Paket-Stau: So ändert DHL die Zustellung

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Corona-Lockdown und Weihnachten: Diese beiden Anlässe werden für eine wahre Flut an Paketen sorgen und den derzeitigen Stau noch verschärfen. Hinzu kommt der Black Friday. Jetzt reagiert DHL und ändert die Zustellung.
DHL Paket
Bildquelle: DHL

Der Paketdienst rechnet für den Zeitraum Ende November bis Weihnachten mit bis zu elf Millionen Sendungen. Zum Vergleich: An normalen Tagen sind es im Schnitt 5,2 Millionen. Tobias Meyer, Vorstand für Post und Pakete bei Deutsche Post DHL, gab in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe Einblicke, wie sein Unternehmen darauf reagiert.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Pakete länger unterwegs sind als gewöhnlich. Dabei liegt die Ursache nach unseren Beobachtungen in der Regel im Startpaketzentrum oder am Weg zwischen den Paketzentren. Meyer will aber vor allem an einem anderen Punkt ansetzen: Er will die Zustellung optimieren. „Neu ist, dass wir in diesem Jahr verstärkt kleinere Pakete auch von Briefträgern zustellen lassen, um die Mengen zu bewältigen“, so Meyer. Das ist vor allem in den Großstädten relevant. In ländlichen Regionen erfolgt ohnehin eine sogenannte Verbundzustellung, bei dem ein Zusteller Briefe und Pakete zustellt.

Wenn der Postmann abends klingelt

Doch Meyer plant noch eine weitere Modifizierung. „Wir [werden] auch mit mehreren Wellen über den Tag arbeiten, sodass unsere Zusteller in den kommenden Wochen häufiger auch noch abends klingeln werden“, so Meyer.

DHL habe bereits im Frühsommer 4.000 neue Kollegen eingestellt, im Oktober seien noch einmal 3.000 hinzugekommen. „Bis Jahresende werden wir in Zustellung und Sortierung 10.000 Mitarbeiter mehr an Bord haben“, so der Paket-Chef. Insgesamt seien 110.000 Zusteller in Deutschland unterwegs.

Preiserhöhungen für Privatkunden plane der Konzern derzeit nicht. Allerdings würde Meyer es begrüßen, wenn man die Preise für schwere Pakete erhöhen könnte. Sie führten zu körperlichen Belastungen für die Beschäftigten. Eine durchgeführte Preiserhöhung hatte die Bundesnetzagentur im Frühjahr kassiert. Zum Jahresbeginn 2021 werden sich jedoch die Preise für Geschäftskunden erhöhen.

Übrigens: Damit dein Weihnachtspaket rechtzeitig bei Familie und Freunden ist, solltest du es spätestens am 19. Dezember abgegeben haben.

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