zu rufen, sowie einen fest verbauten Sicherheitsgurt.

„Für ein so abgelegenes Land wie Neuseeland ist die Reise von Bedeutung. Der Tourismus ist ein Wirtschaftszweig mit einem Umsatz von 46 Mrd. NZD (ca. 23 Mrd. Euro), doch sein Wachstum hängt von der Bereitschaft der Reisenden ab, lange Flugzeiten in Kauf zu nehmen, um hierher zu gelangen“, sagt Nikhil Ravishankar, CEO von Air New Zealand. Skynest sei entwickelt worden, um die Reise zu erleichtern. Ob der neue Schlaf-Service dem zusätzlichen finanziellen Aufwand gerecht wird, wird sich zeigen.

Bildquellen

  • Wer „Der Astronaut“ mochte, wird diesen Sci-Fi-Geheimtipp lieben: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
  • Schon ab Mai: Die Holzklasse bekommt richtige Betten: Air New Zealand

Jetzt weiterlesen

Entscheidung steht: Uber, Bolt und Co. bald 50 Prozent teurer
Jetzt ist es beschlossene Sache: Schon bald werden Fahrten mit Uber, Bolt und Co. deutlich teurer als bisher. Dabei haben sich die Unternehmen selbst strikt gegen die kommende Preiserhöhung ausgesprochen.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein