Wer hätte das gedacht? Anscheinend braucht es kein Franchise, kein Multiversum, kein Remake und keine Agenda, damit ein Film zum Erfolg wird. Eine gute Handlung, spannende Charaktere und etwas für die Augen reichen bereits vollkommen aus. Dazu noch eine Prise Wissenschaft und etwas Nerd-Humor, et voilà: ein Überraschungs-Hit ward geboren. Die Rede ist natürlich von „Der Astronaut – Project Hail Mary“. Aktuell wartet der Film mit 8,4 von 10 Sternen bei IMDb auf, da freut man sich bereits jetzt auf den Streaming-Release. Und in der Zwischenzeit? Wir haben einen Science-Fiction-Geheimtipp herausgesucht, der Fans von „Der Astronaut“ sicherlich gefallen wird. Insbesondere, wenn sie den dazugehörigen Roman gelesen haben.
Science-Fiction ohne Kompromisse
Vorweg: Nein, den Roman „Der Marsianer“ meinen wir nicht. Natürlich stammt das Buch vom gleichen Autor wie „Der Astronaut“ – Andy Weir. Und auch thematisch ähneln sich die Bücher ziemlich stark. Grundsätzlich ist das also die perfekte Empfehlung für Fans des Films. Doch damit würden wir es uns etwas zu einfach machen, nicht? Also haben wir eine weitere Alternative herausgesucht. Eine, die den Spagat zwischen „Geheimtipp“ und „extrem beliebt“ paradoxerweise hervorragend meistert: die „Bobiversum“-Reihe.
Bisher gibt es vier Bücher und Hörbücher der Space-Opera „Bobiversum“, aus der Feder des kanadischen Schriftstellers Dennis E. Taylor. Und ein fünfter Titel kommt bereits in wenigen Wochen raus. Die Sci-Fi-Reihe ist hierzulande kaum bekannt, obwohl allein bei Audible knapp 32.000 Hörer positive Rezensionen hinterlassen haben – mit einer wahrlich herausragenden Bewertung von 4,7 von 5 möglichen Sternen.
Schön und gut, doch warum eignen sich die Bobiversum-Bücher gut für Fans von „Der Astronaut – Project Hail Mary“? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zunächst einmal dreht die Story um den namensgebenden Bob, der vor allem anfangs allein im All herumfliegt. Zudem führt der Autor auch hier unzählige spannende wissenschaftliche Konzepte, Erklärungen und Ideen ins Feld. Und dann wäre da noch der Nerd-Humor, der in den Bobiversum-Büchern ebenfalls eine große Rolle spielt. Kurzum: Wenn dein Herz für Sci-Fi schlägt, bist du mit diesem Buch definitiv gut beraten. Zumal die Handlung selbst unter den großen Science-Fiction-Titeln ihresgleichen sucht.
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Worum geht es in Bobiversum?
Die Geschichte beginnt damit, dass ein Lkw Bob, den Protagonisten, erfasst und dieser kurzerhand stirbt. Glücklicherweise hatte der neureiche Programmierer zu viel Geld und wusste nicht, wohin damit. Also hat er es in ein Unternehmen gesteckt, das Tote einfrieren lässt – für den Fall, dass später eine Möglichkeit gefunden wird, diese wiederzuerwecken. Und tatsächlich, eines Tages wacht Bob wieder auf. Nur ist er kein Mensch mehr, sondern … eine KI.
Noch nicht überzeugt? Verständlich, selbst in meinen Ohren klingt die Handlung bisher eher trashig. Doch diese Prämisse eröffnete dem Autor nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Einige davon werden wir folgend stichpunktartig in den Raum werfen. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte daher an dieser Stelle aufhören zu lesen: Weltraumerkundung, virtuelle Welten, Androiden, Außerirdische, die Besiedelung des Weltaals, Terraforming, Weltraumschlachten, Von-Neumann-Sonden, Topopolis‘, fliegende Städte und vieles mehr.
Übrigens: Die Bobiversum-Reihe wurde offenbar für eine Adaption optioniert – und zwar von niemand Geringerem als Phil Lord und Christopher Miller, den (Trommelwirbel) Regisseuren von „Der Astronaut – Project Hail Mary“. Und sollte dich auch das nicht überzeugen, nennen wir hier zehn weitere hervorragende Sci-Fi-Hörbücher:
